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Steve Pavlina Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen Steve Pavlina - Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen

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10 Gründe
niemals einen Job anzunehmen

Eigentlich mehr aus Spaß fragte ich meine Frau Erin kürzlich:

“Nun, da die Kinder in die Ferien verreist sind, meinst du nicht, dass es langsam Zeit ist, dass du dir endlich eine Arbeit suchst? Ich kann es gar nicht mit ansehen, wie du dich in der Arbeitslosigkeit suhlst.”

Sie lächelte und sagte:

“Wow, ich bin jetzt wirklich lange arbeitslos. Das ist komisch… Ich mag es!”

Keiner von uns hatte einen Job seit der 90er (meinen einzigen Job hatte ich 1992), also sind wir doch schon recht lange selbstständig. Bei uns ist es ein Running Gag, dass einer dem anderen vorschlägt:

“Vielleicht solltest du dir eine Arbeit suchen, du Wrack!”

Ich mag eine Szene in den ‘Three Stooges’, in der Moe Curly sagt, er solle sich eine Arbeit suchen und Curly zurückweicht und sagt:

“Nein, bitte… nicht das! Alles aber nicht das!”

Es ist schon lustig, dass Menschen, wenn sie ein bestimmtes Alter erreichen, wie wenn sie den Uniabschluss in der Tasche haben, direkt annehmen, nun wäre es an der Zeit, sich eine Arbeit zu suchen. Aber wie so viele Dinge, die man tut, nur weil es alle so machen, muss das nicht unbedingt eine gute Idee sein. Tatsächlich ist es eine der schlechtesten Ideen, sich eine Arbeit zu suchen um davon zu leben, wenn man halbwegs intelligent ist. Es gibt viel bessere Möglichkeiten, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, als sich in vertraglich beschlossene Dienerschaft zu begeben.

Hier sind einige Gründe, warum man alles tun sollte, was in seiner Macht steht, um es zu vermeiden, einen Job anzunehmen:

1. Einkommen für Dumme

Es mag wie eine gute Idee aussehen, eine Arbeit zu haben und seine Zeit für Geld zu tauschen. Es gibt nur ein Problem damit. Es ist dumm! Es ist der dümmste Weg überhaupt, zu einem Einkommen zu gelangen.

Warum ist es nun so dumm, eine Arbeit zu haben? Weil man nur bezahlt wird, so lange man arbeitet. Das Problem sollte offensichtlich sein – ansonsten wurde man so komplett einer Gehirnwäsche unterzogen, dass man denkt, dass es vernünftig und sinnvoll ist, nur Geld zu verdienen, so lange man tatsächlich arbeitet. Wäre es nicht viel besser, auch bezahlt zu werden wenn man gerade nicht arbeitet? Wer hat einem eingeredet, dass man nur Geld verdienen kann während man arbeitet? Ein anderer Angestellter, der eine Gehirnwäsche hinter sich hat?

Wäre das Leben nicht viel einfacher, wenn man auch bezahlt würde, während man isst, schläft oder auch mit den Kindern spielt? Warum nicht 24 Stunden am Tag bezahlt werden? Bezahlt werden, ob man nun arbeitet oder nicht. Wachsen Pflanzen nicht auch, während man sich gerade nicht um sie kümmert? Warum soll das nicht auch mit dem Konto gehen?

Wen kümmert es schon, wie viele Stunden man arbeitet? Nur eine Hand voll Leute auf diesem Planeten interessiert es wirklich, wie viel Zeit man im Büro verbringt. Die meisten von uns, würden es nicht merken, wenn jemand in einer Woche 6 Stunden arbeitet oder 60. Aber wenn man etwas Wertvolles für Andere zu bieten hat, dann würden eine Menge Leute mit einem Lächeln ihre Geldbörse zücken und dafür zahlen. Uns ist die Zeit egal, die derjenige benötigt hat, diesen Wert zu erschaffen – uns interessiert nur den Wert zu bezahlen, den wir erhalten möchten. Interessiert es wirklich jemanden, wie lange ich gebraucht habe, diesen Artikel zu schreiben? Würde man mir mehr zahlen, wenn ich 6 Stunden geschrieben hätte, statt 3?

Oft starten nicht-dumme Menschen auf dem traditionellen Weg der Dummen. Man muss sich also nicht schlecht fühlen, nur weil man erst jetzt bemerkt, dass man hereingelegt wurde. Nicht-dumme Menschen bemerken schließlich, dass es in der Tat ziemlich dumm ist Zeit für Geld zu tauschen und dass es einen besseren Weg geben muss. Und den gibt es natürlich. Man muss nur seinen eigenen Wert von seiner (Arbeits-)Zeit lösen.

Schlaue Menschen bauen Systeme, die ein Einkommen rund um die Uhr erzeugen, besonders zu nennen ist hier das passive Einkommen. Man könnte: eine Firma gründen, eine Webseite aufbauen, ein Investor werden oder ein königliches Einkommen erreichen, indem man kreativ tätig wird. Das System erzeugt Einkommen, indem es einen ständigen Wert liefert und wenn es einmal läuft, läuft es unaufhörlich, ob man sich darum kümmert oder nicht. Von diesem Moment an, kann man seine Zeit darin investieren, sein Einkommen zu vergrößern (indem man sein System verbessert oder neue erschafft), anstatt es nur zu erhalten.

Die ursprüngliche [Anm. d. Red.] Seite, von der dieser Artikel stammt ist ein Beispiel für so ein System. Zu der Zeit, als der ursprüngliche Artikel geschrieben wurde (Juli 2006), erzeugte die Seite 9000$ im Monat (und 40.000$ ab Oktober 2006) und das ist nicht einmal mein einziges Einkommen. Ich schreibe jeden Artikel nur einmal (einmaliger Zeitaufwand) und die Leute können Jahr für Jahr Wert aus ihnen ziehen. Der Web Server liefert den Wert und andere Systeme (von denen ich die meisten weder gebaut habe, noch überhaupt verstehe) sammeln die Erträge und legen sie auf meinem Konto ab. Es ist nicht komplett passiv, aber ich liebe das Schreiben und würde es auch gern umsonst machen. Aber natürlich hat es mich viel gekostet, dieses Geschäft zu gründen, richtig? Ähm, naja 9$ ist ja eine Menge heutzutage (um den Domain-Namen anzumelden). Alles andere danach war Profit.

Natürlich benötigt es etwas Zeit und Aufwand um eigenen Systeme zur Einkommenserzeugnung zu entwerfen und umzusetzen. Aber man muss das Rad ja nicht neu erfinden – man muss keine Scheu haben, bereits existierende Systeme, wie Werbenetzwerke und Affiliate Progamme zu nutzen. Wenn es dann einmal richtig läuft, muss man nicht mehr so viele Stunden arbeiten, um davon leben zu können. Wäre es nicht angenehm, mit dem Partner zum Essen auszugehen, und gleichzeitig zu wissen, dass man Geld verdient während man isst? Wenn man lange arbeiten möchte, weil es einem Spaß macht, dann bitte schön, man kann es weiterhin tun. Wenn man lieber mal rumsitzen und nichts machen möchte, auch gut. So lange wie das System weiterhin Werte an Andere vermittelt, wird man weiter bezahlt, ob man nun arbeitet oder nicht.

Der Buchladen um die Ecke ist sicher mit Büchern gefüllt, die funktionsfähige Systeme enthalten, die andere bereits konzipiert, getestet und verfeinert haben. Niemand kommt auf die Welt und weiß wie man eine Firma gründet oder wie man Einkommen aus Kapitalvermögen erzielt, aber man kann es einfach lernen. Wie lange man benötigt, um das für sich auszuknobeln ist irrelevant, da die Zeit sowieso vorbeigehen würde. Entweder man ist irgendwann in der Zukunft der Besitzer eines einkommen-generierenden Systems oder ein lebenslanger Lohnsklave. Es heißt nicht, alles oder nichts. Wenn das System erstmal nur ein paar hundert Euro im Monat abwirft, ist das ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung.

2. Eingeschränkte Erfahrung

Man könnte glauben, es ist wichtig einen Job zu bekommen, um Erfahrungen zu sammeln. Aber das ist wie zu sagen, dass man Golf spielen muss, um in Golf Erfahrungen zu sammeln. Man wird Erfahrung im Leben sammeln, ob man nun einen Job hat oder nicht. Die Anstellung vermittelt nur Kenntnisse im entsprechenden Arbeitsfeld, so dass man von ihr nicht wirklich profitieren kann. Aber man wird „Erfahrung“ sammeln ganz egal, was genau man tut. Sitzt man einige Jahre herum und tut nichts, kann man sich später ein erfahrender Meditator, Philosoph oder Politiker nennen.

Das Problem damit, einen Job zu haben ist, dass man normalerweise nur die selbe beschränkte Tätigkeit immer und immer wieder wiederholt. Man lernt eine Menge am Anfang und stagniert dann. Das führt dazu, dass man zwangsweise weitere Fähigkeiten nicht erwirbt, die sehr wertvoll wären. Und wenn das eigene beschränkte Angebot von Fähigkeiten und Kenntnissen irgendwann überholt ist, ist die eigene Erfahrung auch nichts mehr wert. Man frage sich, was die Kenntnisse und Fähigkeiten, die man gerade sammelt in 20 bis 30 Jahren wert sein werden. Wird das eigene Arbeitsfeld überhaupt noch existieren?

Man sollte sich überlegen, welche Kenntnisse und Fähigkeiten man lieber sammeln würde: solche, die man benötigt, um einen ganz speziellen Job, in welchem man Zeit für Geld tauscht, richtig gut zu machen oder das Wissen, wie man finanzielle Unabhängigkeit für den Rest seines Lebens genießen kann ohne jemals einen Job zu haben zu müssen? Ich würde mich jedenfalls für letzteres Wissen entscheiden. Es erscheint deutlich nützlicher in der wirklichen Welt, oder?

3. Lebenslange Zähmung

Einen Job anzunehmen, ist wie die Teilnahme an einem menschlichen Domestizierungsprogramm. Man lernt, ein braves Haustier zu sein. Man schaue sich um. So richtig. Was sieht man? Ist dies die Umgebung eines freien Menschen? Oder lebt man vielleicht doch eher in einem Käfig voller ohnmächtiger Tiere?

Wie läuft es denn mit dem Gehorsamkeitstraining? Wird man für gutes Benehmen belohnt? Oder wird man etwa diszipliniert, wenn man einmal nicht den Anweisungen des Herrchens gehorcht? Ist ein Fünkchen freier Wille in einem übrig geblieben? Oder hat die Konditionierung einen schon in ein Haustier verwandelt?

Menschen sind doch nicht dafür geschaffen, in Käfigen aufzuwachsen. Armes Ding…

4. Zu viele Mäuler zu stopfen

Die Einkommen von Angestellten sind die, bei denen die meisten Steuern abgezogen werden. In den USA [auch in Deutschland, Anm. d. Red.] kann man davon ausgehen, dass die Hälfte eines jeden Angestellteneinkommens an die Steuer geht. Das Steuersystem ist so konzipiert, um zu verschleiern, wie viel man tatsächlich abgibt, da ein Teil der Steuern schon vom Arbeitgeber gezahlt werden und der Rest auf dem Lohnscheck abgezogen werden. Aber man kann davon ausgehen, dass aus der Sicht des Arbeitgebers alle dieser Steuern als ein Teil der Entlohnung betrachtet werden. Sogar die Miete für den Büroplatz, den ein Angestellter benötigt, wird beachtet, also muss man umso mehr Wert schaffen, um dies abzudecken. Man kann sich von dieser Unternehmsumgebung unterstützt fühlen, aber man bedenke, dass man derjenige ist, der dafür bezahlt.

Ein weiterer Teil des Angestellteneinkommens geht an Eigentümer und Investoren. Es gibt viele Mäuler zu stopfen.

Es ist nicht schwer zu verstehen, dass Angestellte die meisten Steuern verglichen mit ihrem Einkommen zahlen. Denn, wer hat mehr Kontrolle über das Steuersystem? Firmeninhaber und Investoren oder die Angestellten?

Man bekommt nur einen kleinen Teil des Wertes bezahlt, den man erzeugt. Der echte Lohn kann ein Dreifaches von dem sein, was man tatsächlich erhält, aber das meiste davon wird man nie zu Gesicht bekommen. Er geht direkt in anderer Leute Taschen.

Man ist ja großzügig.

5. Viel zu gefährlich

Viele Angestellte glauben, dass ein Job der sicherste und sorgenfreiste Weg ist, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Narren.

Soziale Konditionierung ist schon erstaunlich. Sie ist so gut, dass sie Leute dazu bringen kann, genau das Gegenteil von dem zu glauben, was tatsächlich zutrifft.

Klingt eine Situation sicher und sorgenfrei, in der jemand einem das Einkommen komplett abdrehen kann, indem er drei Worte sagt:

“Sie sind entlassen.”

Wirkt ein einziger Einkommensstrom tatsächlich sicherer als 10?

Die Idee, dass ein Job der sicherste Weg ist, um Geld zu verdienen, ist einfach albern. Man kann keine Sicherheit haben, wenn man keine Kontrolle hat und Angestellte haben einfach die wenigste Kontrolle überhaupt. Wenn man ein Angestellter ist, sollte die wirkliche Berufsbezeichnung “professioneller Zocker” lauten.

6. Einen bösen Viehtreiber zum Boss haben

Wenn man in der Welt der Unternehmer auf einen Idioten trifft, kann man sich herumdrehen und gehen. Wenn man auf einen Idioten in der Welt der Angestellten trifft, muss man sich herumdrehen und sagen:

“Entschuldigen Sie, Boss.”

Schon gewusst – Das Wort Boss kommt aus dem Dänischen (baas) und heißt, sprachgeschichtlich gesehen Meister. Eine andere Bedeutung des Wortes im Englischen ist “Kuh” oder “Rind”. Und in vielen Videospielen ist der Boss der Bösewicht, den man am Ende des Levels töten muss.

Wenn also der eigene Boss tatsächlich der böse Viehtreiber ist, zu was macht es einen selbst? Nicht als ein Vieh in der Herde.

Wer kontrolliert dich?

7. Um Geld betteln

Wenn man eine Gehaltserhöhung will, muss mann dann gerade sitzen und den Meister um mehr Geld anbetteln? Fühlt sich das gut an, ab und zu ein Leckerli extra zu bekommen? Oder hat man die freie Wahl zu entscheiden, wie viel einem gezahlt wird ohne erst eine Erlaubnis einzuholen außer vielleicht seiner eigenen?

Wenn man selbstständig ist und der Kunde

“Nein”

sagt, dann sagt man einfach

“Der Nächste, bitte.”

8. Ein Sozialleben voll Inzucht

Viele Menschen sehen ihre Arbeit als ihren wichtigsten sozialen Umgang. Sie hängen mit Leuten rum, die im selben Gebiet wie sie selbst arbeiten. Solche inzestuösen Beziehungen sind soziale Sackgassen. Ein aufregender Tag enthält tiefgründige Konversationen über den Wechsel der Firma von Lichtenauer zu Volvic, der Verzögerung von Microsofts neuestem Betriebssystem und der unerwarteten Lieferung von zahlreichen Kulis. Man überlege, was es bedeute, nach draußen zu gehen und mit Fremden zu sprechen. Ooooh… furchterregend! Lieber drin bleiben, wo es sicher ist.

Wenn einer der Mit-Sklaven an einen neuen Meister verkauft wird, verliert man dann einen Freund? Wenn man in einem von Männern dominierten Feld arbeitet, heißt das, man kann nie mit einer Frau sprechen, die einen höheren Rang als Rezeptionistin hat? Warum entscheidet man nicht selbst über seinen Umgang, anstatt das seinem Meister zu überlassen? Man kann es glauben oder nicht, aber es gibt tatsächlich Orte auf dieser Welt, an denen Leute sich freiwillig versammeln. Aber Vorsicht vor solchen Leuten – die müssen verrückt sein!

9. Verlust der Freiheit

Es braucht schon eine Menge, um ein menschliches Wesen zu einem zahmen Angestellten zu machen. Als Erstes muss man den freien Willen des Individuums brechen. Ein gutes Mittel dazu ist es, ihnen ein dickes Manual voll mit unsinnigen Regeln und Bestimmungen aufzubürden. Das macht den neuen Angestellten unterwürfiger, da er/sie Angst hat jederzeit für etwas Unverständliches diszipliniert zu werden. Daher wird der Angestellte wahrscheinlich folgern, es wäre das Sicherste den Anweisungen des Meisters zu gehorchen und keine Fragen zu stellen. Man rühre in der Büropolitik für einige Zeit auf und schon hat man einen frischgebackenen Sklaven.

Das Gehorsamkeitstraining sollte einige Lerneinheiten zu Kleidung, Sprache und Bewegung im Büro enthalten. Man kann die Angestellten doch nicht für sich selbst denken lassen, oder? Das würde ja alles ruinieren.

Man stelle auf keinen Fall eine Pflanze auf den Schreibtisch, wenn es die Büroregeln verbieten. Das wäre das Ende der Welt! Katrin hat eine Pflanze auf dem Schreibtisch! Holt die Vollstrecker! Zurück mit ihr zu einer neuen Belehrungsrunde. Freie Menschen finden solche Regeln und Bestimmungen natürlich albern. Die einzigen Grundsätze, die man braucht, sind: “Sei schlau. Sei nett. Tu, was du liebst. Hab Spaß.”

10. Ein Feigling werden

Angestellte haben ja eine schier endlose Kapazität über Probleme in ihrer Firma zu jammern. Aber sie wollen keine Lösungen – sie wollen nur Dampf ablassen und die Schuld auf jemand anderen schieben. Es scheint, als ob ein Angestelltenverhältnis allen freien Willen aus den Leuten saugt und sie in rückgratlose Feiglinge verwandelt. Wenn man seinen Chef nicht ab und zu einen Idioten nennen kann, ohne Angst zu haben gefeuert zu werden, ist man nicht länger frei. Man ist sein Eigentum geworden.

Wenn man den ganzen Tag mit Feiglingen zusammen ist, ist es dann nicht wahrscheinlich, dass das abfärbt? Natürlich wird es abfärben. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis man die nobelsten Teile der Menschlichkeit auf dem Altar der Angst geopfert werden: erst Mut, dann Ehrlichkeit, dann Ehre, dann Integrität und schließlich der freie Wille. Man verkaufte seine Menschlichkeit für nichts als eine Illusion. Und nun ist die größte Angst zu entdecken, was man tatsächlich geworden ist.

Mir ist egal, wie schlimm man unterdrückt worden ist. Es ist nie zu spät, seinen Mut wiederzufinden. Nie!

Immer noch Lust auf einen Job?

Wenn man ein gut konditionierter und gut erzogener Angestellter ist, wird die Reaktion auf die eben genannten Fakten höchstwahrscheinlich Verteidigung sein. Das ist alles Teil der Konditionierung. Aber man sollte bedenken, dass wenn das eben Genannte nicht ein Körnchen Wahrheit in sich hätte, man überhaupt keine emotionale Reaktion zeigen würde. Dies nur eine Erinnerung an etwas, dass man sowieso schon weiß. Man kann seinen Käfig leugnen, aber er ist immernoch da. Vielleicht ist er ganz allmählich entstanden, so dass man ihn nie bemerkt hat, bis jetzt… Wie ein Hummer, der ein schönes heißes Bad genießt.

Wenn man jetzt Ärger spürt, wäre das ein Schritt in die richtige Richtung. Ärger ist auf einer höheren Bewusstseinsstufe als Apathie. Ärger ist also besser, als die ganze Zeit benommen zu sein. Jede Emotion – sogar Verwirrung – ist besser als Apathie. Wenn man seine Gefühle bearbeitet, anstatt sie zu unterdrücken, dann wird man bald an der Schwelle zum Mut landen. Wenn das schließlich passiert, wird man den Mut haben, tatsächlich an seiner Situation etwas zu ändern und wie der leistungsfähige Mensch zu leben, der man sein sollte und nicht wie ein domestiziertes, trainiertes Haustier.

Glücklich ohne Job

Was ist nun die Alternative zum Angestelltenverhältnis? Die Alternative ist, ohne Job glücklich zu sein und seinen Lebensunterhalt auf anderen Wegen zu verdienen. Man muss erkennen, dass man Geld verdient, indem man einen Nutzen bietet – und nicht Zeit. Also einen Weg finden diesen Nutzen für Andere bereitzustellen und einen fairen Preis dafür zu verlangen.

Einer der einfachsten Wege ist, seine eigene Firma zu gründen. Welche Arbeit auch immer man im Angestelltenverhältnis erledigt (oder erledigen könnte), man sollte seinen Weg finden, diesen Nutzen direkt denjenigen zu bieten, die davon am meisten profitieren. Man braucht sicher ein wenig Zeit, bis die Firma läuft, aber die persönliche Freiheit ist die anfängliche Investition von Zeit und Energie auf jeden Fall wert. Dann kann man sich zur Abwechslung seine eigenen Leckerli kaufen.

Alles was man auf dem Weg lernt kann man mit anderen teilen, um einen Nutzen daraus zu ziehen. So kann man sogar aus den eigenen Fehlern Geld machen.

Eine der größten Ängste, der man sich stellen muss, ist, dass man keinen wirklichen Nutzen für andere zu bieten hat. Vielleicht ist das Beste, was man leisten kann, einfach ein Angestellter zu sein und stundenweise bezahlt zu werden. Vielleicht ist man einfach nicht mehr wert. Dieser Gedankengang ist nur ein Teil der Konditionierung. Er ist Nonsens. Wenn man beginnt diese Gehirnwäsche zu überwinden, wird man bald erkennen, dass man die Fähigkeiten hat, einen enormen Wert für andere bereitzustellen und dass die Leute gern dafür bezahlen werden. Es gibt nur Eines, dass einen abhält die Wahrheit zu sehen – Angst.

Alles was man benötigt, ist der Mut, man selbst zu sein. Der eigene Wert ist in dem verwurzelt, was man ist, nicht in dem, was man tut. Das einzige, was man wirklich tun muss, ist das eigene Selbst an die Oberfläche zu bringen. Man hat alle möglichen Lügen gehört, warum man nicht in der Lage ist, dies und das zu tun. Aber man wird nie wirkliches Glück und echte Erfüllung kennenlernen, bis man den Mut hat, es trotzdem zu tun.

Das nächste Mal, wenn jemand sagt:

“Such dir eine Arbeit!” würde ich die Antwort vorschlagen, die Curly gab:

“Nein, bitte… nicht das! Alles aber nicht das!”

Und dann demjenigen eine runterhauen.

Nun weiß man meist schon tief in sich drin, dass einen Job zu haben, nicht das ist, was man wirklich will. Also sollte man sich auch nicht von anderen sagen lassen, dass es so ist. Man muss lernen, seiner Intuition zu vertrauen, auch wenn die ganze Welt meint, dass man wäre dumm das zu tun. Jahre später wird man zurückblicken und erkennen, dass es die beste Entscheidung war, die man je getroffen hat.

Abschließende Gedanken

Während ich nicht jedem empfehlen würde ein Online-Business zu gründen, ist es für Viele einer der besten Wege, seinen Lebensunterhalt ohne Job zu bestreiten. Für mich hat es auf jeden Fall abartig gut funktioniert. Wenn man Interesse hat, mehr über diese Möglichkeit zu erfahren, sollte man diesen Artikel lesen: [Anm. d. Redaktion: Kommt demnächst!] “Wie man sein eigenes erfolgreiches Online-Business aufbaut”