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Steve Pavlina Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen Steve Pavlina - Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen

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Das ganz private Universum

Leben wir in einem Traum?

Kann man beweisen, dass das Universum außerhalb der eigenen Wahrnehmung existiert?

Alles, was man von ihm erlebt, erfährt man durch seine Sinne oder es findet in der eigenen Vorstellung statt. Alles. Alles, das man als wissenschaftlich oder logisch oder objektiv betrachtet, findet trotz allem durch die eigenen Sinne und Gedanken zu einem – Menschen, Orte, Ereignisse, Träume, … alles.

Hier sind einige Fragen, die man bedenken sollte:

  • Woher weiß man, dass man sich nicht innerhalb einer Simulation befindet, in der einem alles eingetrichtert wird, was man wahrnimmt, inklusive der Erinnerungen, die man für die eigenen hält?
  • Wie kann man sich sicher sein, dass man vor einem Jahr oder einer Minute existiert hat? Wenn man gerade so entstanden wäre, mit all den Erinnerungen, wie würde man es wissen?
  • Wie weiß man, dass all die anderen Menschen, denen man begegnet, tatsächlich bei Bewusstsein sind und nicht nur Projektionen, wie NPCs (Non-Player-Character = keine tatsächlichen Spieler) in einem Rollenspiel? Hat man jemals ein anderes Bewusstsein als sein eigenes erfahren?
  • Wenn man seinem eigenen, beschränkten Standpunkt nicht entkommen kann, wie kann man beweisen, dass ein objektives Universum außerhalb seiner Selbst tatsächlich existiert?
  • Wie kann man die Existenz von irgendwas außerhalb seiner eigenen Simulation beweisen ohne auf diese zurückzugreifen?
  • Gibt es überhaupt etwas, wenn man es nicht wahrnimmt oder nicht darüber nachdenkt?
  • Kann man beweisen, dass ein Stein existiert, wenn man ihn nicht aktiv wahrnimmt?
  • Existieren die Menschen im eigenen Umfeld weiter, wenn man nicht bei ihnen ist? Oder ist die Simulation effizienter und erschafft nur genau das, was man gerade wahrnimmt?
  • Wenn man einen Traum hat, sind die Charaktere im Traum dann bei Bewusstsein oder sind sie Projektionen des Unterbewusstseins?
  • Wenn man träumt, dass man sich in einem Raum befindet, gibt es dann irgendetwas außerhalb dieses Raumes? Schert sich die Traumwelt darum etwas zu simulieren, das man nicht wahrnehmen kann?
  • Wieso denkt man eigentlich, dass die Welt im Wachzustand anders ist, als die persönliche Traumwelt? Wieso meint man, dass die eine nur im Geiste auftritt und die andere außerhalb dessen? Ist es möglich, dass beide nur im eigenen Geist auftreten?
  • Ist man selbst vielleicht das einzige bewusste Wesen, das im persönlichen Universum existiert? Ist das eine validere Annahme als die, das alle anderen Charaktere, denen man begegnet, genauso bei Bewusstsein sind, wie man selbst? Nimmt man dasselbe an, wenn man träumt?

Uns wurde beigebracht, dass man ein denkendes Objekt ist, das in einer materiellen Welt herumläuft. Aber ist es nicht möglich, dass diese materielle Welt nur eine Simulation ist, die nur im eigenen Geist existiert?

Was wäre, wenn das gesamte Universum nur aus dem besteht, was man im Moment wahrnimmt? Was wäre, wenn außerhalb des eigenen Wahrnehmungsbereiches überhaupt nichts wäre?

  • Hat man jemals Löcher in der eigenen Simulation entdeckt?
  • Hat man jemals versucht, seine eigenen Gedanken bewusst zu lenken, um Veränderungen in der Simulation vorzunehmen (d.h. auf die Simulation einzuwirken, statt andersherum?)?
  • Ist man sich darüber im Klaren, was passiert, wenn man dies tut?
  • Wenn die Gedanken inkongruent zur Simulation werden, was passt sich dann an das andere an?
  • Wenn man sich auf etwas intensiv konzentriert, potenziert sich seine Existenz im eigenen Universum?
  • Simuliert man eine Vergangenheit und eine Zukunft für sich, um die Illusion der Zeit zu erschaffen?
  • Projiziert man die Vergangenheit auf die Zukunft? Ist man sich darüber im Klaren, das man das nicht machen muss?
  • Sagt einem die eigene Simulation, worüber man nachdenken soll oder sagt man ihr, was sie simulieren soll?
  • Warum wird man immer müder, je länger die Simulation durchgängig läuft? Warum muss man schlafen? Was passiert mit der eigenen Simulation, während man dies tut?
  • Wie beeinflusst die eigene Überzeugung von einer objektiven Realität diese?
  • Was würde mit der eigenen Simulation passieren, wenn man daran glauben würde, dass sie völlig subjektiv ist?
  • Kann man sich erlauben zu denken, was immer man will?
  • Wann hat man das letzte Mal einen Gedanken hervorgebracht, der nicht nur eine Reaktion auf die Simulation war?
  • Wie oft beendet man die Simulation? Wie fühlt es sich an, wenn man das tut? Weiß man überhaupt, wie man sie ausstellt?

Gedankenfutter …