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Die China-Studie

Die China-Studie ist die größte und umfangreichste Forschung zum Thema Ernährung

Ich lese gerade ein hervorragendes Buch names Die China-Studie von T. Colin Campbell. Das Buch gehört zu den Top 500 meistverkauften Büchern bei Amazon und hat ein Bewertung von 4,5 Sternen.

Die New York Times meint dazu:

“… basiert auf den Erkenntnissen der größten und umfangreichsten Studie, die je unternommen wurde, um die Beziehung zwischen Ernährung und dem Risiko Krankheiten zu entwicklen, zu erforschen.”

Meiner Meinung nach, ist es eins der wichtigsten Bücher die je zum Thema Ernährung geschrieben worden.

Die China-Studie von T. Colin Campbell

Englisches Original

Die China-Studie ist unglaublich gut lesbar und präsentiert solide und überzeugende Beweise, dass, für allgemeine Gesundheit, Energie, Gewichtskontrolle und Krankheitsprävention, eine pflanzenbasierte Ernährung mit möglichst wenig verarbeiteten Produkten, die bestmögliche Ernährung ist. Und auch wenn man den Anteil tierischer Produkte in seiner Ernährung von 10% auf 0% senkt, wird man immernoch signifikante Verbesserungen bemerken.

The Great American Detox Diet von Alex Jamieson

Eine Sache, die ich wirklich an diesem Buch mag, ist, wie einfach die Prinzipien sind. Im Endeffekt läuft es auf eine Ernährung mit unverarbeiteten, pflanzlichen Produkten hinaus und es wird erklärt, warum das tatsächlich alles ist, was man machen muss. Kein Kalorienzählen, keine Sorgen um Kohlenhydrate oder Proteine oder anderen Quatsch. Das ist die Ernährung auf die Morgan Spurlock von seiner Freundin gesetzt wurde, nachdem er seine Gesundheit mit seiner Nur-Fast-Food-Ernährung in dem Film Supersize Me runiniert hat. Sie hat sogar ein Buch The Great American Detox Diet darüber geschrieben, in dem sie auch die Vorteile einer vollwertigen veganen Ernährung anpreist. Ihre Ernährung hat nach dem Film Spurlocks Gesundheit schnell wieder hergestellt.

Meine persönliche Erfahrung mit dieser Ernährung

Supersize Me von Morgan Spurlock

Eine Sache, dir mir bei einer vollwertigen, veganen Ernährung aufgefallen ist – im Kontrast zu einer mehr “mülligen” veganen Ernährung, bei der man eine Menge verfeinerter und verarbeiteter Produkte zu sich nimmt – ist, dass ich soviele Kalorien essen kann wie ich will und dennoch nicht zunehme. Ich kann sogar 3000 bis 4000 Kalorien pro Tag essen und verliere trotzdem an Gewicht; auch wenn ich überhaupt nicht trainiere und nichts anderes mache, als sitzend am Schreibtisch zu arbeiten. Ich kann bergeweise kalorienreiche, sogar fettreiche Nahrungsmittel wie Nüsse und Banane-Nuss-Shakes futtern und mein Körperfett nimmt nicht zu. Zudem (nach einer anfänglichen Entgiftungsphase von ungefähr einer Woche) fühle ich mich unglaublich gut, wenn ich mich so ernähre.

Die Kalorien-Theorie ist einfach falsch. Der Grund, warum eine Kalorienrestriktion beim Abnehmen zu helfen scheint, liegt daran, dass wenn du deine Ernährung beibehälst, aber die Menge einschränkst, dann isst du auch automatisch weniger Junk Food. Und wenn ich “Junk Food” sage, dann meine ich alles, was kein vollwertiges, natürliches Lebensmittel ist, wie z.b. Früchte, Gemüse, Vollkorn-Produkte, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte. Ich habe – wie auch viele andere – festgestellt, dass du wie ein Schwein essen kannst – soviele Kalorien, wie du willst – und dennoch Gewicht verlieren wirst, wenn du ein paar Pfunde zuviel hast, die der Körper gerne loswerden möchte. Es ist nicht die Menge an Nahrung, sondern ihre Qualität, die wichtig ist.

Also wo kommt dann der Gewichtsverlust her? Die Kalorien-Theorie vermutet, dass das Fett ein Weg des Körpers ist um überschüssige Energie zu speichern, aber eine andere Theorie besagt, dass das Fett dazu da ist um Giftstoffe abzulagern. Ich kann nicht sagen, dass die zweite Theorie jetzt absolut richtig ist, aber nach meiner Erfahrung, kommt sie der Sache schon viel näher als die erste Theorie. Wenn ich weniger “verfeinerte” Produkte zu mir nehme, dann scheint es, als ob mein Körper eine Chance bekommt, einiges an Giftstoffen auszuschwemmen, was er vorher nicht geschafft hat – und dabei verbrenne ich wie verrückt Körperfett. Es ist keine Seltenheit, dass ich dabei fünf Pfund in einer Woche verliere. Ich habe ein Körperfett-Messgerät, das recht genau zu sein scheint, und ich kann dabei zu sehen, wie mein Körperfettanteil sinkt, wenn ich auf diese Weise an Gewicht verliere.

Als meine Frau und ich uns 1997 entschieden, vegan zu leben (nachdem wir bereits mehrere Jahre Lacto-Ovo-Vegetarier waren), verloren wir beide jeweils sieben Pfund in den ersten sieben Tagen. Aber wir haben uns hinsichtlich der Kalorien nicht eingeschränkt. Der Gewichtsverlust kam durch den ganzen Mist zustande, den unser Körper jetzt endlich loswerden konnte. Ich habe andere Erfahrungsberichte von Leuten gelesen, die 25-30 Pfund in den ersten 30 Tagen verloren haben, nachdem sie auf diese Ernährung umgestiegen sind. Sogar Tony Robbins erzählt, dass er 30 Pfund in 30 Tagen verloren hat – mit einer ähnlichen Ernährungsweise. Das ist prinzipiell unmöglich, wenn man mit der Kalorien-Theorie an die Sache herangeht, aber es macht eine Menge Sinn, wenn man der Giftstoffe-Theorie glaubt.

Und wie die China-Studie festgestellt hat, ist diese Ernährung nicht nur die beste (und einfachste) für langanhaltenden Gewichtsverlust, sondern auch die beste Ernährung um Krankheiten vorzubeugen und große gesundheitliche Probleme wieder zu beheben. Und noch ein Plus, mit dieser Ernährung wirst du dich super fühlen.

Ein Nebeneffekt, den ich für mich festgestellt habe, ist, dass sie auch emotional gesehen, die beste Ernährung für mich ist. Wenn ich so esse, dann spüre ich, dass mein emotionales “Immunsystem” auf Hochtouren läuft. Ich verspüre deutlich weniger negative Emotionen und weitaus mehr positive. Ich fühle mich emotional belastbarer. Oft habe ich so ein subtiles Gefühl von Euphorie, dass tagelang anhält. Das ist es, wie gute Gesundheit sich anfühlen sollte. Wenn du Probleme mit negativen Gefühlen hast, dann ist höchstwahrscheinlich deine Ernährung das Problem. Keine Menge an Disziplin wird dir helfen, wenn die Nahrungsmittel, die du isst, dein Endokrin-System aus dem Gleichgewicht bringen. Natürlich gibt es anfänglich (ungefähr eine Woche) eine Art männliches PMS (Prämenstruelles Syndrom) – da der Körper sich erstmal wieder ins Gleichgewicht bringen muss. Ich verspüre da große Stimmungsschwankungen und bin unausstehlich. Ich laufe herum und bin wegen allem genervt. Aber nach dieser Anpassungsphase stellt sich schnell ein anhaltendes Gefühl von allgemeiner Zufriedenheit ein und äußere Umstände schaffen es kaum noch mich zu stressen oder zu ärgern.

Es ist wirklich traurig, dass die meisten Menschen in ihrem ganzen Leben nie diesen Zustand erleben. Was die meisten Menschen für ihren “Normal-Zustand” halten, ist vermutlich nur eine 3 auf einer Skala von 1 bis 10, wobei die 10 der Zustand ist, wenn man sich voller Energie und positiv fühlt – dank einer vollwertigen, pflanzlichen Ernährung. Aber da die meisten nie mehr als eine 4 erlebt haben (mit Ausnahme von Momenten unter dem Einfluss illegaler Substanzen), wissen sie einfach nicht, wie sich das anfühlt. Der beste Vergleich, der mir einfällt, ist, wenn man meditiert und dabei einen Zustand tiefer, geistiger Entspannung erlebt hat – gemischt mit einem milden Gefühl von Euphorie. Stell dir mal vor, so fühlst du dich den ganzen Tag lang. Das ist nicht exakt beschrieben, aber kommt der Sache nahe. Zumindest fühlt es sich für mich so an. Jeder macht da andere Erfahrungen …

Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass ich scheinbar viel besser denken kann, wenn ich mich so ernähre. Ich kann mich sehr stark über längere Zeit auf ein Problem konzentrieren ohne mich selbst zu unterbrechen. Ich kann mehr Gedanken in meinem Kopf halten, schwierigere Probleme knacken und generell habe ich ein Gefühl von mentaler Klarheit. Wenn ich anfange mehr verarbeitete Lebensmittel zu essen, dann fühle ich mental vernebelt.

Auch wenn der Umstieg auf so eine Ernährung sehr schwierig sein kann, ist es dann doch sehr einfach sie beizubehalten. Es ist wie mit dem Etablieren einer neuen Gewohnheit. Die Gewohnheit anzunehmen ist hart, aber wenn sie einmal drin ist, dann fährt sie auf Autopilot.

Ich esse bei dieser Ernährung weitaus interessantere und vielfältigere Nahrungsmittel, als ich es je als Fleischesser getan habe. Einige meiner Lieblingssachen sind Nori Maki (Nori-Reis-Rollen mit Gemüse und Avocado), Guacamole, Banane-Nuss-Shakes und Haferflocken-Apfel-Kekse. Außerdem liebe ich scharfe Gerichte, insofern ist meine Ernähung alles andere als langweilig. Und es ist sehr angenehm, dass ich bei diesen Nahrungsmitteln unbeschränkt zugeschlagen darf. Ich würde sagen, zur Zeit komme ich bestimmt auf durchschnittlich 3500 Kalorien pro Tag und ich nehme nicht zu. Eine Ernährung mit vielen Giftstoffen und dann 2000 Kalorien weglassen? Das klingt nicht sehr ansprechend. Da würde ich ja das zweite Frühstück verpassen.

Ich möchte betonen, dass “vegan” nicht wirklich eine Ernährung in dem Sinne ist. Vegan bedeutet, dass keine tierischen Produkte vorkommen, aber man könnte eine vegane Ernährung auf nichts anderem als Junk Food, wie Pommes, Süßigkeiten und Limonade aufbauen – oder man könnte eine vollwertige Rohkost-Ernährung versuchen. Beides ist vegan, aber es dazwischen gibt es riesige Unterschiede. Sich vegan zu ernähren ist an für sich nicht genug um eine Garantie für gute Gesundheit darzustellen. Einige Veganer essen eine Menge Junk Food und ihre Gesundheit leidet darunter. Das gleiche gilt auch für Vegetarier. Tierische Produkte rauszuwerfen ist ein guter Anfang, aber das reicht nicht. Zufälligerweise empfehlen inzwischen viele Leute, dass man Milchprodukte aufgeben soll – noch vor Fleisch. Milchprodukte gehören mit zu dem ungesündesten Müll, den man sich einverleiben kann.

Wenn du gerne diese Bücher mit ihren langweiligen Diäten und den fetten Doktoren auf dem Cover überspringen möchtest und eine wirklich einzigartige, langfristige Forschungsstudie darüber lesen willst, was wirklich in allen Bereichen (Gewichtskontrolle, Krankheitspräventation, viel Energie) hilft, dann lies Die China-Studie. Das wird dir die Augen, für einen ganz neuen und gesünderen Weg dich zu ernähren, öffnen.