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Steve Pavlina Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen Steve Pavlina - Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen

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Die Ebenen des Bewusstseins

Im Buch Die Ebenen des Bewusstseins. Von der Kraft, die wir ausstrahlen von David R. Hawkins gibt es eine Hierarchie der Ebenen des Bewusstseins.

Das ist ein interessantes Denkmuster. Wenn man das Buch liest, ist es auch ziemlich leicht, herauszufinden, wo man sich selbst in dieser Hierarchie findet, basierend auf der derzeitigen Lebenssituation.

Die Ebenen des Bewusstseins von tief zu hoch sind:

  1. Scham
  2. Schuld
  3. Apathie
  4. Trauer
  5. Angst
  6. Verlangen
  7. Wut
  8. Stolz
  9. Mut
  10. Neutralität
  11. Willigkeit
  12. Akzeptanz
  13. Vernunft
  14. Liebe
  15. Freude
  16. Frieden
  17. Erleuchtung

Während man zu unterschiedlichen Zeiten zwischen den Ebenen wechseln kann, gibt es normalerweise eine hervorstechende “normale” Ebene für jeden. Wenn man diesen Blog liest, ist es wahrscheinlich, dass man wenigstens auf der Mut-Ebene ist – wenn man auf einer tieferen Ebene wäre, hätte man wahrscheinlich kein Interesse an Persönlichkeitsentwicklung.

Ich werde diese Ebenen der Reihenfolge nach beschreiben und mich dabei besonders auf diejenigen zwischen Mut und Vernunft konzentrieren, weil man als Leser dieses Blogs sich vermutlich auf einem Level dieser Auswahl befindet. Die Namen sind die von Hawkins. Die Beschreibungen jeder Ebene basieren auf Hawkins Beschreibungen, sind aber mit meinen eigenen Gedanken gemischt. Hawkins definiert diese Hierarchie als eine logarithmische Skala, es erreichen also viel weniger Leute die hohen Ebenen als die unteren. Ein Wechsel von einer Ebene zur nächsten führt zu einer enormen Veränderung im eigenen Leben.

  1. Scham
    Nur einen Schritt vom Tod entfernt. Wahrscheinlich erwägt man auf dieser Stufe Selbstmord. Entweder das, oder man ist ein Serienkiller. Man kann darüber als auf sich selbst gerichteten Hass denken.
  2. Schuld
    Ein Schritt über Scham, aber man mag immer noch Gedanken über Selbstmord hegen. Man sieht sich selbst als Sünder, unfähig, sich selbst für vergangene Fehler zu vergeben.
  3. Apathie
    Sich hoffnungslos und als Opfer fühlen. Der Zustand erlernter Hilflosigkeit. Viele Obdachlose stecken hier fest.
  4. Trauer
    Ein Zustand der andauernden Traurigkeit und des Verlustgefühls. Auf diese Ebene kann man fallen, wenn man einen geliebten Menschen verloren hat. Depression. Immer noch höher als Apathie, da man beginnt der Gefühllosigkeit zu entfliehen.
  5. Angst
    Die Welt als gefährlich und unsicher betrachtend. Paranoia. Normalerweise benötigt man Hilfe, um über diese Ebene hinweg zu kommen oder man wird für eine lange Zeit gefangen sein, wie zum Beispiel in einer missbräuchlichen Beziehung.
  6. Verlangen
    Nicht zu verwechseln mit Zielsetzung und Zielerreichung, dies ist die Ebene der Abhängigkeit, des Verlangen und der Lust – nach Geld, Anerkennung, Macht, Berühmtheit etc. Konsumdenken. Materialismus. Das ist die Ebene des Rauchens, Trinkens und des Drogenmissbrauchs.
  7. Wut
    Die Ebene der Frustration, häufig dadurch ausgelöst, dass die eigenen Wünsche auf einer tieferen Ebene nicht erfüllt wurden. Diese Ebene kann einen anspornen durch Handlungen eine höhere Ebene zu erreichen oder man kann im Hass stecken bleiben. In einer missbräuchlichen Beziehung sieht man häufig eine Angst-Person mit einer Wut-Person verbunden.
  8. Stolz
    Die erste Ebene, auf der man anfängt, sich gut zu fühlen, aber es ist ein falsches Gefühl. Es hängt von äußeren Umständen ab (Geld, Prestige etc.), daher ist es verwundbar. Stolz kann zu Nationalismus führen, zu Rassismus und religiösen Kriegen. Man denke an die Nazis. Ein Zustand der irrationalen Verleugnung und Verteidigung. Religiöser Fundamentalismus steckt ebenso auf dieser Ebene fest. Man fühlt sich seinem Glauben sehr stark verbunden und empfindet einen Angriff auf den Glauben daher als einen Angriff auf sich selbst.
  9. Mut
    Die erste Ebene wahrer Stärke. Ich habe bereits über diese Ebene geschrieben. Mut ist der Anfang. Das ist der Punkt, an dem man beginnt, das Leben als herausfordernd und aufregend, anstatt überwältigend zu betrachten. Man beginnt Andeutung von Interesse in die Persönlichkeitsentwicklung zu haben, obwohl man es auf dieser Ebene wohl als etwas anderes bezeichnen wird, wie Fähigkeitserweiterung, Karriereaufstieg, Bildung etc. Man beginnt, die Zukunft als eine Verbesserung der Vergangenheit zu sehen und nicht mehr als eine einfache Fortsetzung.
  10. Neutralität
    Diese Ebene ist der Inbegriff des Sprichwortes: “Leben und leben lassen”. Man ist flexibel, entspannt und ungebunden. Was immer passiert, man kann den Schlägen ausweichen. Man muss niemandem etwas beweisen. Man fühlt sich sicher und kommt mit anderen Menschen gut aus. Viele Selbstständige befinden sich auf dieser Ebene. Ein sehr angenehmer Ort. Die Ebene von Selbstzufriedenheit und Faulheit. Man kümmert sich um seine Bedürfnisse, aber bloß nicht übertreiben!
  11. Willigkeit
    Man fühlt sich nun grundsätzlich sicher und wohl, man fängt an, seine Energie effektiver zu nutzen. Nur durchzukommen, ist nicht mehr gut genug. Man beginnt sich darum zu sorgen, dass man auch einen guten Job macht – vielleicht sogar sein Bestes gibt. Man denkt über Zeitmanagement, Produktivität und sich zu ordnen nach, Dinge die auf der Ebene der Neutralität nicht so wichtig für Einen waren. Man sollte sie als Ebene der Entwicklung von Willensstärke und Selbstdisziplin betrachten. Diese Leute sind die “Soldaten” der Gesellschaft; sie machen ihre Sache gut und beschweren sich nicht viel. Wenn man in der Schule ist, dann ist man ein wirklich guter Schüler; man nimmt das Lernen ernst und nimmt sich die Zeit, seine Sache gut zu machen. Das ist der Punkt, an dem das Bewusstsein organisierter und disziplinierter wird.
  12. Akzeptanz
    Nun passiert eine mächtige Veränderung und man erkennt die Möglichkeiten der Eigeninitiative im Leben. Auf der Ebene der Willigkeit wurde man kompetent und nun will man seine Fähigkeiten nutzen. Es ist die Ebene, auf der man sich Ziele setzt und sie erreicht. Ich mag die Bezeichnung ‘Akzeptanz’, die Hawkins hier nutzt, nicht, aber grundsätzlich meint er, dass man anfängt, seine Verantwortung für die eigene Rolle in der Welt zu akzeptieren. Wenn etwas im eigenen Leben nicht richtig läuft (die eigene Gesundheit, Karriere, Beziehung), definiert man das gewünschte Ergebnis und arbeitet darauf zu. Man beginnt das große Bild seines Lebens klarer zu sehen. Auf dieser Ebene ändern viele Menschen ihre berufliche Laufbahn, gründen eine Firma oder verändern ihre Ernährung.
  13. Vernunft
    Auf dieser Ebene überwindet man die emotionalen Aspekte der tieferen Ebenen und beginnt, klar und vernünftig zu denken. Hawkins bezeichnet diese Ebene als die der Medizin und Wissenschaft. Ich finde, dass man auf dieser Ebene fähig wird, seine Fähigkeit zur Vernunft voll zu nutzen. Man hat nun die Disziplin und die Eigeninitiative, um die eigenen natürlichen Fähigkeiten voll zu verwerten. Man hat den Punkt erreicht, an dem man sagt:
    “Wow. Ich kann all diese Dinge tun und ich weiß, dass ich diese Möglichkeit gut nutzen muss. Was ist also der beste Nutzen für meine Talente?”
    Man sieht sich in der Welt um und fängt an, sinnvolle Beiträge beizusteuern. Am hohen Ende der Ebene ist dies die Ebene von Einstein und Freud. Es ist wahrscheinlich offensichtlich, dass die meisten Menschen diese Ebene in ihrem ganzen Leben nie erreichen.
  14. Liebe
    Ich mag Hawkins Bezeichnung “Liebe” nicht, weil es sich hier nicht um die Emotion der Liebe handelt. Es ist vorbehaltlose Liebe, ein fortwährendes Verständnis der eigenen Verbindung mit Allem was existiert. Mitgefühl. Auf der Ebene der Vernunft lebt man, um seinem Kopf zu dienen. Aber das wird schließlich zu einer Sackgasse in der man in die Falle des Über-Intellektualisierens tappt. Man bemerkt, dass man einen größeren Zusammenhang benötigt, als nur um des Denkens willen zu denken. Auf der Ebene der Liebe verschreibt man nun seinen Kopf und all seine anderen Talente und Fähigkeiten seinem Herzen (nicht seinen Gefühlen, aber dem höheren Sinn von richtig und falsch – dem Gewissen). Ich betrachte sie als die Ebene, auf der man seinen wahren Zweck erkennt. Die eigenen Motive auf dieser Ebene sind rein und nicht durch die Wünsche des Ego bestochen. Dies ist die Ebene des lebenslangen Dienstes für die Menschheit wie bei Ghandi, Mutter Teresa und Albert Schweitzer. Ab diesem Punkt wird man auch von einer Kraft geführt, die stärker als man selbst ist. Es ist ein Gefühl des Loslassens. Die eigene Intuition wird extrem stark. Hawkins meint, dass nur 1 von 250 Menschen diese Ebene in ihrem Leben erreichen.
  15. Freude
    Ein Zustand des durchdringenden, unerschütterlichen Glücks. Eckhard Tolle beschreibt es in seinem Buch Jetzt! Die Kraft der Gegenwart Nur mit Menschen dieser Ebene zusammen zu sein, fühlt sich schon wunderbar an. Auf dieser Ebene wird das Leben vollkommen auf der Basis von Synchronizität und Intuition geführt. Man hat nicht mehr das Bedürfnis, Ziele zu setzen und detaillierte Pläne aufzustellen – die Ausdehnung des eigenen Bewusstseins erlaubt es einem, auf einer viel höheren Ebene zu agieren. Eine Nah-Toderfahrung kann einen temporär auf diese Ebene stoßen.
  16. Frieden
    Völlige Transzendenz. Hawkins meint, dass nur einer von 10 Millionen Menschen diese Ebene erreicht.
  17. Erleuchtung
    Die höchste Ebene menschlichen Bewusstseins, auf der sich Menschlichkeit und Göttlichkeit vermischen. Extrem selten. Die Ebene von Krishna, Buddha und Jesus. Nur über Menschen auf dieser Ebene nachzudenken, kann das eigene Bewusstsein heben.

Ich denke, es lohnt sich, über dieses Modell nachzudenken. Nicht nur Menschen, auch Objekte, Ereignisse und ganze Gesellschaften können diesen Ebenen zugeordnet werden. Über das eigene Leben hinweg kann man beobachten, dass einige Teile auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden, aber es sollte möglich sein, die derzeitige allgemeine Ebene zu identifizieren. Man kann sich allgemein auf der Ebene der Neutralität befinden, aber noch abhängig von Zigaretten sein (Ebene des Verlangens). Man wird bemerken, dass die tieferen Ebenen als ein Sog fungieren, der den Rest des eigenen Selbsts zurückhält. Aber man wird auch höhere Ebenen in seinem Leben finden. Man mag auf der Ebene der Akzeptanz sein und ein Buch auf der Ebene der Vernunft lesen und sich wirklich inspiriert davon fühlen. Man sollte über die stärksten Einflüsse in seinem momentanen Leben nachdenken. Welche heben die Bewusstseinsebene? Welche senken sie ab?

Eine Sache, die ich an den Bewusstseinsebenen mag, ist, dass ich sie rückblickend über mein Leben hinweg verfolgen kann und dadurch sehe, wie ich mich durch sie hinweg entwickelt habe. Ich erinnere mich, dass ich lange auf der Ebene der Schuld festsaß – als Kind wurde ich in ein Glaubenssystem eingewiesen, in welchem ich ein hilfloser Sünder war und in welchem ich anhand der Standards von jemandem auf der Ebene der Liebe oder höher beurteilt wurde. Von dort stieg ich auf die Ebene der Apathie auf, auf der ich gefühllos gegenüber all dem war. In der High School hatte ich dann die Ebene des Stolzes erreicht – ich war ein Schüler, der nur Einsen schrieb, Kapitän des Akademischen Zehnkampfteams, schwamm in Auszeichnungen und Preisen, aber ich hing auch von ihnen ab. Im späten Teenageralter erreichte ich die Ebene des Mutes, aber der Mut war sehr unfokussiert und so übertrieb ich es und bekam viele Schwierigkeiten. Dann verbrachte ich etwa ein Jahr in Neutralität und arbeitete mich während meiner 20er mit viel bewusster Anstrengung durch Willigkeit und Akzeptanz. Momentan befinde ich mich auf der Stufe der Vernunft und vollende sie bald, um auf die Stufe der Liebe zu springen. Ich erfahre den Zustand der Liebe immer öfter und sie leitet schon viele meiner Entscheidungen, aber sie ist noch nicht zu meiner normalen Ebene geworden. Ich habe auch schon den Zustand der Freude für einige Tage erlebt, aber bisher ohne Konstanz. Dieser Zustand ist ein durchdringendes Gefühl natürlicher Euphorie, als ob ich im Inneren in positiver Energie explodiere. Der Gedanke daran allein zwingt mich buchstäblich, zu lächeln. In diesem Zustand bin ich schon den ganzen heutigen Morgen, wahrscheinlich weil ich heute noch nichts gegessen habe (ich finde es leichter, diese Bewusstseinsebene zu erreichen, wenn ich leicht oder gar nichts esse).

Wenn man den Ablauf irgendeiner gegebenen Woche verfolgt, kann man erkennen, dass man natürlich zwischen mehreren Zuständen wechselt. Man wird wahrscheinlich 3-4 Ebenen erkennen, auf denen man die meiste Zeit zubringt. Ein Weg, seinen “natürlichen” Zustand herauszufinden ist es, darüber nachzudenken, wie man sich unter Druck verhält. Wenn man eine Orange drückt, bekommt man Orangensaft, weil es das ist, was in ihr ist. Was kommt aus einem selbst heraus, wenn man durch äußere Umstände gedrückt wird?

  • Wird man paranoid und verschlossen (Angst)?
  • Fängt man an, andere Menschen anzuschreien (Wut)?
  • Geht man in die Defensive (Stolz)?

Ich werde unter Druck hyper-analytisch, aber kürzlich hatte ich eine Drucksituation, die ich größtenteils durch Intuition bewältigt habe, was eine große Veränderung für mich war. Das sagt mir, dass ich dem Zustand bedingungsloser Liebe näher komme, wenn Intuition sogar unter Druck effektiv eingesetzt werden kann.

Alles in der eigenen Umgebung hat einen Einfluss auf die eigene Bewusstseinsebene. Fernsehen, Filme, Bücher, Webseiten, Menschen, Orte, Objekte, Essen. Wenn man auf der Ebene der Vernunft ist, wird das Schauen der Nachrichten im Fernsehen (welche hauptsächlich auf den Ebenen der Angst und des Verlangens sind) temporär die Bewusstseinsebene absenken. Wenn man auf der Ebene der Schuld steht, wird Fernsehen tatsächlich helfen, die Bewusstseinsebene anzuheben.

Um von einer Ebene auf die nächste zu gelangen, benötigt man einen enormen Energieaufwand. Ich habe kürzlich darüber geschrieben, als ich Quantensprünge diskutierte. Ohne bewusste Anstrengung oder die Hilfe anderer, ist es wahrscheinlich, dass man auf seiner Ebene verbleibt, bis eine äußere Kraft in das eigene Leben tritt.

Kann man Ebenen überspringen?

Die Ebenen gehen natürlicherweise ineinander über. Was passiert aber, wenn man versucht, diesen Prozess abzukürzen? Wenn man die Ebene der Vernunft zu erreichen versucht, bevor man über Selbstdisziplin verfügt (Willigkeit) und der Fähigkeit, sich Ziele zu setzen (Akzeptanz), wird man zu unorganisiert und unfokussiert sein, um seinen Geist in seinem ganzen Ausmaß einzusetzen. Wenn man versucht, sich auf die Ebene der Liebe zu bewegen, ohne die Ebene der Vernunft gemeistert zu haben, wird man unter Leichtgläubigkeit leiden und in der Verehrung eines Kultes enden.

Auch nur eine Ebene aufzusteigen, kann sehr schwer sein; viele Menschen schaffen es ihr ganzes Leben lang nicht. Eine Veränderung um nur eine Ebene kann alles im Leben radikal verändern. Das ist der Grund, weshalb Menschen unter der Ebene des Mutes ohne Hilfe wahrscheinlich nicht weiter kommen. Man benötigt Mut, um bewusst an diesem Aufstieg zu arbeiten; letzen Endes muss man seine gesamte Realität für die Möglichkeit, bewusster zu werden, immer wieder auf’s Spiel setzen. Aber jedes Mal wenn man die nächste Ebene erreicht hat, erkennt man klar, dass es ein guter Einsatz war. Wenn man beispielsweise die Ebene des Mutes erreicht, erscheinen einem die vergangenen Ängste und der falsche Stolz auf einmal albern. Wenn man die Ebene der Akzeptanz (d.h. sich Ziele zu setzen und sie zu erreichen) erlangt, sieht man im Nachhinein, dass man auf der Ebene der Willigkeit wie eine Maus im Laufrad war – man war ein guter Läufer, suchte sich aber keine Richtung aus.

Ich glaube, dass es die wichtigste Aufgabe von uns als Menschen ist, unsere Bewusstseinsebene anzuheben. Wenn wir das tun, so heben wir die Bewusstseinsebenen von allen um uns herum an. Man stelle sich vor, in welch fantastischer Welt wir leben würden, wenn wir jedem helfen könnten, seine Bewusstseinsebene wenigstens auf die Stufe der Akzeptanz anzuheben. Nach Hawkins leben 85% der Menschen auf der Erde unter der Ebene des Mutes.

Wenn man zeitweise höhere Ebenen erfährt, weiß man, in welche Richtung man als nächstes gehen sollte. In einem Moment ist man sich völlig klar darüber, dass die Dinge sich ändern müssen. Wenn man wieder auf die tiefere Ebene sinkt, wird diese Erinnerung getrübt.

Wir müssen uns bewusst zu der Quelle zurück bewegen, die uns helfen kann, den nächsten Sprung zu vollenden. Jeder Schritt verlangt andere Lösungen. Ich erinnere mich, als ich den Schritt von Neutralität zu Willigkeit machte, hörte ich fast täglich Audioprogramme über Zeitmanagement. Ich tauchte in Quellen ein, die von Menschen auf der Ebene der Willigkeit gemacht waren bis ich mich schließlich veränderte. Aber ein Buch über Zeitmanagement wird für jemanden auf der Ebene des Stolzes von wenig Nutzen sein; sie werden schon allein den Gedanken mit vielen Verteidungsversuchen ablehnen. Und Zeitmanagement ist für jemanden auf der Ebene des Friedens absolut bedeutungslos. Aber man kann die höheren Ebenen nicht erreichen, wenn man die Grundlagen nicht beherrscht. Jesus war ein Zimmermann. Gandhi war ein Anwalt. Buddha war ein Prinz. Wir müssen alle irgendwo anfangen.

Man sollte dieser Hierarchie gegenüber aufgeschlossen sein und schauen, ob sie einem neue Einsichten vermittelt, die helfen, den nächsten Schritt im eigenen Leben zu gehen. Keine der Ebenen ist richtiger oder falscher als die andere. Man sollte versuchen, sein Ego nicht zu sehr in der Annahme zu baden, dass man sich auf einer bestimmten Ebene befindet, außer, man befindet sich auf der Ebene des Stolzes natürlich. ;)