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Steve Pavlina Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen Steve Pavlina - Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen

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Eine Dosis Koffein für dein Bewusstsein

Lieber erstmal nur eine Tasse trinken – du wirst schon sehen ;)

Würden deine Erfahrungen einer gemeinsamen objektiven Realität weiter Bestand haben, wenn du aufhörst daran zu glauben? Was würde passieren, wenn du anfängst dich zu fragen, zu wundern und vielleicht sogar zu glauben, dass die Realität zumindest teilweise durch deine Gedanken erschaffen wird?

Was ist das für ein unwissenschaftlicher Unsinn, den ich hier ablasse? Sehen wir uns die “wissenschaftlichen” Einwände doch mal an, okay?

Die Pseudowissenschaft in der Wissenschaft

Wenn die Wissenschaft die Realität studieren möchte, erlaubt uns dann die wissenschaftliche Methode der Observation, Hypothese und Validierung eine akkurate Einschätzung der Realität?

Unglücklicherweise nicht. Die wissenschaftliche Methode geht von der Existenz einer objektiven Realität aus, insofern studiert sie auch nur diese. Eine objektive Realität ist eine Variante der Realität, die existiert und sich selbst aufrecht erhält – unabhängig vom Beobachter. Der Beobachter und der Beobachtete müssen voneinander getrennt sein, ansonsten wären die experimentellen Daten nutzlos. Deswegen gibt es solche strukturierten Prozesse um wissenschaftliche Experimente durchzuführen, inklusive der externen Begutachtung durch Experten. Der Grundgedanke ist, dass man so akkurat wie nur möglich ist und die Befangenheit durch den Beobachter minimiert. Natürlich spielt Politik in der Wissenschaft eine signifikante Rolle, insbesondere, wenn es um riese Gewinne geht – aber diese Probleme entwerten nicht die Herangehensweise an sich.

Ich möchte damit sagen, dass nichts den Platz der wissenschaftlichen Methode in den Bereichen einnehmen kann, wo sie funktioniert. Und der Bereich, wo sie funktioniert, ist die objektive Realität.

Wenn wir also die wissenschaftliche Methode und all ihre wunderbaren Prozesse verwenden wollen, dann müssen wir uns mit der objektiven Realität beschäftigen. Das ist ihr Anwendungsbereich.

Aber ist die objektive Realität ein akkurates Modell der echten Realität?

Viele Menschen glauben das. Ich gehöre nicht dazu.

Ich verstehe unter Realität eine elegante Kombination aus objektiven und subjektiven Elementen. So sieht die Realität aus der Perspektive des menschlichen Körpers und Geistes aus. Aber aus der Perspektive des Bewusstseins an sich, denke ich, ist die Realität vollständig subjektiv. Der subjektive Beobachter ist in diesem Fall das Bewusstsein selbst und nicht andere individuelle menschliche Wesen. Aber das geht jetzt etwas in Richtung der Idee, dass es keine Dualität gibt (woran ich glaube) und soweit müssen wir für dieses Thema dann doch nicht gehen…

Dir wurde vermutlich beigebracht, zu glauben, dass es eine objektive Realität ist, in der du existierst. Wirklich sehr pragmatisch. Aber das ist nur eine Lehre – sie hat mit der Realität selber nichts zu tun. Sie basiert auf der zunehmend wackligen Annahme, dass die objektive Realität echt ist.

Ich will damit nicht sagen, dass die objektive Realität überhaupt nicht existiert. Jedoch möchte ich suggerieren, dass es Elemente gibt, die durch deine Gedanken erschaffen werden. Warum dich das interessieren sollte? Weil du viel mehr Kontrolle über deine Erfahrungen im Leben bekommst und einige wirklich interessante Dinge tun kannst, wenn du lernst diese subjektiven Teile der Realität für dich zu nutzen.

Diese weiter gefasste Sicht auf die Realität widerspricht nicht der objektiven Realität – sie umfasst sie.

Ich erkläre es genauer…

Deine selbstgeschaffene Realität

Was, wenn es Dinge in der Realität gibt, die durch deine Gedanken geschaffen werden?

Vergiss mal für eine Minute deine Skepsis – wenn du willst, kannst du sie ja wieder aufnehmen, wenn du fertiggelesen hast – und folge meinem Gedankengang.

Jetzt stell dir nur mal für einen Moment vor, dass du tatsächlich in einer Realität lebst, die durch deine eigenen Gedanken entsteht. All das Zeug, was man dich gelehrt hat zu glauben, ist nicht wirklich echt, aber du wurdest darauf konditioniert, das es echt sei – also hast du es mit all der Kraft deiner Gedanken, Überzeugungen und Erwartungen so gelebt. Dein Erleben der Realität ist nur eine Reflektion von den Dingen, die du glaubst zu wissen. Soweit alles klar?

Stell dir vor, du wärst wie ein Gott, dessen Gedanken sich in physischer Form manifestieren. Stell dir für einen Moment vor, dass das die Realität ist, in der du lebst.

Was würde jetzt passieren, wenn das tatsächlich die Realität wäre, in der du lebst und du dann zu der Überzeugung wechselst, dass es eine objektive Realität ist (und nichts darüber hinaus existiert)? Du hättest sie erschaffen, richtig? Überzeugungen und Ansichten sind Gedanken. So wäre dein Erleben der Realität auf den Bereich der objektiven Realität beschränkt? Aber vielleicht lebst du tatsächlich in einer weitaus umfangreicheren, durch Gedanken erschaffenen Realität, aber du würdest die Kraft deiner Gedanken dazu nutzen, eine Realität zu formen, in der deine Gedanken eben scheinbar nicht diese Macht haben.

Du wärst wie ein Gott, der seine Kräfte nutzt, um eben jene aus der Existenz zu verbannen.

Du impotenter Gott, du.

Wenn das also wahr ist, warum kannst du scheinbar nicht sofort auf deine gottähnlichen Kräfte zugreifen? Warum kannst du z.B. mit deinen Gedanken keine Gegenstände bewegen?

Da dein Glaube an die objektive Realität so fundamental für dein Erleben der Realität wäre, kannst du ihn nicht einfach übergehen ohne ihn erst fallen zu lassen. Ansonsten würdest du sich widersprechende Gedanken aussenden, die sich einfach gegenseitig aufheben. Du kannst dich also nicht dazu bringen Magie auszuführen ohne erst die Überzeugung fallen zu lassen, dass du in einer objektiven Realität lebst. Du kannst deine göttlichen Kräfte nicht nutzen ohne dich vorher wieder an sie zu erinnern und dich zu freuen, dass du ein Gott bist. Und dafür müsstest du eine ganze Menge Dinge loslassen, an die du dich in deinem bisherigen Leben sehr gewöhnt hast. Schon etwas beängstigend, wenn man nur darüber nachdenkt, nicht whar?

Aber stell dir vor… auch wenn dir selbst all diese unnötigen Einschränkungen auferlegt hast, so ist deine Macht doch immer noch vorhanden, sie schlummert vor sich hin und wartet darauf, dass du sie wieder zu nutzen beginnst.

Jedoch ist es für dich unmöglich irgendeinen Beweis ihrer Existenz in der externen Welt zu finden, so lange du sie weiterhin nur dafür nutzt, die Illusion einer objektiven Realität aufrecht zu erhalten. Also bitte nicht rumjammern, dass die Wissenschaft nichts davon beweisen kann. Du hast absolut recht. Ich stimme da voll zu. Du kannst die Existenz einer nicht-objektiven Realität nicht ausgehend von einer objektiven Realität beweisen. Das ist eine große Einschränkung der wissenschaftlichen Methode.

Du kannst nichts manifestieren, was außerhalb deiner Gedankenwelt ist. Etwas feuchtes weiß nichts von trocken.

Überleg mal, wie Wissenschaft funktioniert. Wissenschaftler einigen sich auf ein gemeinsames Glaubenssystem. Sie bekommen die selben Überzeugungen über die Realität gelehrt. Sie übernehmen diese Überzeugungen und akzeptieren sie als wahr. Wissenschaftler lernen von anderen Wissenschaftlern. Aber lernen sie etwas über die Realität an sich oder lernen sie schlicht nur mehr über das Glaubenssystem der objektiven Realität? Natürlich letzteres. Sie lernen Meister der objektiven Realität zu werden, weil sie ihre ganze Gedankenenergie darauf konzentrieren, aber das hat nichts mit dem Verstehen der echten Realität zu tun. Die objektive Realität ist einfach nur einer von vielen gedanklichen erschaffenen Teilbereichen der echten Realität, in dem die wissenschaftliche Methode unangefochten an erster Stelle steht.

Also wenn die Realität tatsächlich durch Gedanken erschaffen wird, dann könnte man sagen, dass die Wissenschaftler ihre Gedanken nutzen um ihre Version einer objektiven Realität entstehen zu lassen. Wissenschaftler erschaffen die Wissenschaft. Und abhängig davon, wie weit auch du an diese Realität glaubst, nutzt du auch die Kraft deiner Gedanken, sie für dich zu manifestieren. Dann bekommst du auch all die Vorteile und Einschränkungen, die mit dieser Glaubensstruktur verbunden sind. Manche deiner Erfahrungen werden sich verbessern (die, die von der Logik der Wissenschaft profitieren), während andere Erfahrungen nie in deiner Realität auftauchen werden (die von denen du glaubst, dass sie wissenschaftlich unmöglich sind).

Und solange du dich dem Glauben an eine objektive Realität verschreibst, werden sich deine Erfahrungen auch danach richten. Niemand wird doch von etwas anderem überzeugen können – mich eingeschlossen. Je stärker du an die objektive Realität glaubst, desto stärker wirst du sie erschaffen.

Noch einmal, es gibt keine Möglichkeit, wie ich dir beweisen könnte, dass du dich in einer Gedankenblase befindest, solange du in ihr feststeckst. Ich kann dir nicht beweisen, dass deine Gedankenblase eine selbstgeschaffene Illusion ist – solange wir uns in dem Kontext dieser Illusion befinden. So wie du die Realität erlebst, haben deine Gedanken eine größere Kraft als meine. Ich kann dir keine neuen Erfahrungen vermitteln, die nicht mit deinem Erleben der objektiven Realität in Einklang stehen.

Der unerreichbare $1 Million-Pavlina-Preis

Hast du von dem JREF-Preis gehört? Der Preis ist mit einer Million Dollar dotiert und geht an denjenigen, der unter objektiven Umständen etwas Paranormales oder Übernatürliches demonstrieren kann – insofern man einen Weg findet. Der Preis ist ein Schwindel, weil man ihn nicht gewinnen kann. Dazu müsste man die Existenz von Feuchtigkeit beweisen können, wenn aber nur Trockenes zur Verfügung steht. Man kann eine subjektive Erfahrung nicht im Kontext einer objektiven Realität beweisen. Netter Versuch. Man könnte auch das genaue Gegenteil fordern und der Preis wäre ebenso nicht zu gewinnen. Bringt aber eine Menge Publicity.

Hier also mein eigener, nicht erreichbarer Schwindel-Preis, den ich den Pavlina-Preis nenne. Ich zahle eine Million Dollar in bar an denjenigen, der mir im Kontext meines eigenen Bewusstseins beweisen kann, dass meine gesammelten bewussten und unbewussten Gedanken und Überzeugungen NICHT meine Realität erschaffen. Komm einfach in mein Bewusstsein und führ mir den Beweis zu meiner Zufriedenheit vor. Ich bin ein einigermaßen intelligenter Typ mit einem annehmbaren IQ (qualifziert für Mensa), also sollte das ja nicht so schwer sein.

Natürlich ist meine Herausforderung nicht ganz so beeindruckend wie der JREF-Preis, da ich noch keine Million besitze. Bis dahin biete ich also einfach ein Mittagessen in einem netten Restaurant auf dem Las Vegas Strip. Und wenn du den Preis willst, dann musst du einen Weg finden, mir das zu beweisen ohne mich dabei zu töten; wie sollte ich dich sonst auszahlen? Und wenn du mich bei deinem Versuch nur zum Krüppel machst, dann zahle ich nicht für’s Dessert.

So wie ich im Rahmen deiner Realität nicht beweisen kann, das ich recht habe, so kannst du nicht beweisen, das ich in meiner falsch liege. Jedoch kann ich zu meiner eigenen Zufriedenheit beweisen, dass deine objektive Realität im Rahmen meiner Realität falsch ist. Aber wie hilft uns das jetzt weiter? Wir würden nur unsere Überzeugungen aus ihrem eigenen Kontext heraus beweisen.

Überlappende subjektive Realitäten

Zu dem Grad, zu dem sich unsere Realitäten überlappen, kannst du mit mir interagieren. Aber wenn sich unsere Überzeugungen zu weit voneinander entfernen, dann stehen wir nicht länger miteinander in Einklang und werden im Prinzip aus unseren Leben verschwinden. Aus der Sicht deiner objektiven Realität würde das so aussehen, dass ich irgendwie aus deinem Leben verschwinde. Du hörst auf weiter Kontakt mit mir zu haben. Oder du wirfst mich aktiv aus deinem Leben raus, weil du mich als verrückt oder ähnlich eingestuft hast. Aber wahrscheinlicher ist, dass die Rolle, die ich in deinem Leben spiele nachlässt und du schließlich vergisst, dass ich jemals existiert habe. Du lebst dein Leben weiter, ziehst Menschen an, die am besten mit deinem Glauben an eine objektive Realität in Einklang stehen, was deine bestehendes Glaubenssystem nur weiter bekräftigen wird und dir keinen Grund zum Zweifel gibt.

Aber das wären deine Erfahrungen mit der Realität, nicht meine. Nach meinem Erleben, wenn sich unsere Überzeugungen immer weiter voneinander entfernen, würdest du auch von meinem Radar verschwinden, weil ich einfach aufhöre, dich wahrzunehmen. Ich würde mehr und mehr mit Menschen in Einklag stehen, die an eine von Gedanken geschaffene Realität glauben und wir würden interessante Dinge ausprobieren, die kongruent mit unseren Überzeugungen sind – aber nicht mit deinen.

Du wirst nichts in deine Realität lassen, von dem du glaubst, dass es unmöglich ist. Dein Glaube daran, dass etwas unmöglich ist (oder zumindest äußerst unwahrscheinlich), macht es unmöglich. Aus meiner Perspektive sieht das so aus, dass du die Kraft deiner Gedanken nutzt, um zu verhindern, dass diese “unmöglichen” Dinge für dich in Erscheinung treten.

Dein Erleben der Realität ist größtenteils durch dein Glaubenssystem diktiert. Wenn du beginnst, diese Überzeugungen zu hinterfragen und zu erweitern, dann werden sich auch deine Erfahrungen vermehren. Du wirst beginnen Dinge zu tun, von denen du früher dachtest, sie seien unmöglich – einfach nur weil du jetzt gewillt bist, sie für möglich zu halten.

Aber du siehst, keiner von uns beiden liegt wirklich richtig oder falsch. Meine selbstgeschaffene Realität ist nicht realer oder unrealer als deine. Jedoch ist mein Erleben der Realität vermutlich weitaus weniger einschränkend als deins. Denk immer daran, dass das, was du als mein Erleben der Realität wahrnimmst, nicht dem entspricht, wie ich sie tatsächlich erlebe. Der von dem du glaubst, ich zu sein, bin ich nicht wirklich. Alles was du wahrnimmst ist eine Projektion meines wahren Ichs auf dein Glaubenssystem – soweit wie meine Überzeungen mit deinen in Einklang stehen. Wenn sich unsere Überzeugungen stark überlappen, dann werde ich vermutlich ein wichtiger Teil in deinem Leben sein und je mehr sie sich überlappen, desto größer wird meine Rolle werden. Wenn sich unsere Überzeugungen kaum überlappen, dann werde ich nur eine marginale und unwichtige Rolle in deinem Leben spielen und nichts von dem, was ich schreibe oder mache, wird bei dir viel Eindruck hinterlassen – dieser Artikel eingeschlossen.

Die Gedankenblase platzen lassen

Wie bin ich darauf gekommen, zu glauben, dass die Realität durch Gedanken erschaffen wird? Das hat vor einigen Jahren begonnen, als ich über mehrere Monate meine Gedanken auf eine bestimmte Intention gerichtet habe:

“Ich nehme die Realität akkurat wahr.”

Diese Intention schien der Schlüssel zu sein, der diese merkwürdige Tür zu der Möglichkeit einer subjektiven Realität aufgeschlossen hat. Frag mich nicht warum – ich habe keine Ahnung. Aber bis ich zu dieser Intention kam, lagen einige Jahre Erfahrung und Übung mit dem Umkrempeln meiner Überzeugungen und dem Beobachten der damit einhergehenden Veränderungen hinter mir. Ich habe mich immernoch gefragt, ob ich nicht doch einfach eine selbsterfüllende Prophezeiung bin. Aber dann dämmerte es langsam in mir, dass eine selbsterfüllende Prophezeiung zu sein, vielleicht mehr mit der Realität als mit einer Wahnvorstellung zu tun hat. Und von diesem Zeitpunkt an, erlebe ich die Realität mit tiefer Faszination und Verwunderung. Jeden Tag sehe ich, wie meine eigenen Gedankenreflektionen zu mir zurück kommen und dieser Effekt scheint von Jahr zu Jahr stärker zu werden. Jetzt spiele ich aktiv mit ihnen, versuche Synchronitäten zu erzeugen und einschränkende Überzeugungen loszuwerden.

Der Glaube an eine objektive Realität ist sehr verführerisch. Es ist schwer sich mental davon zu lösen, aber ein Loslassen muss stattfinden, wenn man weitaus weniger einschränkende Erfahrungen in seiner Realität machen möchte. Angst ist der Hauptgrund, der uns davon abhält, andere Glaubenssysteme zu erforschen. Unter allen Glaubenssystemen ist der Glaube an eine objektive Realität wie eine magnetische Falle, der man nur schwer entkommen kann. Wenn man diesem Glauben einmal erliegt, dann fällt man in eine sich selbst verstärkende Wahnvorstellung, weil es ein Teil dieses Glaubenssystem ist, dass man seine eigenen Kräfte gegen sich selbst richtet. Du sitzt in der Falle und nutzt deine Macht um machtlos zu bleiben. Das ist schwere Nuss zu knacken, was einer der Gründe ist, dass eine Flucht (zur Erleuchtung oder wohin auch immer) eher nur nach und nach passiert. Auf diesem Weg zu einem höheren Bewusstsein wird man vermutlich eine Reihe kleinerer Quantensprünge machen, während man seine Macht nach und nach wieder entdeckt.

Du muss jetzt nicht direkt eintauchen und dich deiner größten Angst stellen. Das wäre zuviel auf einmal. Du hast dich so daran gewöhnt, deine Macht gegen sie selbst einzusetzen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass du den Willen aufbringst, große und durchschlagende Veränderungen zu machen. Fang also lieber am Rand der objektiven Realität an und versuch die wahrgenommen Grenzen etwas zurückzuschieben – nur ganz sanft zu Beginn. Stell ein paar deiner Überzeugungen in Frage – am besten die, die dir am schwächsten erscheinen. Frage dich ob deine Annahmen vielleicht in Wahrheit mehr selbstgeschaffene Grenzen sind und nicht gegebene Eigenschaften der Realität sind. Entspann dich etwas von deiner Sturheit und lass deiner Neugier etwas mehr Raum.

Auf meinem Weg gab es hunderte von immer weitreicherenden Gedanken und Erfahrungen über einen Zeitraum von vielen Jahren. Aber hier sind ein repräsentative Beispiele:

  • Brauche ich wirklich einen Job?
    Gehen wir mal davon aus, das stimmt nicht. Hmmm… das hat funktioniert. Ich habe seit den 90ern keinen Job mehr gehabt und verdiene dennoch ganz gut.
  • Muss ich wirklich Zeit gegen Geld eintauschen?
    Lassen wir der Möglichkeit raum, dass das nicht länger notwendig ist, so das ich Geld passiv verdiene und den Großteil meiner Zeit mit interessanteren Dinge verbringe. Das hat funktioniert. Zeitlicher Wohlstand ist wirklich sehr angenehm.
  • Was ist mit der Ernährung? Gibt es eine gesündere Ernährung, für die nicht Tiere gequält werden müssen und die einem sogar mehr Spaß macht?
    Jep.
  • Kann ich eine 6-stellige Summe im Jahr verdienen?
    Jep.
  • Kann ich einen Marathon laufen?
    Ja.
  • Wie ist das nun mit den Gefühlen… kann ich einen Punkt erreichen, wo ich mich immer sehr, sehr gut fühle?
    Erstaunlich wie gut das funktioniert hat. Innerer Frieden ist wirklich sehr schön… das hätte ich schon vor Jahren machen sollen.
  • Wie wäre es der Entwicklung einer besseren Intuition?
    Jep, die funktioniert jetzt auch super.
  • Ein Haus kaufen?
    Das ging schnell.
  • Was jetzt? Wie steht’s mit dem Schlaf? Können wir mit dem Schlafen aufhören, wenn wir wollen und einfach dauerhaft bewusst sein?
    Verrückt… dieses Ding genannt Polyphasischer Schlaf hat sich gerade in meiner Realität manifestiert. Einfach mal probieren… und es hat geklappt. Jetzt schlafe ich nur noch mit 6-7 über den Tag verteilten 20-Minuten-Naps. Es ist mehr wie eine kurze Pause zum Ausruhen, als wirklich ins Bett zu gehen.
  • Irgendwas Komisches geht hier vor… erschaffen meine Überzeugungen diese Realität?
    Zeit die Grenzen etwas weiter auszutesten. Versuchen wir doch mal Millionär zu werden. Und wenn das funktioniert, was dann?

Auf diese Weise zu leben, muss man sich erstmal etwas gewöhnen, aber der Vorteil ist, dass es eine ermächtigende, faszinierende und unglaublich angenehme Art zu leben ist. Schmerz und Leid existieren für mich praktisch nicht mehr, weil ich aufgehört habe, sie zu erschaffen. Dafür jede Menge Neugier und Faszination. Ich kann selber noch gar nicht fassen, wie erstaunlich diese Idee der subjektiven Realität ist. Sie steht im Widerspruch mit allem, was mir gelehrt wurde, aber als Kind habe ich an eine objektive Realität geglaubt, insofern habe ich damals vielleicht einfach nur das manifestiert, was ich erwartet habe.

Wie weit können wir das treiben?

Das ist es, was mich am meisten interessiert. Wie weit kann ich meine Ansichten treiben und zu welchem Grad werde ich dann noch Beweise sehen, dass sie tatsächlich meine Realität erschaffen?

Superkräfte manifestieren

Warum nicht auch Superkräfte? Telekinese. Pyrokinese. Schokokinese (die sponante Manifestation von Schokolade). Sowas halt. Ich meine, wenn die Realität durch Gedanken erschaffen wird, warum kann man dan nicht einfach seine Gedanken auf diese Dinge ausrichten? Warum mit weniger zufrieden geben?

Sicherlich wäre das eine logische Erweiterung von diesen Experimenten. Und wenn sie so weiter gehen, wie bisher, dann wird dieser Punkt auch irgendwann kommen. Ich habe bereits eine Menge Dinge erlebt, die man als übernatürlich bezeichnen würde – und meine Frau auch. Manches davon waren gemeinsame Erfahrungen und stark genug uns zu überzeugen, dass da definitiv etwas im Busch ist. Aber sie wirkten auch zufällig und unkontrollierbar.

Natürlich habe ich versucht Dinge wie Telekinese zu manifestieren, schon um zu sehen, ob ich mich selbst darauf konditionieren könnte zu glauben, dass ich einen Gegenstand mit meinem Geist bewegen kann. Bisher haben sich alle ausprobierten Gegenstände aber standhaft geweigert sich zu bewegen, obwohl ich doch einiges an Stunden darauf verwendet habe. Also habe ich einen Schritt zurück gemacht und das Universum gefragt, dass es mir doch erklären möge, warum ich solche Dinge nicht einfach manifestieren kann. Wenn du ein regelmäßiger Leserbist, dann erinnerst du dich vermutlich an einen Artikel von neulich, wo ich erzählt habe, dass die Antwort aus Hinweisen auf eine Sendung aus den 80er Jahren war: The Greatest American Hero. Wie ich in dem Artikel erwähnt habe, war das eine Sendung über einen Superhelden, der seine Kräfte durch einen Superanzug bekommt, aber das Handbuch verloren hat und nun durch Versuch und Irrtum herausfinden muss, wie er seine Kräfte benutzen kann.

Ich werde also sicherlich in diese Richtung weiter experimentieren, aber anscheinend muss ich noch eine Menge lernen bevor ich solche Dingen manifestieren kann. In der Zwischenzeit schiebe ich einfach immer weiter die Grenzen zurück, während sich mein Glaubenssystem weiter entwickelt. Auch Dinge, die übernatürlich wirken, erliegen vielleicht irgendwann dieser Herangehensweise. Aber ob ich jetzt erfolgreich bin oder nicht – der Versuch macht eine Menge Spaß.

Denk daran, dass dein durch Gedanken erschaffenes Erleben der Realität nicht notwendigerweise auch meinem entspricht. Wenn du glaubst, dass Dinge wie das Manifestieren von Superkräften unmöglich sind, dann wirst du das auch nie erleben. Du wirst nie wahrnehmen bzw. nur bis zu dem Grad, wie es deine Glaubensstruktur gerade zulässt. Vielleicht ist es für dich möglich, dass Menschen irgendwann fliegen können, aber dann muss es sich im Einklang mit deinen Überzeugungen manifestieren. Wenn du an die objektive Realität als die einzig wahre glaubst, dann musst du wohl abwarten, wie es mit dem “wissenschaftlichen” Fortschritt voran geht und auf die Entdeckung einer Anti-Gravitations-Technologie hoffen, damit es für dich möglich wird. Du wirst niemanden sehen, der Kräfte durch reine Gedankenkraft manifestiert – erst wenn du beginnst zu glauben, dass es möglich sein könnte. Dein Glaubenssystem wird sich aber wohl radikal verändern müssen, um dafür offen zu sein.

Wenn also jemand Superkräfte rein durch die Macht seiner Gedanken manifestieren will, dann würdest du das nie mitbekommen, es sei denn du glaubst bereits daran, dass es möglich ist. Aber die meisten Menschen glauben nicht, dass es möglich ist, also werden sie das auch nie erleben. Ihre Realität kann nicht mit der von Leuten in Einklang stehen, die solche Dinge können, weil es nicht genug Überlappungen in den Glaubensstrukturen gibt.

Wenn du außerhalb von dir nach Beweisen suchst, dann findest du einfach nur Beweise für deine eigenen Überzeugungen. Das ist per se keine schlechte Sache. Wenn du deine Gedankenblase (also dein Erleben der Realität) tiefer erforschst, dann wirst du zumindest deine Gedanken besser verstehen können. Vielleicht findest du sogar genügend Hinweise darauf, dass es tatsächlich du selbst bist, der deine Realität durch seine Gedanken erschafft.

Diejenigen, die sich dem Glauben an eine objektive Realität verschrieben haben, werden nur nach und nach Fortschritte hinsichtlich des menschlichen Pottentials erleben – denn so funktioniert die objektive Realität. Übermenschliche Durchbrüche passieren in diesem Kontext nicht. Um solche Durchbrüche in deiner täglichen Existenz erleben zu können, musst du deine Überzeugungen dahingehend verändern, dass so etwas erlaubt und möglich ist.

Das kollektive Glaubenssysteme der Menschheit verändern

Was mich wirklich neugierig macht, ist die Frage, was passieren würde, wenn die meisten Menschen auf der Erde eine Veränderung in ihrem Glaubenssystem vollziehen, die solche Sachen wie die Manifestation von Superkräften möglich macht. Ich kann bereits Superkräfte in meiner privaten Realität manifestieren (z.B. Klarträumen), so wie viele andere Menschen auch, die es gelernt haben, aber ich glaube, es wäre viel lustiger, wenn wir das auch in unserer gemeinsamen Realität schaffen könnten.

Jedenfalls müsste man – um das zu ermöglichen – die Überzeugungen von Millionen, wenn nicht Milliarden Menschen verändern. Das wird eine Weile brauchen, obwohl es so aussieht, als gibt es eine gewisse Zahl Menschen, die wie ich daran interessiert sind. Es hat einige offensichtliche Vorteile, wie z.B. alles Leid auf der Erde zu beenden. Das ist einer der Gründe warum mich daran gearbeitet habe, mehr und mehr Traffic für diese Website zu bekommen – sie wird eine Möglichkeit für uns sein, kollektiv alternative Glaubenssysteme zu erforschen. Diese Website (Anm. d. Redaktion Das englische Blog ist wie immer gemeint) erreicht inzwischen fast eine halbe Million Menschen pro Monat – wir nähern uns der Sache also langsam an.

Was würde passieren, wenn wir es schaffen eine Milliarde Menschen dazu zu bringen, sich gleichzeitig auf die Manifestation einer positiven Intention zu konzentrieren? Ich habe keine Vorstellung. Aber ich würde es wirklich gerne herausfinden. Und da ich so eine unstillbare Neugier habe, bin ich auch bereit da ein paar weitere Jahrzehnte zu investieren. Ist auch viel besser als einen regulären Job zu haben und mein ganzes Leben mit dem Verkauf von irgendwelchem Krempel zu verbringen.

So, genau genommen gibt es einen Möglichkeit den JREF-Preis zu gewinnen. Und dazu müsste man zuerst unsere gemeinsam erlebte und durch Gedanken erschaffte Realität dahingehend verändern, dass die Möglichkeit erlaubt ist, dass es einen sozial akzeptierten Weg gibt, übernatürliche Dinge zu manifestieren. Im Moment ist das Problem, dass unsere sozial inkongruenten Überzeugungen es nur für diejenigen erlauben, dass sich so ein Phänomen manifestiert, die es eh schon daran glauben. Und wenn es dann passiert, dann werden die Menschen nicht noch mehr objektive Beweise brauchen – für etwas, was sie sowieso schon wissen. Du brauchst keine objektiven Beweise, wenn du derjenige bist, der das erschafft, was du beweisen willst.

Ich sehe mehr und mehr Hinweise darauf, dass dieses durch Gedanken erschaffte Modell der Realität ziemlich nah an der Wahrheit ist. Aber ich habe noch jede Menge Versuche und Irrtümer vor mir. Es wäre toll, wenn ich dieses verdammte Handbuch irgendwann mal finden könnte.

Wer hat die Tür offengelassen und mir Zutritt zu deiner Realität gegeben?

Wenn du zu denen gehörst, die an die objektive Realität glauben, dann sage mir, wie es möglich ist, dass du gerade mich wahrnimmst, der dir all dieses verrückte Zeug über eine durch Gedanken erschaffte Realität erzählt?

Das liegt daran, dass du bereits damit begonnen hast, an deinen Erfahrungen mit der objektiven Realität zu zweifeln. Bevor du mich zum ersten Mal in deiner Umgebung wahrgenommen hast, warst du bereits auf dem Weg dich neuen Gedanken und Idee zu öffnen – nicht wahr? Ich bin schlicht die Manifestation der Dinge, die du vermutet hast. Du bist derjenige, der mich manifestiert hat. Deine eigenen Gedanken haben mich in deine Welt gelassen. Wenn du dich dafür entscheidest, diesen Weg weiterzugehen, dann wird sich meine Rolle in deinem Leben vergrößern und/oder neue Resourcen werden für dich erscheinen. Du wirst wahrscheinlich erleben, dass ich und andere Menschen mehr und mehr über Dinge schreiben, über die du dich schon länger gewundert hast – falls du das selber noch nicht gemerkt hast.

Redest du dir ein, dass das alles nur ein komischer Zufall ist, wenn ich über etwas schreibe, worüber du nachgedacht hast? Oder beginnst du zu realisieren, dass du derjenige bist, der all das mit seinen Gedanken erschafft?

Du kannst jederzeit die Tür für diese Dinge wieder verschließen und zu der illusorischen Sicherheit eines Glaubens an eine objektive Realität zurückkehren. Ich nehme es dir nicht übel, wenn es das ist, was du möchtest. Du wirst jedoch feststellen, dass diese Website diesbezüglich nicht länger im Einklang mit dir steht. Andererseits, wenn du merkst, dass du immer offener dafür wirst, zu sehen, wie deine Gedanken deine Realität erschaffen und dieses Potential näher erforschen möchtest um auszuprobieren, ob wir nicht kollektiv immer größere positive Veränderungen manifestieren können – dann bist am richtigen Ort.