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Neues vom Toastmasters-Wettbewerb

Gestern habe ich am Rednerwettbewerb 2005 der Toastmasters für meinen Region teilgenommen (meine Region besteht aus 5 individuellen Clubs). Der Wettbewerb wurde im Luxor Hotel in Las Vegas abgehalten. Vor dem pyramidischen Luxor liegt eine riesige Sphinx und der Wettbewerb wurde in einem Raum gehalten, der sich in der linken Pfote der Sphinx befindet. Ich muss schon sagen, dass das das erste Mal ist, dass ich eine Rede in der Pfote der Sphinx gehalten habe. Der lange rechteckige Raum war mit für das Luxor typischer, falscher ägyptischer Dekoration ausstraffiert, so dass es sich anfühlte, als wäre man im großen Grab eines Pharaos. Es ist wirklich ein einzigartiger Ort, um öffentlich zu sprechen.

Meine Frau kam mit zum Wettbewerb, so dass es schön war, sie mit im Publikum zu sehen; außerdem machten wir ein Date daraus, indem wir danach im Hotel dinierten.

Ich haben den ersten Platz belegt, so dass ich in zwei Wochen auf dem Divisionslevel antrete, welcher etwas halb Las Vegas repräsentiert. Im Herbst-Wettbewerb schaffte ich es auch schon bis zum Divisonslevel und wurde Zweiter.

In ein paar Stunden gehe ich zu einem Treffen der Jackpot Speaker, einem weiteren lokalen Toastmasters Club, weil ich gern etwas zusätzlichen Rat für meine Rede hätte. Ich kann bereits einige Bereiche ausmachen, in denen meine Rede noch verbessert werden kann.

Bei dem Wettbewerb bekam ich auch den Toastmaster of the Year-Preis, vom Bereichspräsidenten und ich fühlte mich sehr geehrt und dankbar, dass ich dafür ausgewählt wurde. Dieser Preis wird hauptsächlich an Mitglieder vergeben, die auf dem Bereichslevel sehr aktiv waren – die viel an ihrem Club teilgenommen haben, die als Vorstandsmitglied gearbeitet, an Wettbewerben teilgenommen, oft gesprochen, andere ermutigt haben, usw. Es war toll mit einer Trophäe und einer Plakette nach Hause zu kommen.

Competent Toastmaster

Letzte Woche habe ich meine 10. Toastmaster Rede gehalten und erwarb somit meinen CTM. CTM heißt Competent Toastmaster und ist die erste “Ausbildungsstufe”, die ich erworben habe. Ab jetzt wird mein Name auf Toastmaster-LIsten also so aufgeführt: “Steve Pavlina, CTM”. Es war eine Menge Arbeit, das zu verdienen, so dass es sich gut anfühlt, dieses Ziel endlich erreicht zu haben. Die Anforderungen für mein CTM zu schaffen, war eines meiner Hauptziele im letzten Quartal.

Ich bin jetzt seit 9 Monaten Mitglied bei den Toastmasters und es hat mir viel Spaß bereitet. Es ist eine Organisation, bei der man wirklich das herausbekommt, was man reinsteckt. Ich habe in den letzten 9 Monaten hunderte Arbeitsstunden investiert, um ein besserer Redner zu werden und ich habe mich auf jeden Fall sehr verbessert. Wenn ich meine Wettbewerbs-Rede auf dem Divisionslevel noch einmal halte, werde ich sicher 60-80 Stunden nur in diese Rede investiert haben und sie ist nur 7 Minuten lang!

Man muss schon ziemlich engagiert sein, um so viel Zeit und Mühe in einen Rednerwettbewerb zu stecken, bei dem man keinen Preis – außer Ruhm und Ehre – erhält. Der einzige Weg, wie man das schaffen kann, ist, sich so in die Schinderei zu verlieben, dass man immer und immer weiter übt, bis man einen rauhen Hals hat und kaum noch länger stehen kann.

Der Schlüssel zum Erfolg

Ich denke, dass das der wahre Schlüssel zu Erfolg im Leben ist – sich in die Schinderei zu verlieben und hart, hart, hart zu arbeiten. Während es Techniken gibt, die für einige Abkürzungen sorgen können, geht es doch immer darum, massiv viel Zeit und Mühe in seine Schwächen zu investieren, bis sie schließlich nachgeben und man sie so in Stärken verwandelt.

Als ich noch ein Kind war, hasste ich Rednerwettbewerbe total. Ich fürchtete mich, ich war schlecht und wurde schrecklich nervös, wenn ich nur daran dachte. Ich war immer einer der letzten 25% in meiner Region. Wenn man aber vielleicht 100 Stunden in eine solche Schwäche investiert, wird sie zu einer Stärke – Voilà! Dasselbe habe ich beim Laufen gemacht. Als ich in der High School Sport hatte, wurde ich immer Zweitletzter, wenn wir liefen – ich konnte kaum den wirklich dicken Jungen schlagen. Aber etwa 15 Jahre später habe ich einen Marathon geschafft.

Wenn man etwa 1000 Stunden in irgendein Problem investiert, dann bekommt man auf jeden Fall ernstzunehmende Resultate.