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Persönliche Quoten

Persönliche Quoten (Sollvorgaben) steigern die Produktivität.

Viele Verkäufer haben eine Sollvorgabe (Quote) an monatlichen Abschlüssen. Dieses Konzept einer Quote kann man auch für seine eigene Produktivität einführen. Ich benutze diese Technik oft und finde, dass sie für bestimmte Projekttypen äußerst effektiv ist.

Wie eine Quote funktioniert

Für jedes Projekt, an dem man morgen arbeiten will, setzt man sich ein minimales Ziel. Dies Ziel muss meßbar sein. Für gewöhnlich nehme ich die Zeit als meßbare Größe, denn ich kann immer die Zeit messen, die ich in das Projekt investiere. Andere Aspekte lassen sich meist nicht wirklich exakt oder beständig erfassen. Außerdem erleichtert das Messen der Zeit auch die Planung des gesamten Tages an sich.

Beispielsweise habe ich mir zum Schreiben eine tägliche Quote von 4 Stunden vorgenommen. Das ist für ein Buch gedacht – nicht für die Website oder andere Artikel. So arbeite ich jede Woche mindestens 28 Stunden an dem Buch. Ich hätte mir auch eine Mindestzahl an Wörtern oder Seiten als tägliche Quote setzen können, aber ich mag Zeitvorgaben am liebsten, da ein Großteil der Zeit für Recherche, Planung, Brainstorming, Textbearbeitung, usw. draufgeht – alles neben dem bloßen Schreiben des Textes.

Ich finde tägliche Quoten sind sehr effektiv, damit ich dieses Projekt weiter vorantreibe. Ich habe mir auch die Beschränkung auferlegt, dass ich erst meine E-Mails durchsehe, wenn ich diese Sollvorgabe erfüllt habe. An den meisten Tagen habe ich das bis mittags geschafft – manchmal sogar schon gegen 10 Uhr. Das Schöne an einer täglichen Quote für so eine Art Projekt ist, dass ich weiß, dass ich nur jeden Tagen meine Vorgabe erfüllen muss, damit das Buch auch irgendwann veröffentlicht werden wird. Garantiert.

Vergleich zum Timeboxing

Das Nutzung von täglichen Quoten ist ähnlich zum Timeboxing, aber beim Timeboxing arbeitet man immer nur mit einer bestimmten Menge Zeit auf einmal. Mit Quoten kann man sein zeitliches Investment über den ganzen Tag verteilen. Zudem kann man auch eine andere Meßgröße als die Zeit verwenden, wenn diese besser passt.

Man kann maximale Quoten einführen, wenn man die Menge an Zeit limitieren möchte, die man mit gewissen Aktivitäten verbringt. Zum Beispiel könnte man sich für das Surfen im Web, dem Fernsehen oder dem Lesen von Online-Foren eine maximale Quote setzen.

Ich bin sicher, dass einem noch eine ganze Menge anderer Möglichkeiten einfallen werden, wo man tägliche Quoten in seinem Leben gebrauchen kann. Wenn man ein überfülltes E-Mail-Postfach hat, dann könnte man sich eine tägliche Quote von 10-20 E-Mails setzen, die man jeden Tag bearbeitet und löscht – bis das Postfach endlich wieder leer ist. Wenn man einen Stapel Papier hat, der abgearbeitet werden muss, dann sollte man sich eine tägliche Quote von 5-10 Blatt Papier setzen, die man richtig abheftet.

Sollvorgaben funktionieren am besten, wenn man sie jeden (Wochen)Tag nutzt. Zudem macht man sein Ziel absolut kontrollierbar. Deswegen mag ich die Zeit als meßbare Größe am meisten. Ich muss nur jeden Tag die vorgegebene Zeit damit verbringen, egal wie kreativ oder produktiv ich mich nun gerade fühle.