Loading
Steve Pavlina Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen Steve Pavlina - Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen

News abonnieren

  1. Artikel als RSS
  2. Artikel als ATOM

Powerhouse Pros (Aller Anfang ist schwer)

Toastmasters International ist eine Non-Profit-Organisation zur Förderung der Kunst des öffentlichen Redens und der effektiven Kommunikation

Ron Lewinson, ein erfahrener Mit-Toastmaster, bemerkte, dass es eine wertvolle Karrierelektion ist, wenn man einer Gruppe oder Organisation beitritt, für die man sich gerade so qualifizieren kann. Diese Erfahrung bringt einen auf eine ganz neue Stufe.

Das ist ein hervorragender Ratschlag.

Auf der einen Seite ist es unangenehm, in den unteren 10% einer Gruppe zu sein. Aber auf der anderen Seite wird man entweder aufsteigen oder aussteigen. Und oft kann man es vermeiden, hinausgeworfen zu werden, indem man einfach dabei beibt. In einer solchen Gruppe verfügt man über jede Menge Möglichkeiten etwas zu lernen. Es wird geradezu jeder in der Lage sein, einem etwas beizubringen. Obwohl man zu Anfang vielleicht überfordert ist, wird man neue Ideen wie ein Schwamm aufsaugen.

In Las Vegas gibt es einen fortgeschrittenen Club der Toastmasters, der Powerhouse Pros heißt. Die meisten Clubs der Toastmasters stehen allen offen, aber die Powerhouse Pros sind nur für Leute, die sich dafür interessieren, professionell Reden zu halten. Um beitreten zu können, muss man zuerst zum CTM werden (dazu braucht man 10 Reden), man muss an drei Treffen der Powerhouse Pros als Gast teilgenommen haben (so dass man sich gegenseitig kennen lernen kann) und dann muss man eine Rede darüber halten, weshalb man beitreten will. Ich habe die ersten beiden Auflagen bereits erfüllt und ich habe am 4. April meinen Termin meine Rede über “Warum ich beitreten will” zu halten.

Viele Mitglieder der Powerhouse Pros sind professionelle Redner oder Entertainer, wie George Gilbert, John Kinde und S. Frank Stringham. Ich habe alle drei schon mehrfach gesehen und finde ihr Talent einfach unglaublich. George Gilbert und John Kinde sind auch die einzigen akkreditierten Toastmasters-Redner in Las Vegas. Es gibt nur 56 auf der ganzen Welt.

Und was habe ich für ein Glück… ich werde beim nächsten Redewettbewerb am Samstag gegen George Gilbert antreten. :)

Wenn man einer Gruppe beitritt, für die man kaum qualifiziert ist, wie ich es bei den Powerhouse Pros mache, kann man wirklich nicht verlieren. Erstens erwartet keiner viel, weil man das neueste Mitglied ist. Wenn man bei den ersten Anläufen also direkt auf’s Gesicht fällt, ist es nicht schlimm – es wird sogar erwartet. Zweitens wird man schnell lernen indem man einfach den Mund hält und zuhört. Und drittens wird man so damit beschäftigt sein, hinterher zu kommen, dass einem nie langweilig wird.

Ein Zitat das ich liebe und welches, glaube ich, von Denis Waitley ist, lautet:

“Es gab nie einen Gewinner, der nicht auch an einem Punkt Anfänger war.”

Manche Leute lassen sich aus der Ruhe bringen, weil sie sich Sorgen machen, als Anfänger zu scheitern, also versuchen sie große neue Dinge zu vermeiden. Es wird von einem Anfänger aber erwartet, Misserfolg zu haben, also sollt man da überstehen und es einfach trotzdem versuchen. Keiner erwartet, dass man als Anfänger gut aussieht oder funktioniert. Man kann sich Bruce Lee vorstellen, wie er auf seinen Hintern fällt, während er versucht seinen Spin-Hook-Kick zu machen. Man kann sich einen jungen Jim Carey vorstellen, der in einem Comedy-Club so ausgebuht wird, dass er den Tränen nahe ist. Man kann sich den kleinen Albert Einstein vorstellen, der als Depp verschrien war. Egal, wie gut jemand heute in etwas ist, an einem Punkt waren alle wirklich schlecht. Selbst Mozart war mit einem Jahr ein schlechter Musiker.

Man sollte trotzdem einfach anfangen und auf dem Weg weiter scheitern. Am Anfang wird man sicher richtig übel sein. Aber das wird so erwartet. Man sollte also Spaß damit haben und dran bleiben. Schließlich wird man gut werden und keiner wird sich je erinnern, wie schlecht man einmal war. Sie werden einfach annehmen, dass man so gut auf die Welt kam.