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Verhaltenskonditionierung

Wie ich im vorherigen Artikel erwähnte, sind hier jetzt einige Wege, wie man die Verhaltenskonditionierung nutzen kann. Sie können alle selbst verabreicht werden.

Die Quelle des unerwünschten Verhaltens eliminieren

Das ist die strengste Herangehensweise (und nicht immer die passendste), aber sie kann schnell und effektiv sein, wenn die Zeit knapp ist oder andere Optionen fehlschlagen. Wenn man eine oder mehr Quellen des unerwünschten Verhaltens identifizieren und eliminieren kann, wird das Verhalten einfach erlöschen. Wenn die eigene Tendenz, zu viel Fernsehen zu schauen, die eigene Produktivität einschränkt, sollte man den Fernseher einfach rauswerfen.

Den Vorteil des unerwünschten Verhaltens eliminieren

Dies ist eine mildere Form des oben Beschriebenen und praktischer. Man sollte herausfinden, weshalb man das falsche Verhalten zeigt – und seinen unmittelbaren Vorteil. Wenn man selbstständig ist und jeden Morgen ausschläft, desto leichter wird der Tag sein, wenn man annimmt, dass man trotzdem etwa zur selben Zeit aufhört zu arbeiten. Eine Art, den Vorteil des unerwünschten Verhaltens des Ausschlafens zu eliminieren, wäre, sich selbst ein Stundenpensum zu setzen, welches man täglich abarbeiten muss. Sobald man das Pensum erreicht, kann man aufhören. Wenn man also eher aufsteht, wird man eher fertig sein, so dass man vom Ausschlafen nicht viele Vorteile hat.

Dem Verhalten einen Auslöser zuordnen

Man kann das unerwünschte Verhalten kontrollieren, indem man es mit einem äußeren Auslöser verbindet, wie zum Beispiel einer bestimmten Zeit. Wenn man zu viel Junk Food isst und davon eigentlich weniger essen will, sollte man sich einen Tag in der Woche einen Junk Food-Tag genehmigen, an dem man wie ein Schwein alles essen kann, was man will und an den anderen sechs Tagen isst man gesund.

Das Verhaltensmuster unterbrechen

Wenn man ein Problem damit hat, zu oft seine E-Mails abzurufen oder zu surfen während des Arbeitstages, sollte man das Verhalten unterbrechen, indem man die Icons des Programms in einem lästigen Ordner auf der Festplatte versteckt, so dass man sie nicht aus dem Impuls heraus anklicken kann. So elimiert man die visuellen Hinweise, die einen ständig daran erinnern, E-Mails abzurufen oder im Internet zu surfen. Oder man verbindet sie mit einem anderen Programm, so dass ein anderen Programm startet, wenn man sie anklickt. Man muss herausfinden, was das negative Verhalten auslöst und dies dann umgehen.

Ein inkompatibles Verhalten einführen

Man kann auch ein neues Verhalten oder eine neue Maßnahme einführen, die mit dem unerwünschten Verhalten in Konflikt steht. Wenn man einen unordentlichen Haushalt hat und man sich nicht dazu aufraffen kann, ihn zu säubern, dann sollte man seinen Chef zu Abendessen einladen, in der Annahme, dass es einen motivieren wird, aufzuräumen, bevor er/sie kommt. Es gibt viele kreative Wege, andere Leute als Hebel zu benutzen, um sich selbst zum Handeln zu zwingen.