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Was erwartet man?

Hier ist ein Link zu einem PDF Newsletter von Jim Key [Anm. d. Red. Leider nur Englisch] aus dem Jahr 2003 – dem damaligen Meister für öffentliche Reden. Der Titel des PDFs ist “Geben” und es enthält eine einfache Geschichte über die Macht des Gebens, die ich inspirierend finde.

Ich sah Jim diesem Sommer eine Rede über das Thema “Erwartungen” halten und er ist zweifellos ein sehr talentierter und dynamischer Redner. Jim erzählte die Geschichte, wie er 3 Jahre hintereinander am Toastmasters Wettbewerb “Internationale Rede” teilgenommen hat. Um auf dem internationalen Level teilzunehmen, muss man zuerst den Wettbewerb auf der Club-Ebene, dann auf der Bereichs-Ebene, dann auf der Distrikt-Ebene und dann auf der Regional-Ebene gewinnen… einer härter und konkurrenzbetonter als der andere – und nur für das Privileg auf der Bühne gegen acht andere regionale Meister im internationalen Wettbewerb anzutreten. Auf dieser Ebene gegeneinander anzutreten bedeutet hunderte Stunden Übung, bevor man seine Rede fehlerlos vor einem Publikum von 1500 Menschen präsentieren kann. Nachdem Jim den zweiten Platz im internationalen Wettbewerb erreicht hat, war er ausreichend inspiriert, um im darauffolgenden Jahr wieder anzutreten. Und wieder wurde er Zweiter. Diesmal war er jedoch untröstlich. Er wusste nicht, ob er es noch einmal schaffen konnte. Aber er trat wieder an und 2003 gewann er endlich den ersten Platz. Als Jim nun über Erwartungen und Beharrlichkeit sprach, hörte ich genau zu und machte mir Notizen.

Die Hauptidee, die ich von Jims Rede mitnahm, war die Frage “Was erwartet man?” zu stellen. Wenn man in einem Bereich seines Lebens bessere Ergebnisse möchte, muss man in diesem Bereich seine Standards anheben und beginnen, mehr zu erwarten, auch wenn das bedeutet, dass man mehr von sich selbst verlangen muss, als man momentan für möglich hält. Das Leben hat einem vielleicht schon eine schwere Last auferlegt, aber man kann sich trotzdem strecken, um mehr zu geben, als Andere von einem erwarten. Auch wenn die Anderen nur ein bestimmtes Level an Leistung, Großzügigkeit, Güte oder Einsatz von einem erwarten, ist man selbst immer noch in der Lage, die Latte höher anzulegen. Man kann nicht darauf warten, das Andere diese Latte für einen höher setzen. Die Frage ist nicht:

“Was erwartet die Familie?”

oder

“Was erwarten die Kollegen?”

oder

“Was erwartet der Chef?”

Es ist:

WAS ERWARTET MAN SELBST?”

Danke, Jim!