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Steve Pavlina Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen Steve Pavlina - Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen

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Wer willst du sein, wenn du stirbst?

Gibst du dein Bestes?

Wie sollen wir leben? ist eine schwierige Frage. Aber eine interessante Variation davon ist:

“Was für ein Mensch möchte ich sein, wenn ich sterbe?”

Wenn ich darüber nachdenke, wie ich sein möchte, wenn ich sterbe, dann ist mir folgende Frage am wichtigsten:

“Habe ich mein Bestes gegeben?”

Das bedeutet für mich zweierlei:

  1. Wenn ich meine momentanen Stärken und Schwächen, mein Wissen und meine Fähigkeiten, meine externen und interenen Ressourcen betrachte, bin ich dann in diesem Augenblick der beste Mensch, der ich sein könnte?
  2. Leiste ich mit meiner Art zu leben den besten Beitrag, den ich leisten könnte?

Diese beiden Fragen haben mir dabei geholfen, mit dem Rätsel der Sterblichkeit umzugehen. Da die Möglichkeit besteht, dass ich jederzeit sterbe und vieles in meinem Leben nicht in meiner Hand liegt, brauche ich diese beiden Fragen. Ich denke, dass ich in Frieden sterben könnte, wenn ich diese Fragen mit “Ja” beantworten kann.

Immer wenn mein Leben einen Punkt erreicht, an dem ich beide Fragen nicht ehrlich mit “Ja” beantworten kann, weiß ich, dass ich vom Weg abkomme. Und indem ich teste, ob ich diese Überprüfung bestehen kann, wird mit klar, was ich ändern muss, um wieder ein “Ja” zu erreichen.

Immer wenn ich mit “Ja” antworten kann, weiß ich, dass ich mit der Möglichkeit zu sterben, jederzeit zurecht käme. Und für mich heißt das, dass ich mit dem Leben an sich zufrieden bin.

In diesem besonderen Moment, kann ich ehrlich mit “Ja” antworten. Aber ich weiß auch, dass es mir in der Vergangenheit oft passiert ist, dass ich mit “Nein” antworten musste, und höchstwahrscheinlich an irgendeinem Punkt in der Zukunft wieder mit “Nein” antworten muss. Wenn das passiert, hab ich das Gefühl des Friedens wieder verloren und werde wieder genug Mut sammeln müssen um es wieder zu erreichen.

Sein bestes zu geben ist kein statistisches Ziel. Es ist eine permanente Reise. Manchmal wird man selber vom Weg abkommen. Zu anderen Zeiten wird man durch Kräfte, die außerhalb des eigenen Einflusses liegen, von seinem Weg abgebracht. So oder so kann es schwierig sein, auf seinen persönlichen besten Weg zurückzufinden, besonders wenn man schon lange von ihm abgekommen war.

In jeder Situation ist es das größte Gut, sein Bestes zu geben. Ich glaube, dass, wenn man weiß, dass man sein bestes gibt, dann wird man anhaltenden Frieden finden, egal ob Dinge passieren, die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen. Man kann nicht mehr wollen, als sein Bestes in diesem besonderen Moment zu geben. Wenn du das hast, brauchst du nichts anderes. Und wenn man nichts braucht, dann lebt man in Frieden.