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Steve Pavlina Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen Steve Pavlina - Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen

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Wie dir Bloggen beim persönlichen Wachstum hilft

Bloggen bringt dein persönliches Wachstum auf das nächste Level

Als ich diese Website vor 16 Monaten gestartet habe, war es mein Ziel möglichst vielen Menschen bei ihrer persönlichen Entwicklung zu helfen. Und wenn ich mir tausenden Mails und das Feedback, die ich seitdem bekommen habe, dann habe ich diese Erwartung auch definitiv erfüllt. Eine Sache, auf die ich jedoch nicht vorbereitet war, waren die massiven Auswirkungen auf mein eigenes persönliches Wachstum, als Resultat dieser Entscheidung. Ich habe erwartet, dass es eine symbiotische Beziehung geben wird, die auch Treibstoff für mein persönliches Wachstum liefern wird, aber der Effekt war weitaus größer als ich erwartet habe. Konsequenterweise glaube ich jetzt, dass das Bloggen vielleicht eins der besten Hilfsmittel für persönliches Wachstum ist. Hier sind ein paar der Gründe:

Mut

Über sich selbst in der Öffentlichkeit zu sprechen, baut deinen Mut auf verschiedene Arten weiter auf. Im letzten Jahr habe ich persönliche Geschichten auf diesem Blog gepostet, die ich vorher noch nie öffentlich erzählt habe, wie z.B. diese hier. Ja, es gibt da natürlich einen kathartischen Effekt, aber was viel wichtiger ist: ich habe gesehen, wie solche Geschichten eine tiefe Verbindung zu Menschen herstellen, die sich in ähnlichen Situationen befinden. Und dieser positive Effekt hilft natürlich dabei, den Mut zu haben, es auch wieder zu tun.

Hoffnung schenken

Wie ich oben schon erwähnt habe, kann das Bloggen anderen Hoffnungs geben. Wenn Menschen meine Artikel lesen, dann sehen sie oft einen Teil davon auf sich selbst reflektiert – einen Teil, mit dem sie sich vielleicht seit langer Zeit nicht mehr auseinandergesetzt haben. Wenn sie jemanden finden, der ähnlichen Herausforderungen gegenüberstand, dann erkennen sie, dass sie nicht allein sind. Und das gibt ihnen Hoffnung und die Stärke (weiter) zu wachsen, auch wenn die Zeiten gerade schwierig sind.

Motivation

Anderen zu helfen, kann eine noch stärkere Motivation sein, als nur sich selbst helfen zu wollen. Das ist bei mir definitiv der Fall. Auch wenn ich schon seit über 15 Jahren bewusst an meiner Persönlichkeitsentwicklung arbeite, so arbeite ich doch spürbar mehr, wenn es dabei auch um andere Menschen geht. Und der Hauptgrund ist nicht der Faktor der Rechenschaft, wie man vielleicht vermuten würde – ich arbeite auch härter an Zielen, die ich nicht öffentlich nenne (insofern gibt es da keine direkte öffentliche Rechenschaft). Der wahre Grund ist, dass ich weiß, dass wenn ich bei einer Sache erfolgreich bin, ich diese Erfahrung auch hier mit anderen durch das Blog teilen kann, insofern arbeite ich inzwischen nur noch selten an einem Ziel nur um meiner selbst willen. Sogar meine aktuellen privaten Herausforderungen haben das Potential, dass ich sie eines Tages öffentlich mitteile. Wann immer ich jetzt an einem Ziel arbeite, dann denke ich im Hinterkopf bereits daran, wie ich diese Erfahrung später mit anderen teilen kann. Das ist extrem motivierend. Stell dir mal vor, wieviel härter du an deinen Zielen arbeiten würdest, wenn du wüsstest, dass Tausende anderer Menschen von deiner Erfahrung profitieren könnten. Seit dem Start dieses Blogs ist meine Motivation in die Höhe geschnellt. Ich habe mich in meinem ganzen Leben noch nie motivierter gefühlt.

Selbsteinschätzung

Durch den permanenten Feedback-Mechanismus kann das Bloggen dir dabei helfen, eine ehrlichere Selbsteinschätzung zu entwickeln. Jeden Tag lese ich eine Mischung aus Lob, Kritik, persönlichen Geschichten und Fragen. Manchmal kommt das über die private E-Mail rein, andere Mail posten Menschen ihre Reaktionen in ihren eigenen Blogs und manchmal bekomme ich sogar Karten und Briefe per Post. Dieses Feedback hat meine Selbsteinschätzung stark verbessert und erlaubt mir die Lücken zu erkennen, die ich sonst übersehen hätte. Das hat mir geholfen, die Teile meiner Persönlichkeit abzuwerfen, die ein bisschen zu künstlich oder sozial konditioniert waren und sie mit denen zu ersetzen, die für mehr Offenheit und Authentizität stehen. Effektivität ist der wichtigste Maßstab für mich – helfe ich tatsächlich anderen Menschen beim wachsen oder nicht? Ich habe eine Menge darüber gelernt, wie ich selber weiter wachsen muss um auch anderen besser dabei helfen zu können.

Selbstwertgefühl

Anderen mit einem Blog zu helfen, baut das Selbstwertgefühl auf. Ich glaube, das Selbstwertgefühl kann immer verbessert werden – auch wenn es schon gut erscheint, findet man immer etwas, was noch besser sein könnte. Stell dir mal vor, wie es sich anfühlt, wenn man jeden Tag Dutzende E-Mails von Menschen bekommt, die dir erzählen, wie sehr du ihnen dabei geholfen hast, einen persönlichen Durchbruch zu schaffen und dir dafür danken. Das ist zu meiner täglichen Realität geworden. Auch mit der Kritik, die es wieder etwas ausbalanciert, fällt es mir schwer, mich schlecht oder depressiv zu fühlen, wenn ich mich doch in so einer Situation befinde. Das Feedback meiner Leser ermutigt mich jeden Tag auf’s Neue.

Verbindung

Trotz der involvierten Technologie und dem Fakt, dass die meisten in Einsamkeit schreiben, so ist das Bloggen doch zu allererst eine soziale Erfahrung. Man findet auf dieser Website soviel von mir, dass jemand, der alles lesen würde, mich schon recht gut kennenlernen könnte. Und das macht es für diese Menschen dann viel einfacher, sich mit mir in Verbindung zu setzen und gewisse Dinge von sich selbst zu erzählen, was sie sonst als unangenehm empfunden hätten. Die persönliche Kommunikation springt sofort auf ein viel tiefere Ebene und ein Großteil der Kommunikation, die mich erreicht, ist sogar sehr tief.

Bestehende Beziehungen transformieren

Es mag offensichtlich erscheinen, das Bloggen großartig ist um Online-Freundschaften und Netzwerk aufzubauen, aber was mich überrascht hat, war die Tatsache, dass es auch meine Offline-Freundschaften stärkt und transformiert. Als ich mein Spiele-Unternehmen hatte, haben meine Familie und Freunde nur selten mal eins der Spiele ausprobiert, die ich programmiert habe. Aber meine Familie und Freunde lesen immer mal mein Blog. Die Menschen, die uns gut kennen, sind am schwierigsten zufriedenzustellen. Wenn ich blogge, dann ist es nicht nur für ein Online-Publikum (so wie es bei meinem Spiele-Unternehmen der Fall war). Es ist auch für die Menschen, die ich bereits kenne. Es hat sogar meine Ehe zum Besseren verändert, da meine Frau mein Blog liest – und ich ihres.

Selbstdarstellung

Dank diesem Blog bin ich fähig, jederzeit meine Inhalte zu veröffentlichen. Sobald ich den “Veröffentlichen” Button für diesen Artikel gedrückt habe, werden ihn innerhalb weniger Minuten die ersten Leute lesen. Das Schreiben macht mir sehr viel Spaß und ich liebe es, dass ich so leicht meine Gedanken und Ideen mitteilen kann. Mich so ausdrücken zu können, hilft mir dabei mein eigenes Denken zu verbessern und mehr Klarheit hilft wiederum meinem Wachstum.

Rechenschaft

Letzten Monat wurde diese Website (Anm. d. Red. Die englische ist natürlich gemeint) 803.364-mal besucht und 1.871.215 Seiten aufgerufen. Die meisten Bestseller erreichen nicht soviele Menschen. Stell dir vor, du könntest dich jederzeit an so ein großes Publikum wenden, wann immer du willst. Was würdest du zu ihm sagen? Wenn ich schreibe, dann fühle ich die Verantwortung, die mit der Fähigkeit eine so große Gruppe zu beeinflussen, einhergeht. Werden meine Worte dir wirklich helfen oder führe ich dich nur in die Irre? Kann ich einen Teil deiner Leiden lindern oder bin ich die Ursache dafür? Biete ich dir echten Mehrwert oder verschwende ich nur deine Zeit?

Es wird gesagt, dass Macht korrumpiert, aber ich spüre einen gegenteiligen Effekt. Je größer meine Macht Menschen zu beeinflussen, desto verantwortlicher fühle ich mich, diese Macht für größten Wohl aller zu nutzen. Das ist eine natürliche Konsequenz aus meinen spirituellen Überzeugungen. Weil ich glaube, dass wir inhärent auf der höchsten Bewusstseinsebene alle miteinander verbunden sind, wäre es für mich ein unglaublicher Akt der Dummheit, wenn ich absichtlich andere in die Irre führen würde um mich persönlich auf ihre Kosten zu bereichern. Wenn ich anderen schade, dann schade ich nur mir selbst. Hier inkongruent zu werden, wäre wie, wenn mein linker Arm dem rechten den Krieg erklären würde – der ganze Körper würde darunter leiden. Ich glaube auch nicht, dass ich mit dieser Philosophie alleine dastehe. Im Großen und Ganzen bin ich sehr von der Art und Weise beeindruckt, wie viele Blogger sich der Verwantwortung gegenüber ihren Lesern stellen. Manchmal gibt es eine Tendenz, das schon etwas zu übertreiben, was dazu führt, dass man fast Angst vor der Reaktion der Leser hat, aber das scheint eher die Ausnahme zur Regel zu sein. Auch wenn es einige Menschen mit ziemlich geringen Bewusstsein gibt, die die Blog-Technologie zur persönlichen Bereicherung mißbrauchen (Kommentar-Spam, Splogs, etc.), so sind sie doch einfach zu entdecken, dann sie sich nicht offen ausdrücken und originale Inhalte erschaffen.

Beitrag

Anderen helfen zu können, fühlt sich wunderbar an und Feedback zu bekommen von Menschen, die mir von ihren Resultaten berichten, treibt mich an, noch mehr zu arbeiten. Für mich ist es der Effekt, den meine Artikel auf andere haben, der zu meinen Erfolgen beiträgt. Ich veröffentliche kein privates Feedback, das mich erreicht (zumindest nicht ohne Erlaubnis), aber es bedeutet mir viel, zu wissen, das ich tatsächlich einen Unterschied im Leben von anderen mache und nicht nur für mich selbst schreibe.

Synergie

Mit der Zeit entsteht eine symbiotische Beziehung zwischen dem Blogger und seinen Lesern. Da sich dieses Blog um Persönlichkeitsentwicklung dreht, gibt es eine symbiotische Beziehung zwischen meinem und deinem Wachstum. Wenn ich öffentlich über ein Problem schreibe, dann bekomme ich viel Feedback und Ressourcen von anderen, die mir bei der Lösung helfen wollen. Das wiederum hilft mir dabei, die Lösung zu verallgemeinern und sie anderen über mein Blog zukommen zu lassen. Also immer wenn ich wachse, dann dient es auch als Hilfe für andere. Und wann immer meine Leser wachsen, dann hilft es mir auch.

Einkommen

Ein zusätzliches Einkommen ist ein offensichtlicher, materieller Vorteil eines Blogs – wenn es einen Weg findet, seinen Traffic zu monetarisieren. Der größte Teil des Einkommens von diesem Blog kommt von durch Werbung und Spenden und in der Zukunft werde ich sicherlich auch mit anderen Möglichkeiten experimentieren. Meine Hauptmotivation ist es aber nicht, hier soviel wie möglich Geld rauszuholen, aber genügend Ressourcen zur Verfügung zu haben, damit ich diese Seite weiter ausbauen kann. Ich lege jeden Monat Geld zurück, das für die zukünftigen Erweiterungen gedacht ist. Die Tatsache, dass diese Website (Anm. d. Red. Die englische Website natürlich) mir ein Einkommen beschert (mehr als genug um die Rechnungen zu zahlen), bedeutet, dass ich es mir leisten kann, jede Menge Zeit mit dem Schreiben zu verbringen – und das auf eine nachhaltige Weise. Dieses Einkommen gibt mir auch die Zeit und die Freiheit an meiner eigenen persönlichen Entwicklung zu arbeiten. Ich habe keinen Job und ich will und brauche auch keinen. Headhunters melden sich manchmal bei mir und ich sage ihnen immer, dass dieser Kopf nicht zum Verkauf steht. Ich möchte den Großteil meiner Zeit damit verbringen, Menschen direkt helfen zu können und nicht irgendwelche komischen Sachen basteln oder darüber nachdenken müssen, wie ich diese dann verkaufe.

Marketing

Dank der vielen eingebauten Features wie Pings, Trackbacks und RSS-Feeds, sind Blogs viel mehr als nur statische Websites. Wann immer ich einen neuen Artikel schreibe, benachrichtigt diese Technologie aktiv andere Menschen und Websites, dass es hier ein Update gibt. Ich habe praktisch kein Marketing für diese Website betrieben – die Technologie plus Mundpropaganda erledigen die Marketing-Arbeit für mich. Es gibt eine Menge Online-Berater, die sich bei meinem Traffic die Hände reiben würden und das wäre auch nicht unmöglich, wenn sie eine ähnliche Strategie verfolgen würden.

Laut Technorati gab es vor wenigen Jahren noch weniger als eine halbe Million Blogs. Heute haben wir schätzungsweise um die 200 Millionen Blogs und diese Zahl wächst und wächst. Das ist ein starkes Wachstum und ich habe davon auch profitiert. Ist das eine Chance, die du an dir vorbeiziehen lässt und von der Seitenlinie betrachtest oder möchtest du da nicht lieber mitmischen?

Wenn du noch kein eigenes Blog hast, dann empfehle aus vollstem Herzen, dass du eins startest, um dein persönliches Wachstum auf das nächste Level zu bringen. Die Software dafür ist frei erhältlich und kostet dich somit nichts. Ich verwende WordPress für dieses Blog (Anm. d. Red. Das englische Blog) und kann es wärmstens empfehlen. Eine neue Version wurde kürzlich veröffentlicht, das die ganze Sache noch einfacher macht. Einige Webhoster automatisieren sogar die Installation für dich. Aber auch wenn du keinen eigenen Webspace hast (oder nicht dafür bezahlen möchtest), so gibt es doch einige kostenlose Services wie WordPress, Blogger, Typepad oder LiveJournal. Diese sind weniger flexibel, wenn es um Anpassungen geht (insbesondere, wenn du ein Einkommen daraus beziehen möchtest), aber mit ihnen kann man viel leichter loslegen und braucht keinen eigenes Webspace-Konto dafür.