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Steve Pavlina Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen Steve Pavlina - Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen

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Wie man eine High-Traffic-Website (oder Blog) aufbaut

Werthaltige, originale Inhalte sind ein Traffic-Magnet

Anm. d. Red. Im Artikel ist immer die englische Website gemeint. Die genannten Werte stimmen nicht denen mit der deutschen Website überein.

Seit ich meine Traffic-Zahlen von 2005 veröffentlicht habe, habe ich viele Fragen bekommen, wie ich es geschafft habe, mit einer völlig neuen Website innerhalb von 15 Monaten über 700.000 Besucher pro Monat zu erreichen – und das ohne Geld für Marketing oder Werbung auszugeben. Es war von Anfang an meine Absicht, eine High-Traffic-Website aufzubauen, insofern glaube ich nicht, das es Zufall war.

Meine Strategie zum Traffic-Aufbau basiert nicht auf Tricks oder Techniken, die irgendwann aus der Mode kommen. Es geht hauptsächlich darum, echten Mehrwert zu bieten und die Mundpropaganda ihr Übriges tun zu lassen. Leider schwimme ich damit heutzutage etwas gegen den Strom, wenn ich mir so ansehe, was an anderen Stellen über Traffic-Aufbau geschrieben wird. Dem meisten kann ich nicht zustimmen. Ich mache praktisch überhaupt kein Marketing für diese Seite. Meine Besucher machen das für mich; nicht weil ich sie irgendwie austrickse, sondern einfach weil sie es wollen.

Hier sind meine 10 besten Tipps für eine High-Traffic-Website:

1. Werthaltige Inhalte erstellen

Sind die Inhalte es wert, von Millionen von Menschen gelesen zu werden? Man sollte immer daran denken, dass es darum geht, einen Mehrwert für andere zu bieten. Bietet man wirklich etwas von Wert und ist es das Beste, was man machen kann?

Wenn ich mich zum Schreiben hinsetze, dann stelle ich mir manchmal vor, auf einer Outdoor-Konzertbühne vor einem Millionenpublikum zu stehen. Dann frage ich mich:

“Was soll ich diesem Publikum von Artgenossen sagen?”

Wenn eine Million Menschen jeweils nur 5 Minuten auf dieser Seite verbringt, dann summiert sich das zu fast 10 Jahren auf. Ich gebe mein Bestes, das meine Artikel das auch wert sind. Das klappt nicht immer, aber das ist die Einstellung, die mir dabei hilft, wirklich gute Inhalte zu erstellen.

Man muss an den Effekt denken, den man mit seinen Worten bei anderen erzielen will. Da ich über persönliches Wachstum schreibe, möchte ich mit meinen Artikeln erreichen, dass die Menschen sich zum Besseren verändern. Ich möchte das Denken der Menschen bereichern, ihr Bewusstsein erhöhen und dabei helfen ihrem Leben die Ängste zu nehmen. Wenn meine Artikel weder das Denken, die Handlungen noch das Bewusstsein der Menschen verändern, dann habe ich meinen Ideen und Werte nicht gut genug vermittelt.

Wenn man sich darauf konzentriert echten Mehrwert zu bieten, anstatt nur austauschbare Inhalte schnell rauszuhauen, dann werden die Leser das merken. Und sie werden anderen davon erzählen und neue Besucher auf die Seite bringen – in Massen. Typischerweise tauchen jeden Tag mindestens 10 neue Links zu meiner Seite auf (meist per Trackbacks, aber auch an anderen Stellen). Ich gehe nicht herum und frage nach Links – andere Blogger setzen sie von selbst, gewöhnlich, weil sie etwas kommentieren, dass ich geschrieben habe. Viele Blogger-Kollegen haben auch die Website an sich mit einer allgemeinen Empfehlung geehrt und nicht nur auf einzelne Artikel verlinkt. Es ist wunderbar, diese Art von Feedback zu bekommen.

Tolle Inhalte sind universell beliebt. Dazu benötigt es harte Arbeit, aber auf lange Sicht gesehen, generiert man so jede Menge nachhaltigen “Referral Traffic” (Besucher, die von anderen Websites kommen). Ich schreibe lieber einen Artikel, auf den ich wirklich stolz bin, als 25 kleinere Beiträge. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die besten Artikel, die ich schreibe, die kleinen, vernachlässigbaren Beiträge locker übertrumpfen. Qualität ist wichtiger als Quantität. Quantität ohne Qualität ist jedoch leichter, was einer der Gründe ist, warum soviele Leute diese Strategie fahren. Letztendlich gibt es im Internet aber schon mehr Quantität, dass niemand mehr sie in seinem ganzen Leben absorbieren könnte, aber es wird immer einen Platz für gute, hochqualitative Inhalte geben, die aus der Masse herausstechen.

Wenn man einem riesigen Publikum keinen echten Mehrwert bieten kann, dann gibt es auch keinen Grund für eine High-Traffic-Website. Und wenn es keinen Grund dafür gibt, dann wird man wohl auch keine aufbauen können. Jedes mal, wenn man etwas schreibt, konzentriert man sich darauf, den möglichst besten Inhalt zu erschaffen. Man wird mit der Zeit besser werden, aber gibt immer sein Bestes. Ich habe einige 2000-Wörter-Artikel geschrieben und sie ohne Veröffentlichung gelöscht, weil ich das Gefühl hatte, dass sie nicht gut genug sind.

2. Originale Inhalte erstellen

Praktisch alles auf dieser Seite ist mein eigener, originaler Inhalt. Ich veröffentliche selten Beiträge, die nur auf Dinge verlinken, die von anderen geschrieben wurden. Es ist mehr Aufwand originale Inhalte zu erstellen, aber das ist meine bevorzugte Langzeitstrategie. Ich habe kein Interese daran ein Persönlichkeitsentwicklungsportal zu anderen Seiten aufzubauen. Ich möchte, dass diese Seite ein Ziel ist, kein Mittelmann.

Infolgedessen bleiben die Leute auch eine Weile, wenn sie diese Website erreichen. Wenn jemand einen meiner Artikel mochte, dann stehen die Chancen gut, dass ihm auch andere gefallen. Inzwischen gibt es hier nun hunderte Artikel zur Auswahl. Man kann sich durch die Kategorien klicken oder das Archiv durchsuchen, wo es eine simple Liste mit allen Artikeln seit dem Start gibt.

Ja, es gibt hier viel zu lesen, mehr als die meisten Menschen an einem Tag lesen können, aber es gibt auch viel Mehrwert (siehe Regel #1). Einige haben mir erzählt, dass sie viele Stunden am Stück gelesen haben und als andere Menschen wieder gegangen sind. Ich denke, dass jeder, der diese Seite für mehrere Stunden am Stück liest, eine Veränderung in seinem Bewusstsein bemerken wird. Wenn man eine Menge vollgepackter, originaler Inhalte von einer einzigen Person liest, dann wird es auch einen Einfluss haben. Und diese Inhalte/Artikel sind mit der Absicht geschrieben, dir beim wachsen zu helfen.

Obwohl ich nicht sonderlich am Wettkampf mit anderen interessiert bin, ist es doch schwer, mit einer Website voll mit originalen Inhalten mitzuhalten. Jeder kann seine eigene Website über Persönlichkeitsentwicklung starten, aber der Geschmack dieser Seite ist einzigartig – einfach weil niemand genau die gleichen Erfahrungen wie ich gemacht hat.

Also, ich glaube schon, dass Websites, die hauptsächlich die Inhalte von anderen veröffentlichen, das Potential haben, am Anfang schneller Traffic aufzubauen. Jedoch denke ich, dass Websites mit originalen Inhalten es leichter haben werden, diesen Traffic auch aufrecht zu erhalten, was ein solideres, langfristigeres Fundament schafft. Nicht jeder wird meine Arbeit lieben, aber für die, die es tun, wird es keinen Ersatz geben.

3. Zeitlose Inhalte erstellen

Auch wenn ich ab und zu über zeitgebundene Ergeignisse schreibe, so ist der Großteil meiner Artikel doch darauf ausgelegt, zeitlos zu sein. Mir ist bewusst, dass alles, was ich heute schreibe, vielleicht noch von Leuten gelesen, wenn ich schon längst tot bin. Aristoteles wird heute noch zitiert, weil seine Ideen zeitlosen Wert besitzen, obwohl er nun seit ungefähr 2300 Jahren tot ist. Ich denke darüber nach, wie meine Arbeit zukünftige Generationen beeinflussen wird – zusätzlich zu meiner eigenen. Welchen Ratschläge soll ich an meine Urenkel weitergeben?

Ich neige dazu, Modeerscheinungen und aktuelle Ereignisse in meinen Artikeln zu ignorieren. Kriege, Naturkatastrophen und korrupte Politiker haben wir seit Tausenden von Jahren. Es gibt genügend andere, die sich genötigt sehen, darüber zu schreiben, also überlasse ich diesen Bereich auch ihnen.

Werden die Inhalte, die man heute erschafft, auch noch echten Mehrwert bieten, wenn wir das Jahr 2010 2020 schreiben? 2100? 4000?

Das Schreiben für zukünftige Generationen hilft mir Unwichtiges wegzulassen und konzentriert beim Kern meiner Aussage zu bleiben – also anderen beim Wachstum zu helfen. Solange es Menschen gibt (auch wenn unsere Körper nicht mehr ausschließlich biologisch sind), wird es auch Möglichkeiten zum Wachstum geben. Insofern gibt es eine Chance, dass zumindest ein Teil dessen, was ich heute erschaffe, auch dann noch relevant sein wird. Und wenn ich etwas schreiben kann, dass für zukünftige Generationen relevant ist, dann wird es sicherlich auch auch heute relevant und bedeutungsvoll sein.

Hinsichtlich des Traffic-Aufbaus ist der Vorteil, dass zeitlose Inhalte Menschen auf einer tieferen Ebene berühren – im Vergleich zu zeitgebundenen Inhalten. Letzteres wird vergessen werden, während man sich an ersteres erinnern wird. Wir haben die News von gestern vergessen, aber wir erinnern uns an die Dinge, die eine Bedeutung für uns haben. Also bemühe ich mich, über Bedeutungsvolles zu schreiben anstatt über Ereignisse.

Auch wenn wir darauf konditioniert sind, zu glauben, dass News und aktuelle Ereignisse wichtig sind, so ist doch im Großen und Ganzen gesehen, das Meiste, worüber die Medien berichten belanglos und irrelevant. Nächste Woche wird man sich nur an sehr wenig der heutigen Nachrichten erinnern, ganz zu schweigen davon, an was man sich in 100 Jahren noch erinnern wird. Sicherlich sind einige Ereignisse wichtig, aber mindestens 99% von dem, was die Medien berichten, ist belangloser Quatsch, wenn man es vor dem Hintergrund der menschlichen Geschichte sieht.

Ignoriert den unwichtigen Kram und konzentriert darauf, etwas zu erschaffen, was das Potential hat, lange Zeit zu überdauern. Schreibt für eure Kinder und Enkel.

4. Zuerst für Menschen, dann für Computer schreiben

Es ist eine Menge darüber geschrieben worden, was die optimalen Strategien für gute Suchmaschinen-Rankings sind, hinsichtlich Post-Frequenz und Post-Länge. Allerdings ignoriere ich diese Ratschläge größtenteils, weil ich für menschliche Wesen schreibe, nicht für Computer.

Ich schreibe, wenn ich etwas bedeutungsvolles zu sagen habe und ich schreibe soviel, wie benötigt wird um es zu sagen. Im Schnitt poste ich ungefähr fünfmal pro Woche, aber ich habe mir da kein Limit gesetzt. Ich schreibe viel längere Artikel als die meisten Blogger. Mir hat noch nie jemand vorgeworfen, mich zu kurz zu fassen. Mein typischer Artikel im Blog hat ungefähr 1500-2000 Wörter und manche (wie dieser hier) sind deutlich länger. Viele erfolgreiche Blogger würden empfehlen, dass ich kürzere Beiträge (250-750 Wörter) verfasse und dafür häufiger etwas veröffentliche (20x pro Woche), da diese Strategie zu mehr “Search engine seeds” führt, für die insgesamt gleiche Menge an Inhalt. Und obwohl ich ihnen zustimme, dass das zu mehr Suchmaschinen-Traffic führen würde, halte ich mich nicht an diesen Rat. Wenn ich das machen würde, dann würde es meiner Strategie, wirklich einzigartigen Mehrwert zu bieten und zeitlose Inhalte zu erschaffen, verquer laufen.

Ich habe kein Interesse daran, solche kleinen Häppchen an Wegwerf-Inhalten zu produzieren, nur um einem Computer zu gefallen. Jeder kann sich einen Artikel ausdrucken um ihn später zu lesen, wenn sie gerade nicht die Zeit haben, aber das Thema sie wirklich interessiert. Ich schreibe auch längere Artikel, weil – auch wenn vielleicht weniger Menschen bis zu Ende lesen werden – sie auf diejenigen, die bis zu Ende lesen, gewöhnlich noch mehr Einfluss haben.

Aufgrund dieser Entscheidungen ist mein Traffic von Suchmaschinen relativ gering verglichen mit dem von anderen Bloggern. Google ist mein beste Quelle, aber macht insgesamt weniger als 1,5% meines Gesamt-Traffics aus. Mein Traffic ist extrem dezentralisiert. Die überwiegende Mehrheit der Besucher kommt über Links auf Tausenden anderen Websites und durch direkte Anfragen. Letztendlich wächst mein Traffic, weil Besucher anderen Leuten von dieser Website erzählen – sowohl online als auch offline. Ich habe auch mit Social Bookmarking Sites wie del.icio.us, digg.com und reddit.com viel Erfolg gehabt, weil sie auf persönlichen Empfehlungen basieren. Ich hatte im letzten Jahr bestimmt ein Dutzend Artikel, die es bei del.icio.us auf die Liste der beliebtesten Artikel geschafft haben – das ist sicherlich mehr als andere geschafft haben.

Ich bevorzuge diese Strategie zum Traffic-Aufbau, weil sie mich weniger anfällig gegen Veränderungen bei den Technologien macht. Ich verstehe, das es Google im Endeffekt wichtig ist, dass seine Nutzer es möglichst leicht haben, wertvolle Inhalte zu finden, also sollte meine aktuelle Strategie gut zu Googles Langzeitstrategie passen. Mein Gefühl sagt mir, dass es Google gut tun würde, mehr Traffic zu mir zu schicken. Aber diese Ausrichtung entsteht schlicht dadurch, dass ich mich zuallererst darauf konzentiere, echten Mehrwert zu bieten.

5. Warum will man eine High-Traffic-Website?

Ich schreibe, weil es mein Zweck ist, Menschen dabei zu helfen, mehr bewusst zu werden – als menschliche Wesen zu wachsen. Ich habe keinen anderen Job oder Karriere als diese eine Sache. Weil meine Arbeit von diesem Zweck getrieben ist, habe ich einen überzeugenden Grund, eine High-Traffic-Website aufzubauen. Ein Grund der sich nach meinen tiefsten persönlichen Werten richtet. Mehr Web-Traffic bedeutet, dass ich einen größeren Einfluß auf noch mehr Menschen haben kann. Und über die nächsten Jahrzehnte wird dieser Einfluß das Potential haben, eine positive Veränderung zu bewirken, die vielleicht die Zukunft der menschlichen Zivilisation beeinflussen kann. Und am allerwichtigsten – ich will der Menschheit dabei helfen, ihre Ängste zu überwinden und auch ihre Mitmenschen nicht mehr über eine Perspektive der Angst wahrzunehmen. Wenn ich damit scheitere, dann scheitere ich. Aber ich gebe nicht auf, egal wie schwierig es wird.

Das sind hohe Ansprüche und vielleicht klingt es, als würde ich übertreiben, aber so denke ich heute über meine Arbeit. Alles andere, was ich so mache, wie z.B. eine High-Traffic-Website aufzubauen, ist nur ein Mittel zum Zweck. Heute säe ich die Samen aus – von denen die meisten noch nicht mal aufgekeimt sind. Eine High-Traffic-Website ist nur einer dieser Samen – eine Folge meines Strebens nach dem Zweck, der mich antreibt. Aber sie ist kein Selbstzweck.

Was wird man machen, wenn man eine High-Traffic-Website erfolgreich aufgebaut hat? Wenn man sich eines Tages in der privilegierten Position befindet, Millionen von Menschen beeinflussen zu können, was wird man zu ihnen sagen? Wird man seine Position ehren und respektieren, indem man sie als einen Kanal sieht, mit dem man dem Wohl aller dienen kann oder wird man diese Möglichkeit wegwerfen um dem eigenen flüchtigen Ruhm und Glück nachzujagen während man seinem Publikum nur entbehrliches Gefasel anbietet?

Obwohl ich diese Website im Oktober 2004 gestartet habe, schreibe ich doch schon seit 1999 Artikel und das Feedback hat mir erlaubt einen Einblick zu bekommen, wie kleine Teile meiner Werke bestimmte Leute langfristig beeinflusst haben. Nachdem sie etwas von mir gelesen hatten, haben Menschen ihre Jobs gekündigt, eigene Unternehmen gegründet, Religionen gewechselt und Beziehungen beendet. Manchen Menschen mag soviel Einfluß das Ego streicheln, für mich intensiviert es aber das Gefühl der Verantwortung, dass ich meiner Tätigkeit als Autor entgegenbringe. Ich habe gesehen, dass ich einen Einfluß auf Menschen haben kann, also sollte ich besser dafür sorgen, dass es ein verdammt guter ist.

Das ist das “Warum” was mich antreibt. Es ist, was mich zwingt, mich 3 Uhr nachts an den Computer zu setzen und etwas nonstop bis 10 Uhr in der Früh zu schreiben. Und ich fühle mich oft inspiriert. Der Hauptgrund, warum ich mehr Traffic will, ist, dass er mir erlaubt, mehr Menschen zu helfen. Darauf richte ich meine Ambitionen für diese Seite aus und infolgedessen bin ich extrem motiviert – was auch ein wichtiger Punkt ist, um seinen Hintern zu bewegen.

6. Lass dein Publikum dein wahres Ich sehen

Mein Leben und mein Schreiben sind so eng miteinander verwoben, so das es unmöglich ist, die beiden voneinander zu trennen. Wenn jemand diese Website liest, dann werden sie mit der Zeit eine Menge über mich als Person lernen. Gewöhnlich entsteht ein etwas verzerrter und ungenauer Eindruck von der Person, die ich heute bin, denn ich habe mich über die Zeit viel verändert – ich bin nicht dieselbe Person, die ich letztes Jahr war – aber es kommt der Sache schon recht nah. Mich näher kennenzulernen, macht es für die Menschen einfacher den Kontext zu verstehen, aus welchem heraus ich schreibe, was wiederum bedeutet, dass mehr Informationen in weniger Zeit vermittelt werden können.

Ich habe viele persönliche Geschichten auf dieser Seite erzählt – meine schmerzhaftesten und schwierigsten Erfahrungen eingeschlossen. Ich mache das nicht um besonders freizügig zu sein, sondern weil diese Geschichten dabei helfen einen Punkt zu illustrieren. Egal, wo man sich heute befindet, man hat immer die Möglichkeit zu wachsen. Vielleicht erstmal nur in kleinen Schritten, aber egal, wie klein diese sind, sie werden sich mit der Zeit aufsummieren und einen gewaltigen Schub für lebenslanges Wachstum liefern. Das ist die Lektion, an die wir uns alle erinnern müssen.

Wenn ich Wege finde, einige meiner dunkelsten Erfahrungen in Lektionen zu packen, die vielleicht anderen in ähnlichen Situationen helfen, dann verwandelt es diese schmerzhaften Erinnerungen in erfreuliche. Sie bekommen eine neue Bedeutung für mich und ich kann sehen, dass es einen positiven Grund gibt, warum ich diese Erfahrungen durchmachen musste – ein Grund, der letztendlich dem größten Wohl aller dient. Kurioserweise, stelle ich heute fest, dass es meine dunkelsten Zeiten sind, die das meiste Licht für andere hervorbringen.

Was die Privatsphäre angeht: die ist mir ziemlich egal. Ich respektiere das Recht an Privatsphäre von anderen – wenn man mir persönliche Geschichten per E-Mail erzählt, dann schnappe ich mir die nicht und poste sie im Blog. Aber ich finde es okay, selber ziemlich “unprivat” zu sein. Das Bedürfnis nach Privatsphäre kommt von dem Wunsch sein Ego zu beschützen, was ein angstgetriebener Wunsch ist und Angst ist etwas, was ich einfach meinem Leben nicht gebrauchen kann. Meine Einstellung ist, dass es völlig okay ist, öffentlich zu scheitern oder abgelehnt zu werden. Der Versuch perfekt zu erscheinen, ist nicht mehr als ein Kartenhaus, dass über kurz oder lang zusammenfallen wird.

Ich glaube, anderen Menschen zu erlauben, mein wahres Ich kennen zu lernen, erlaubt es eine Beziehung mit meiner Leserschaft aufzubauen, die auf Intimität und Freundschaft basiert. Ich mag es nicht, wenn mich einige zu sehr auf ein Podest stellen und Etiketten wie “Guru” oder “Overachiever” verwenden. Solche Bezeichnungen erschaffen eine Barriere, die Kommunikation nur schwerer macht. Sie betonen unsere Unterschiede anstatt unserer Ähnlichkeiten. Kommunikation zwischen Gleichen – zwischen Freunden – ist viel effektiver.

Mehr authentische Kommunikation bedeutet bessere Kontakte zu seinem Publikum, was wiederum mehr zurückkehrende Besucher und mehr Traffic durch Weiterempfehlungen verspricht. Das hat aber keinen manipulativen Hintergedanken – und exzessive oder übertrieben dramatische Selbstoffenbarung zum Zweck des Linkbaiting wird nur nach hinten losgehen. Die Gründe für eine Geschichte müssen immer vorteilhaft für das Publikum sein. Das Mehr an Traffic ist ein positiver Nebeneffekt davon.

7. Schreib, was für dich wahr ist und lerne mit den Konsequenzen zu leben

Wenn die Sachen, über die ich auf dieser Seite geschrieben habe, bedeuten, das ich nie für ein politisches Amt kandidieren kann, dann kann ich damit leben. Ich bin bereit zu schreiben, was für mich wahr ist, auch wenn es meiner sozialen Konditionierung widerspricht. Ehrlich zu sein, ist mir wichtiger als populär zu sein. Aber die Ironie dabei ist, dass mutige Ehrlichkeit unter zivilisierten Menschen so selten ist, dass es langfristig gesehen, vielleicht die beste Strategie zum Traffic-Aufbau ist.

Ich werde oft davor gewarnt, Dinge zu schreiben, die einen Teil meiner Besucher befremden könnte. Aber irgendwie mache ich immer das Gegenteil und mein Traffic wächst anstatt zu schrumpfen. Ich sehe keine Themen als Tabu oder heilig, wenn sie für mein persönliches Wachstum relevant sind und das schließt Ernährung und Religion ein. Es ist kein Geheimnis, dass ich ein veganer Ex-Katholik bin. Stoße ich jemanden vor den Kopf, wenn ich sage, dass das Quälen und Töten von hilflosen Tieren zum Zweck der Lebensmittelherstellung falsch ist? Vielleicht. Aber Wahrheit ist Wahrheit. Ich halte es auch für keine gute Idee, Kühen Zemenstaub und Wachstumshormone zu füttern, lebende Hühner in Massenställen zu halten, wo das Ammoniak in ihren Fäkalien stark genug ist, ihnen die Haut vom Leib zu brennen und 70% unserer Getreideproduktion an unseren Viehbestand zu verfüttern während zehntausende Menschen jeden Tag verhungern.

Ich halte es auch für keine gute Idee, Menschen dafür zu bezahlen, diese Tätigkeiten in meinem Namen auszuführen. Es ändert auch wirklich nichts, wenn 999 von 1000 Menschen mir da nicht zustimmen. Euer Widerspruch ändert nichts an dem, was für die Produktion eures Burgers so alles passiert. Es ist immernoch eine getötete, gequälte, mit Chemikalien gespritze Kuh, die zu einem sehr traurigen Leben verdammt war – wegen einer Entscheidung, die du getroffen hast. Und du bist immernoch für deine Rolle beim Leid dieser Kuh verantwortlich, ob dir es nun gefällt oder nicht.

Der letzte Absatz ist ein gutes Beispiel für die Art von Dingen, die ich schreibe, die manchen Leuten das Bedürfnis verspüren lässt, mich in einen Käfig zu packen, mit Hormonen zu injizieren und mich mit Zementstaub zu füttern. Es würde mich nicht sonderlich überraschen, wenn ich dieses Schicksal erleiden sollte.

Ich schreibe, was für mich wahr ist, unabhängig von der öffentlichen Meinung. Manchmal bin ich damit auf der Seite der Mehrheit; manchmal nicht. Mir ist völlig klar, dass einige meiner Ansichten unpopulär sind und damit kann ich prima leben. Womit ich nicht leben kann, ist Wahrheit per Mehrheitsvotum.

Ich nehme mir Zeit um mir meine eigenen Meinungen zu bilden anstatt wiederzukäuen, was man mir als Kind gelehrt hat. Und ich bin mir auch darüber im Klaren, dass es Menschen gibt, die Milliarden von Euro ausgeben um dir einzureden, dass ein Hamburger nichts mit einer sehr armen, getöteten, gequälten und chemisch behandelten Kuh zu tun hat. Aber ich werde weiter schreiben um dir dabei zu helfen, dir solcher Dinge bewusst zu werden, auch wenn du mich dafür vielleicht hassen wirst. Diese Ablehnung wird schließlich zu Zweifeln führen, welch wiederum zu Veränderung und Wachstum führen – als eine feine Sache. Mit Ablehnung kann ich gut umgehen.

Ich mache mir wenig Sorgen, dass ich die Gefühle von anderen verletze. Verletzte Gefühle sind für viele Menschen ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn ich dich so leicht kränken kann, dann bedeutet das für mich, dass du bereits einen Teil Wahrheit in dem was ich geschrieben habe, erkannt hast, aber du bist noch nicht bereit, dich der Sache bewusst zu stellen. Wenn du etwas von mir liest, dass eine emotionale Reaktion provoziert, dann ist ein Samen bereits gepflanzt worden. Mit anderen Worten: es ist bereits zu spät für dich. ;)

Mein Ziel ist es nicht, irgendjemanden von irgendetwas bestimmten zu überzeugen. Ich bin kein Aktivist für die Rechte der Tiere und ich habe auch keine Religion, die ich bewerben möchte. Mein Ziel ist es Menschen aufwachen zu lassen, damit sie bewusster leben. Dazu bedarf es, dass Bewusstsein der Menschen hinsichtlich aller Facetten ihres Lebens zu erweitern, damit sie große Entscheidungen selbstständig treffen können. Es gilt einige soziale Konditionierungen zu durchbrechen und mit bewusster Erkenntnis und Intention zu ersetzen. Das ist eine große Aufgabe, aber jemand muss es machen. Und wenn ich es nicht mache, dann muss ich mir eingestehen, dass ich ein Teil des Problems bin, genau wie alle anderen (winter)schlafenden Bären.

Über die Bedeutung der Transparenz beim Bloggen ist eine Menge geschrieben worden und die Wahrheit ist die beste Transparenz überhaupt. Wahrheit schafft Vertrauen und Vertrauen schafft Traffic. Keine Spiele, keine Tricks… nur einfach die gute alte und brutale Wahrheit. Sogar die Leute, die sagen, dass sie dich hassen, werden dennoch wiederkommen und schließlich zu deinen leidenschaftlichsten Befürwortern werden. Auch wenn sie nicht deiner Meinung sind, werden sie lernen, dass sie dir vertrauen können und das deine Absichten ehrenwert sind – und Vertrauen ist viel wichtiger als Zustimmung.

8. Behandele deine Besucher wie echte menschliche Wesen

Obwohl ich an meinem Computer sitze, scheinbar einsam, so weiß ich doch, dass du ein echtes menschliches Wesen bist, dass auf der anderen Seite liest. Eine Entschuldigung geht an die empfindungsfähigen Androiden, die das – vielleicht viele Jahre nachdem es geschrieben wurde – lesen. Ihr seid nicht einfach nur eine Zahl in meiner Web-Statistik. Trotz der involvierten Technologie und der Zeit-Raum-Unterschiede zwischen meinem Schreiben und eurem Lesen, gibt es doch eine Verbindung von Mensch zu Mensch zwischen uns, die Zeit und Raum überwindet. Und diese Verbindung ist mir wichtig. Ich fühle ihre Gegenwart, wann immer ich beim Schreiben mein Bestes versuche.

Während ich mir anfangs vorstelle, auf einer Bühne vor einer Million Menschen zu stehen, wenn ich über ein Thema schreiben will, so stelle ich mir doch, sobald ich damit tatsächlich loslege, ein Gespräch unter vier Augen mit einem Freund vor. Das bedeutet, dass ich einen Teil von mir offenbare und ehrlich bin, wie bereits besprochen, aber es bedeutet auch, dass ich mir wirklich über den anderen als Person Gedanken mache. Und das ist vielleicht eins der am besten gehüteten Geheimnisse meines Erfolgs als Blogger. Ich interessiere mich tatsächlich dafür, dir beim Wachstum zu helfen. Ich möchte, dass du bewusster wirst und neues lernst. Ich möchte, dass du weniger Angst in deinem Leben erfährst. Und meine Sorge um dein Wohlergehen hängt nicht davon ab, ob du mich magst.

Mir kommt es so vor, das wir viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben. Ausgehend von dem, was ich über mich selbst weiß, stelle ich mir vor, dass du morgen ein besseres Leben als gestern führen möchtest. Ich stelle mir vor, dass du gerne glücklicher, erfüllter und mehr im Frieden mit dir selbst sein möchtest. Ich stelle mir auch vor, dass du dein Potential nicht voll ausschöpfst und etwas Hilfe gebrauchen könntest um deine Ängst zu überwinden und gewisse Probleme lösen zu können. Und schließlich stelle ich mir vor, dass du es mir nicht glauben würdest, wenn ich sage, dass du all das für nur 19,95 Euro haben kannst (und das solltest du auch nicht).

Der Grund, aus dem ich so hart daran arbeite, originale Inhalte zu erschaffen und diese frei zur Verfügung zu stellen, ist mein Wunsch, so vielen Menschen wie möglich helfen zu können. Ich sorge mich wirklich darum, was mit diesem wunderschönen Planeten und den Menschen, die auf ihm leben, geschieht. Es ist möglich, dass ich dein Leben tatsächlich mehr schätze, als du selbst. Das ist die Art von Motivation, die nie schwindet. Manchmal verliere ich sie aus den Augen, wenn ich mich in den Details verheddere, aber die Verbindung ist immer da und wartet darauf, dass ich sie wieder aufnehme, wann immer ich will. Das versorgt mich mit einem Quell an kreativen Ideen und einer unerschöpflichen Leidenschaft um etwas beizutragen.

Ich brauche keine dummen Marketing- und Verkaufstricks zu veranstalten. Es gibt hier nichts zu kaufen. Selbst wenn ich in Zukunft ein paar Produkte zu der Website hinzufüge, dann werde ich nicht versuchen, dich mit einer Handvoll falscher Versprechen zu manipulieren, damit du etwas kaufst, was du nicht brauchst. Ich würde auf die Weise kurzfristig mehr Geld verdienen können, aber das würde unsere authentische Verbindung kappen, eine Mauer zwischen uns erschaffen und die Menge an Einfluß, die ich haben könnte, reduzieren. Letztendlich würde dieser Ansatz für mich scheitern – zumindest in der Hinsicht, wie ich Erfolg definiere. Ich kann dir nicht beim wachsen helfen, wenn ich dein Vertrauen mißbrauche.

Ich kann niemanden zum Wachstum zwingen, der es nicht selber will. Aber es gibt eine Menge Menschen auf diesem Planeten, die jetzt bereit sind, ihr wenig bewusstes Leben loszulassen und sich dem nächsten Level der menschlichen Existenz zu nähern. Und sie benötigen dabei Hilfe, weil es eine schwierige Reise ist und starke Mächte dagegen arbeiten.

Echte Menschen, die anderen echten Menschen helfen, ist das, worum es bei Aufbau von Traffic wirklich geht. Das ist genau das, was ein Link oder eine Empfehlung ist. Wenn man wirklich darauf aus ist, anderen Menschen zu helfen, weil es einem selbst wichtig ist, dann wird man sich bald einem Überfluss an Traffic gegenüber sehen.

9. Geld spielt eine Rolle

Geld ist wichtig. Natürlich muss auch ich Rechnungen bezahlen. Geld bezahlt meinen Computer, meine High-Speed-Internetverbindung, mein Haus und mein Essen. Ich bin gestern erst von einem Urlaub zurückgekehrt, der mit Geld bezahlt wurde. Meine Frau und ich hatten eine tolle Zeit – teilweise auch, weil wir uns auf dieser Reise über Geld keine Gedanken machen mussten. Wir haben alles unternommen, was wir wollten ohne dabei jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen. Und diese Website hat dafür bezahlt.

Es ist wichtig, dass ich eine gewisse Summe Geld durch meine Arbeit generiere, aber es ist nicht nötig, dass ich das Maximale an Euros herausquetsche. Es ist sogar so, dass ich die Website – hinsichtlich der Menge an Traffic – nicht gut monetarisiere. Aber Geld ist nur ein Mittel zum Zweck und kein Selbstzweck. Einen positiven Beitrag leisten zu können, ist für mich viel wichtiger als Geld. Geld kann nützlich sein, dieses Ziel zu erreichen, aber menschliche Beziehungen sind weitaus wichtiger. Das Lustige ist, dass, je weniger ich mich auf Geld verlasse, desto mehr in mein Leben zu treten scheint.

Ich verdiene bereits mehr Geld, als ich benötige um meine Rechnungen zu bezahlen und mein Einkommen durch die Website nimmt jeden Monat noch zu. Wenn ich einfach so weitermache wie bisher, dann werde ich vermutlich recht vermögend enden. Aber Geld ist ein extrem schwacher Motivator für mich. Sehr wenig von dem, was ich heute mache, liegt Profit als Motiv zugrunde – mit der Ausnahme, dass Geld noch größere Ziele ermöglichen wird. Das scheint einige Leute zu verwirren, denn einige meiner Entscheidungen zielen darauf ab Geld zu verdienen, aber viele andere wiederum nicht. Während ich mich selbst als Unternehmer sehe (zumindest ist das weniger isolierend als “Guru”), so sehe ich doch Geld nur als ein Werkzeug zur Verbesserung und Verbreitung meiner Beiträge.

Während viele Unternehmer nach Geld streben, mit dem Ziel wohlhabend zu werden, so wähle ich doch einen anderen Weg. Ich versuche Geld zu verdienen um den Grad meiner Freiheit zu vergrößern. Ich möchte nicht darin steckenbleiben für Geld arbeiten zu müssen, also lehne ich regelmäßig Angebote ab, mit denen ich zwar Geld verdienen könnte, die aber meine Freiheit einschränken würden. Zum Beispiel mache ich kein Consulting oder Coaching. Infolgedessen finden sich auf meinem Kalender auch nur sehr wenige feste Termine. Das heisst nicht, dass ich faulenze. Das bedeutet nur, dass ich frei entscheiden kann, wie ich meine Zeit verbringen möchte anstatt das tun zu müssen, was andere von mir wollen. Ich benötige diese Menge an Flexibilität um mein Bestes geben zu können.

Indem ich genau darauf acht gebe, wie ich Geld verdiene und nicht so sehr darauf, wieviel es ist, halte ich die Rolle des Geldes im Zaum. Das erlaubt mir, auf mein Ziel fokussiert zu bleiben und mich nicht zuviel damit zu beschäftigen, eine Marke aufzubauen, Verkäufe abzuschließen oder fragwürdiges Marketing zu betreiben.

Ich kann es nicht leiden, wenn andere Leute ein-dimensionale Verkaufs- und Marketingtaktiken bei mir anwenden, also vermeide ich diese Techniken auch auf dieser Seite. Ich habe mich in gewisser Weise aus dem aktuellen kapitalistischen System ausgeklinkt und mein eigenes (Konkurrenz-)System aufgebaut, dass meiner Meinung nach viel kongruenter mit einem bewussten Lebensstil ist. Es würde mich sehr freuen, wenn andere Menschen auch den Grad an Freiheit genießen können, den ich jeden Tag habe. Ich bin sicher, dass ich meinen Ansatz weiterhin verbessern werde, aber bisher funktioniert er wunderbar. Man stelle sich nur ein Business ohne Produkte, ohne Lager, ohne Verkäufe und ohne Kunden vor, das aber dennoch einen üppigen, positiven Cashflow generiert.

Da das Einkommen größtenteils automatisch generiert wird, kann ich mich meine Zeit und Energie neuen Inhalten widmen anstatt mich um Marketing oder Verkäufe kümmern zu müssen. Und die Möglichkeit soviel Zeit für neue Inhalte aufbringen zu können ohne sich darum sorgen zu müssen, wie ich meine Rechnungen bezahlen soll, macht es auch viel einfacher mehr Traffic aufzubauen.

Manche Geschäftsmodelle machen den Aufbau von Traffic sehr schwer. Man muss eine Menge Zeit und Energie für neue Besucher aufbringen und dann auch noch versuchen, denen ein Produkt oder einen Service zu verkaufen. Es ist immer ein harter Kampf bergauf.

Ich stelle meine besten Inhalte kostenlos zur Verfügung. Mundpropaganda macht den Rest. So gesehen fährt meine Strategie zum Traffic-Aufbau immer bergab. Es war noch nie ein großer K®ampf für mich. Und sobald man erstmal ausreichenden Traffic hat, dann ist es auch nicht schwer diesen zu monetarisieren ohne sich dafür verrenken zu müssen.

Wir haben doch alle dieses Sprichwort gehört:

“Bau eine bessere Mausefalle und sie werden kommen.”

Und wir haben auch die Marketing- und Verkaufsleute gehört, die gesagt haben, dass das einfach falsch ist – man muss auch die Mausefalle effektiv vermarkten und verkaufen können. Ich sage, sie liegen alle falsch. Mein Ansatz ist das Äquivalent von:

“Bau eine bessere Mausefalle, verschenke sie und sie werden kommen – und auch noch ihre Freunde mitbringen.”

10. Wenn du die ersten 9 Tipps vergisst, dann konzentriere dich nur darauf anderen wirklich zu helfen und der Rest wird sich ergeben

Eine Sache, die mich bei typischem Selbsthilfe-Marketing abtörnt, ist die Tatsache, dass Autoren und Redner sich oft als das Gegenteil ihres Publikums darstellen. Ich bin erfolgreich und du nicht. Ich bin reich und du nicht. Ich bin fit und du nicht. Du brauchst mich, weil etwas in deinem Leben fehlt, ich habe genau das, was du brauchst und wenn du mich bezahlst (und mich so noch reicher und dich ärmer machst), dann zeige ich dir, wie du das auch haben kannst. Und wenn es bei dir nicht funktioniert, dann bedeutet das, das du ein noch größerer Idiot bist, als die Leute, die mir Empfehlungsschreiben geliefert haben.

Ich bin sicher, du hast diese Art Schwachsinn schon einige Male gehört.

Dieses ganze “Ich bin angekommen und du nicht” Zeug ist Quatsch. Es suggeriert, dass sich das Leben um Zielpunkte dreht und dass man, sobald man angekommen ist, fertig mit dem Wachstum ist und nun einfach entspannen und einen fruchtigen Drink für den Rest seines Lebens genießen kann. Aber im Leben gibt es mehr, als nur das Überschreiten von gewissen Grenzen. Wenn man vom Single-Dasein in die Ehe übergeht oder vom Nicht-Millionär zum Millionär, dann ist das alles schön und gut. Der Übergang ins Elterndasein war ein großer Schritt für mich. Aber das ist nur ein Tag in meinem Leben und um ehrlich zu sein, hatte ich da auch nicht viel Kontrolle drüber – abgesehen von einer Entscheidung neun Monate früher (und zu dem Zeitpunkt schien es eine sehr gute Idee zu sein). Aber was ist mit all den anderen Tagen?

An meinem Wachstum als menschliches Wesen arbeite ich täglich. Ich verspüre tiefe Leidenschaft in Bezug auf mein eigenes Wachstum, so dass ich natürlich diesen Teil meiner Reise mit anderen teilen möchte. Wenn ich jemals anfange mich als “Ich bin erfolgreich und du nicht” zu vermarkten, dann hoffe ich, wird jemand kommen und mich von meinem Elend erlösen, denn das würde bedeuten, dass ich aufgehört habe zu wachsen und bereit für den Tod bin. Ich erwarte nicht, das das Wachstum jemals aufhören wird, solange ich als Mensch existiere. Es gibt immer neue Entscheidungen, die es zu treffen gilt und neue Erfahrungen, an denen man sich erfreuen kann. Und ja.. es gibt auch eine Menge Fehler, die es zu machen gilt.

Einer der größten Vorteile anderen zu helfen, ist, dass es die Angst aus dem Weg räumt. Ohne Angst wird man endlich frei genug sein, einfach man selbst zu sein. Du bist fähig intelligente Risiken einzugehen und unabhängig von bestimmten Ergebnissen zu sein, denn die Reise ist viel wichtiger als die spezifischen Stationen, die auf dem Weg liegen. Mich persönlich interessieren weniger die (Ziel-)Orte, als die Entdeckungen auf dem Weg dorthin. Ich liebe die Vorfreude auf das, was mich hinter der nächsten Kurve erwartet.

Wenn wir uns gegenseitig helfen wollen, dann müssen wir Verbündete beim Streben nach Wachstum sein – keine Gegner. Insofern macht es keinen Sinn künstliche Wälle zwischen uns hochzuziehen. Das Ego benötigt Wälle als Schutz, aber wenn wir diese angstgetriebenen Bedürfnisse des Egos hinter uns lassen können, dann werden wir viel größere Fortschritte machen.

Es gibt eine Menge Dinge, die ich mit dieser Seite machen könnte, die mir kurzfristig mehr Geld oder noch mehr Traffic-Wachstum einbringen würden, aber ich tue sie nicht, weil sie uns nur mehr auseinandernbringen würden. Ich wäre auf meiner Seite, du auf deiner und wir beide hätten eine etwas Angst voreinander. Ich würde mir Sorgen machen, dass du vielleicht nicht kaufen willst, was ich anbiete und du würdest dich davor fürchten, abgezockt oder ausgenutzt zu werden. Wir würden uns nur mehr in unseren Ängsten baden, was genau das Gegenteil von dem ist, was wir zum Wachsen brauchen.

Eine der größten Herausforderungen im heutigen Leben ist, herauszufinden, wie man genug Leuten dabei helfen kann, ihre primäre Einstellung von Angst zu Liebe zu verändern. Unsere Emotionen sind eine Energiequelle für uns (sie treiben unsere Handlungen an) und der Großteil der Welt ist von Angstenergie getrieben. Sich mal die Nachrichten anzuschauen ist ein gutes Beispiel; wir können richtig fühlen, wie es uns energetisiert anderen beim Leiden zuzusehen. Das Quälen von Tieren ist ein weiteres Beispiel; wir essen ihre Angst zum Frühstück.

Aber es gibt auch einen anderen Treibstoff für das menschliche Bewusstsein und der vielleicht beste Weg, ihn zu beschreiben, ist: bedingungslose Liebe. Damit ist nicht die schmalzige Emotion romantischer Liebe gemeint – es ist der Sinn für die Verbindung mit allen Dingen, die existieren und eine Sehnsucht, dem Wohl aller zu dienen. Bedingungslose Liebe, wenn sie denn der Haupttreibstoff wird, kultiviert Angstlosigkeit. In diesem Zustand kennt man immer noch die Kampf-oder-Flucht-Reaktion, aber man wird nicht mehr von emotionalen Sorgen, wie der Angst vor Niederlagen oder der Angst vor Ablehnung angetrieben. Man fühlt sich absolut sicher, unabhängig von den äußeren Umständen. Und wenn man dieses Gefühl der bedingungslosen Sicherheit hat, dann ist man wirklich frei, man selbst zu sein, neue Erfahrungen zu begrüßen und sehr schnell zu wachsen.

Persönliches Wachstum ist kein Nullsummenspiel. Wenn man als Mensch wächst, dann schädigt man nicht mich damit. Im Gegenteil, wenn alle von uns als Individuen wachsen, dann wird es den ganzen Planten zu einem besseren Ort für alle machen. Wenn genug Menschen ihre Polarisation von Angst auf bedingungslose Liebe verändern, dann wird dieser Planet ein echtes Paradies werden. Das ist eine gute Sache für uns alle; eine die viel wichtiger als all das Geld der Welt ist.

Vielleicht hast du weniger ambitionierte Ziele als das Erweitern des menschlichen Bewusstseins oder den Weltfrieden für deinen Traffic. Das macht nichts. Du kannst dich dennoch hauptsächlich darauf konzentrieren, anderen zu helfen und wenn du das machst, dann wirst du es auch relativ leicht finden, eine High-Traffic-Website aufbauen zu können. Wenn man es sich zum Ziel setzt, dem Wohl aller zu dienen, dann wird man dabei reichlich Hilfe bekommen – und das Beste ist: man verdient sie auch!

Gib dein Bestes um deinen Besuchern aus echtem Interesse an ihrem Wohlbefinden heraus zu helfen und sie werden dir im Gegenzug dabei Helfen deinen Traffic wachsen zu lassen und sogar ein nettes Einkommen daraus zu generieren. So einfach ist es.

Abschließende Gedanken

Eine High-Traffic-Website aufzubauen kann sehr herausfordernd sein, wenn man es nie zuvor gemacht hat. Diese Tipps kratzen nur an der Oberfläche von dem, was man alles wissen muss um erfolgreich zu sein. Ich habe seit dem Schreiben des Artikels eine Alternative für diejenigen gefunden, die Schwierigkeiten damit haben, substanziellen Traffic aufzubauen und damit Geld zu verdienen. Wer sich dafür interessiert, sollte sich den Artikel zu “Site Build It!” (Anm. d. Red. Kommt bald) durchlesen.