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Wie man negative Einstellungen gegenüber Geld los wird

Halten dich negative Einstellungen im Umgang mit Geld zurück?

Welche negativen und einschränkenden Überzeugungen gegenüber Geld halten dich davon ab, all den Wohlstand und den Überfluss zu erreichen, den du verdienst?

Das Million Dollar Experiment hat für eine Flut an Mails gesorgt, in denen mir von Teilnehmer berichten, wie sie ihre einschränkenden, finanziellen Überzeugungen entdeckt und durchbrochen haben. Auch diejenigen, die noch kein Geld manifestiert haben, wie schon der simple Akt, sich auf die Anziehung von mehr Wohlstand und Überfluss (für das höchste Wohl aller) zu konzentrieren, dazu geführt hat, dass innere Widerstände aufgetaucht sind. Und dann kann man auch an diesen Widerständen bewusst arbeiten. Einige haben mir erzählt, dass es für sie sogar wichtiger war, diese versteckten Blockaden aufzulösen, als das Geld an sich.

Jeder scheint verschiedene Blockaden zu haben. Für manche ist es die Vorstellung von Geld im Überfluss – mehr als man zum Überleben braucht – die schon Unbehagen auslöst. Für andere ist es die Idee – reich zu sein – an sich und die dazugehörigen negativen Assoziationen, die sie gelernt haben, mit reichen Menschen in Verbindung zu bringen (gierig, egoistisch, böse, korrupt, usw.). Und andere wiederum haben mir erzählt, dass es ein Problem mit ihrem Selbstvertrauen ist – das sie das Gefühl haben, das extra Geld nicht zu verdienen und daher blind gegenüber finanziellen Chancen sind.

Tony Robbins hat ein Segment von seinem Personal Power II Programm der Meisterung von Finanzen gewidmet und er sagt, dass der Hauptgrund, warum wir keinen finanziellen Überfluss erleben, ist, dass wir negative Assoziationen damit verbinden, mehr Geld zu haben, als man braucht. Das ist ein kontroverses Statement, aber ich glaube, er hat absolut recht. Der schwierige Teil ist zu herauszufinden, wie diese Blockaden genau aussehen. Viele werden in früher Kindheit installiert und werden so verinnerlicht, dass wir ihrer gewöhnlich gar nicht bewusst sind. Wir sehen solche einschränkenden Überzeugungen als gegeben an, ohne zu bermerken, wie sie uns sabotieren oder wie schrecklich dumm sie eigentlich sind.

Mein größte, finanzielle Blockade war der Widerstand gegenüber dem Konzept, dass sich Geld sehr leicht verdienen lässt – fast schon mühelos. Ich habe in meiner Kindheit gelernt, das Geld das Ergebnis harter Arbeit ist. Obwohl ich gelegentlich Geschenke an Feier- und Geburtstagen bekommen habe, so musste ich für mehr Geld in der Regel doch auf irgendeine Weise arbeiten. Diese Überzeugung habe ich auch noch durch viele Jahre mit meinem ersten Unternehmen bei mir getragen. Wenn ich mehr Geld wollte, dann schien meine Strategie immer auf viel harter Arbeit zu basieren.

The E-Myth Revisited von Michael Gerber

Diese Überzeugung erschien mir sehr logisch und intelligent. Wie kann denn eine gute Arbeitsmoral bitte schlecht sein? Aber nachdem ich Michael Gerbers The E-Myth gelesen hatte, konnte ich erkennen, wie schlichtweg dumm dieses Muster war. Harte Arbeit ist toll, aber diese Überzeugung hat mich davon abgehalten, leichteren Wegen, Geld zu verdienen, überhaupt nachzugehen. Ich habe Aufwand mit Wert verwechselt und das hat mich gegenüber Möglichkeiten, Geld zu verdienen, indem ich meinen Wert erhöhe, blind gemacht und ich habe stattdessen einfach nur härter und länger gearbeitet. Als ich begann mich auf den Wert statt den Aufwand zu konzentrieren, konnte ich ein nettes Einkommen erwirtschaften obwohl ich weniger Stunden gearbeitet habe (nie wieder im Büro schlafen) und ich fing damit an, verschiedene Einkommensströme aufzubauen, die größtenteils passiver Natur waren (Lizenzgebühren, Automatische, digitale Verkäufe über das Internet, Partnerschaften mit anderen, usw.). All das wurde möglich, nachdem ich die Überzeugung, das harte Arbeit eine Notwendigkeit zum Geld verdienen darstellt, abgelegt hatte. Eine weitere Überzeugung, die ich überwinden musste, war die Vorstellung, dass man Zeit für Geld eintauschen muss. Diese Änderungen sind schon vor vielen Jahren passiert, aber ich habe seitdem weitere einschränkende Überzeugungen entdeckt und eliminiert.

Vermutlich hast du im Internet auch schon gewisse Kreise entdeckt, wo die Aversion gegenüber dem Geld verdienen, fast schon kultartig zelebriert wird. Ich habe das bis zu einem gewissen Grad bei verschiedenen Bloggern erlebt. Die romantische Vorstellung vom “Verhungernden Studenten” wird hoch geschätzt, während Blogger mit Unternehmergeist als kalt und rücksichtslos angesehen werden – als ob sie sich weniger für ihr Publikum interessieren würden oder es nur wegen dem Geld machen würden. Die Blogger, die sich dieser einschränkenden Überzeugung verschreiben, tun mir leid. Du musst dir bewusst machen, dass immer, wenn du irgendetwas online verdienen möchtest, es Leute geben wird, die sich deswegen beklagen werden. Aber das heisst nicht, dass du dich diesem Gruppendenken unterordnen musst und dabei deine eigenen finanziellen Ergebnisse sabotieren sollst. Die Mentalität, dass alles kostenlos sein soll, ist bei Teenagern, die nach an der Nabelschur ihrer Eltern hängen und sich selber nicht viel leisten können, sehr beliebt. Es ist schön, wenn man ein paar werthaltige Dinge kostenlos zur Verfügung stellen kann, aber dieses Modell dient meist nicht dem größten Wohl aller.

Ich verschreibe mich keinem Glaubenssystem, dass erfordern würde, dass ich mich selbst auf dem Altar der kostenlose Dinge opfern müsste. Meiner Meinung nach, findet man in Ayn Rands Atlas Shrugged ein besseres Modell. Ich sehe mich selbst nicht als Objektivisten, aber es ist eins meiner liebsten Allzeitklassiker, weil es so eine interessante Philosophie beinhaltet. Ich liebe Rands Vorstellung davon, wie man Werte für Werte eintauscht. Menschen mit hoher Integrität schließen miteinander Deals ab und tauschen so fair ein Wert gegen einen anderen, aber sie gehen mit manipulativen Vorteilsnehmern ganz anders um – am Ende des Buches lassen sie diese praktisch zurück und weigern sich, mit ihnen Geschäfte zu machen. Ich bin nicht so streng wie Rand bei dieser Philosophie, aber ich finde es dennoch hilfreich, mir vorzustellen, dass ich fair einen Wert gegen einen anderen eintausche und die Angebote ignoriere, die mir unfair oder einseitig erscheinen. Ich stelle sehr viele kostenlose Inhalte zur Verfügung, so dass jeder davon profitieren kann, aber ich bin auch mir gegenüber fair. Ich möchte das meine Arbeit eine Win-Win-Situation ist. Du gewinnst. Ich gewinne. Aber es gibt doch eine ganze Menge Menschen, die mir Angebote unterbreiten, die doch klar ein Win-Lose darstellen. Ich ignoriere sie einfach. Wie ich in einem früheren Artikel über Egoismus geschrieben habe, glaube ich daran, dass man einen Platz finden kann, wo der Dienst an sich selbst und der Dienst an anderen, ein und dasselbe werden können. Ich habe festgestellt, dass es zu ernsten Problemen führt, wenn es einen Konflikt zwischen diesen beiden Seiten gibt. Ich habe kein Interesse daran, ein gieriges, egozentrisches, geldgeiles Schwein zu sein, noch möchte ich ein, mich selbstopfernder Märtyrer sein. Ich habe viel darüber nachgedacht, wie ich meinen Beitrag mit dem größten Wohl aller in Einklang bringen kann, so dass beides in die gleiche Richtung zeigt.

Atlas Shrugged von Ayn Rand

Einige haben mich darauf hingewiesen, dass auf dieser Seite eine Menge Werbung gibt – manchmal mehr als bei anderen Blogs. Dong. Man hätte schon blind sein müssen, um das nicht zu bemerken. Aber der Grund für die Werbung ist sehr einfach – die Leute klicken darauf. Diese Anzeigen generieren für mich jeden Monat tausende Dollar (Anm. d. Red. Wie immer ist das englische Blog gemeint – nicht diese Seite hier) an Einkommen. Sie bezahlen die Hypothek meiner Familie, die Krankenversicherung, usw. Ich nutze dieses Einkommen auch um meine Dienste weiter auszubauen. Die ersten Werbeeinnahmen haben das Equipment für die Podcasts bezahlt (Anm. d. Red. Kommen noch auf deutsch), sowie die Kosten für ein Upgrade des Webservers. Ich kann deswegen soviel Inhalte zur Verfügung stellen, weil ich mich nicht darum sorgen muss, andere Dinge für Geld tun zu müssen. Ich kann meine Energie auf die Erschaffung von Werten konzentrieren. Die Werbung hat auch dem Traffic-Wachstum nicht geschadet. Ich konnte den Traffic seit Anfang des Jahres um ein Vielfaches steigern und wenn die Werbung dazu führt, dass sich das Wachstum etwas verlangsamt, dann kann ich damit leben. Wenn der Traffic noch schneller wachsen würde, dann hätte ich Probleme mitzuhalten. Die Werbung schafft auch Werte für die Werbetreibenden, von denen viele Produkte und Dienste im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung anbieten (was ich ganz gut finde). Wenn die Werbung irrelevant wäre, dann würde nur wenige darauf klicken und ich würde die Seite nicht auf diese Weise monetarisieren. Ich habe mit einer Zahl verschiedener Werbe-Layouts experimentiert und ich habe scheine es nicht zu schaffen, die aktuelle Variante zu schlagen. Sie ist erstaunlich effektiv. Ich kann endlos darüber spekulieren, warum es funktioniert, aber im Moment weiß ich nur, dass sie es tut. Ich teste und bastele jeden Monat daran herum und werde auch weiter experimentieren.

Wenn ich weniger Werbung auf der Seite einblenden würde – was anderen Blogs dann wohl eher entsprechen würde – dann würde ich schätzen, dass mein Einkommen nur bei so 20-30% von dem jetzigen liegen würde. Dann müsste ich aus eigener Tasche einiges drauflegen. Ich denke, die aktuelle Situation ist eine faire Balance zwischen Aufopferung meinerseits, alles kostenlos zu machen und der Notwendigkeit, dass man eine Gebühr zahlen müsste, um die Artikel lesen zu könne. Ich mag es, dass ich so die Möglichkeit habe, soviel Inhalte kostenlos bereitzustellen und jeder die Artikel lesen kann. Ayn Rand hätte das vermutlich nicht so gefallen, aber ich möchte auch Menschen helfen, die es sich nicht leisten können, etwas zu zahlen. Ich kann damit absolut leben, dass einige sich von der Werbung genervt fühlen (es gibt nur weniges, von dem was ich tue, das nicht irgendwo irgendjemanden nervt). Die Werbung kann von jedem, der es gerne möchte, ausgeblendet werden. Ich habe über eine Variante mit Mitgliedsbeitrag nachgedacht, aber das würde dem Traffic-Wachstum schaden, da ich so Inhalte vor den Suchmaschinen verstecken müsste und so das Potential für Links zu bestimmten Artikeln gleich mit töte. Vielleicht werde ich in Zukunft mit anderen Modellen experimentieren, aber dann auch nur im Vergleich zum jetzigen, das wie gesagt, gut funktioniert.

Vor einem Jahr war ich noch sehr gegen Werbung. In den ersten vier Monaten gab es überhaupt keine Werbung auf dieser Seite. Dann empfahl mir jemand Google AdSense und wie ich es gewöhnlich mache, so gab ich dem eine Chance und habe es ausprobiert. Ich bin erstaunt, wie gut es funktioniert. Meine AdSense-Einnahmen sind seitdem jeden Monat um durchschnittlich 50% gestiegen – wir reden hier über ein Vielfaches seit Anfang des Jahres. Ich weiß nicht, wieviel länger dieses Wachstum noch anhalten kann, aber es sieht soweit sehr vielversprechend aus. Selbst wenn es nur noch, konservativ geschätzt, 10% pro Monat steigt, dann wird es mein Einkommen in einem Jahr auch verdreifachen. Und 20% würde dem 9fachen entsprechen.

Panikmacher würden sich vermutlich wegen einem Crash der Online-Werbe-Industrie fürchten. Aber wenn das passiert, dann steige ich einfach auf ein anderes Einkommensmodell um. Es gibt unzählige Möglichkeiten Web-Traffic zu monetarisieren.

Um diesen Punkt zu erreichen, musste ich meiner Intuition folgen und alle auf Angst basierenden Gedanken verbannen, die mich davon abgehalten hätten, einen größeren finanziellen Wohlstand zu erreichen. Ich musste bewusst an meiner Philosophie bezüglich Wohlstand und Überfluss arbeiten. Für mich basiert sie darauf, Werte für andere zu erschaffen und eine dafür eine faire Kompensation zu bekommen. Keine Gier. Keine Selbstaufopferung. Und nicht darüber sorgen, was andere vielleicht denken.

Ich schlage vor, wenn auch du größeren finanziellen Überfluss erreichen möchtest, dass du dir etwas Zeit nimmst und herausfndest, was dein eigener größter innerer Widerstand bezüglich Geld ist. Findest du z.B., die Idee reich zu werden, in irgendeiner Form abstoßend oder anstößig? Erforsche diese Ansichten. Schreib über sie. Schau sie dir bewusst an und entscheide, ob es wirklich Überzeugungen sind, die du behalten möchtest. Sind deine finanziellen Überzeugungen so ausgerichtet, dass sie dir und dem größten Wohl aller dienen?