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Wieviele Karrieren will man haben?

Jede Karriere ist ein Weg – und manche gehen in die gleiche Richtung

Als Kind hört jeder die Frage:

“Was willst du mal werden, wenn du groß bist?”

Man wird groß, wählt eine Karriere und arbeitet eine Weile daran. Aber was dann? Ist man mit 65 immer noch an die Wahl gebunden, die man mit 20 getroffen hat?

Für viele Menschen scheint es genau so zu sein und das ist eine gute Wahl, wenn man sie bewusst getroffen hat. Es gibt aber keine Regel, die besagt, dass man eine Karriere wählen und dabei bleiben muss, bis man in Pension geht. Man kann sich an vielen verschiedenen Karrieren erfreuen, wenn man sich dafür entscheidet. Vielen Menschen passiert das aus Versehen (z.B. wenn sie ihren Job verlieren), aber man kann sich auch bewusst dafür entscheiden.

Manche junge Menschen sind wie gelähmt, wenn sie vor der Entscheidung stehen, sich eine Karriere für ihr Leben auszusuchen. Eine Sache zu wählen bedeutet, sich alles andere zu vergeben. Was aber, wenn man viele verschiedene Interessen hat?

Man sollte eine Karriere auswählen und einfach loslegen. Man sollte an sie mit der Erwartung herangehen, dass man sie meistern wird, aber auch die Freiheit hat, mit etwas anderem weiterzumachen, wenn man beginnt, sich zu langweilen. Durch einen Karrierewechsel wächst man oft mehr, als jahrzehntelang auf dem selben Weg zu bleiben.

Leonardo da Vinci

Ein gutes Beispiel ist Leonardo da Vinci, eines der größten Genies aller Zeiten (wenn nicht DAS größte Genie aller Zeiten). Seine Interessen umfassten …

  • Malerei
  • Bildhauerei
  • Konstruktion
  • Architektur
  • Wissenschaften
  • Geologie
  • Anatomie
  • Fliegerei
  • Optik
  • Schwerkraft
  • und vieles mehr ein.

Diese Auswahl an Interessen half ihm, da er in der Lage war, sein wissenschaftliches Wissen zu nutzen, um seine Kunst zu verbessern (indem er realistischere und präzisere Kunstwerke herstellte) und seine künstlerischen Fähigkeiten halfen ihm, sein Können in den Wissenschaften zu verbessern (detailliertere Zeichnungen und Diagramme).

Leonardo da Vinci

Anstatt zu versuchen 10 verschiedenen Interessen gleichzeitig zu folgen, sollte man versuchen, sich auf ein oder zwei gleichzeitig zu konzentrieren. Man sollte sich aber die Möglichkeit offen halten, dass man später wechseln kann.

Wenn man also Kunst, Musik und Medizin liebt, aber keinen Weg findet, diese Dinge zu einer einzigen Karriere zu kombinieren, dann versucht man, eine Sache in seinen 20ern und 30ern, eine in seinen 40ern und 50ern und eine weitere Sache in seinen 60ern und 70ern zu verfolgen.

Alter schützt vor Torheit Weisheit nicht

Wenn man altert, werden sich die Prioritäten verändern. Die Chancen stehen gut, dass die Karriere, die man mit 20 ausgewählt hat, einem mit 35 deutlich weniger interessant erscheinen wird. Auch wenn man mit einer deutlichen finanziellen Einschränkung leben muss, um etwas anderes zu tun, dann ist es das vielleicht der Erfahrung wegen wert. Das Geld wird einen nicht glücklich machen, wenn man nicht länger liebt, was man tut.

Man sollte die Karriere zu einer dynamischen, statt einer statischen, Erfahrung werden lassen, wenn es einem richtig erscheint. Die Menschen um einen herum werden wahrscheinlich viel klagen, wenn man die Karriere wechselt, aber davon sollte man sich nicht abhalten lassen. Es ist nicht ehrenwert, auf einem Weg zu bleiben, den man nicht mit seinem Herzen geht.