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Steve Pavlina Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen Steve Pavlina - Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen

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Wirkung-Ursache
vs
Absicht-Manifestation

Eins der Schlüsselmodelle, um Ziele zu erreichen, ist das von Ursache und Wirkung. Dieses Modell besagt, dass das eigene Ziel eine Wirkung ist, die es zu erreichen gilt und dass es daher die eigene Aufgabe ist, die Ursache dafür zu identifizieren, die die erwünschte Wirkung herstellt und somit sein Ziel zu erreichen.

Klingt ziemlich einfach, oder?

Allerdings ist das Problem damit, dass fast jeder es ernsthaft missversteht. Und dieses Missverständnis kommt daher, das man nicht weiß, was eine “Ursache” wirklich ist.

Angenommen, die Ursache einer Wirkung ist eine Reihe physischer und mentaler Handlungen, die zu der Wirkung führen. Aktion – Reaktion. Wenn das Ziel ist, dass Abendessen zuzubereiten, dann würde man meinen, dass die Ursache eine Reihe von Schritten zur Vorbereitung ist.
Wenn man ein äußerer Beobachter ist, erscheint es sicher so. Wissenschaftliche Methoden deuten sicher darauf hin, dass die Dinge so funktionieren, basierend auf reiner objektiver Beobachtung.

Aber innerhalb des eigenen Bewusstseins, weiß man, dass die Reihe der Tätigkeitsschritte nicht die wirkliche Ursache ist. Die Handlungen sind selbst eine Wirkung/ein Ergebnis, nicht wahr?

Was ist die wirkliche Ursache? Die wirkliche Ursache ist, das man zuerst entschied, diese Wirkung herbeizuführen. In diesem Moment sagte man zu sich selbst:

“So soll es sein”

oder

“So wird es gemacht.”

An einem Punkt entschied man sich, das Abendessen zu machen. Diese Entscheidung mag unbewusst gewesen sein, aber es war eine Entscheidung. Ohne diese Entscheidung würde sich das Abendessen nie manifestieren.

Aber woher kommt diese Entscheidung? Sie mag aus dem Unterbewusstsein kommen oder im Fall bewusster Entscheidung kann sie auch aus dem Bewusstsein kommen. Letztendlich ist das Bewusstsein die große Kraft, die unbewusste Entscheidungen außer Kraft setzen kann, wenn es sich ihrer einmal bewusst wird.

Diese einfache Unterscheidung misszuverstehen, hat schon zu einigen verfehlten Zielen beigetragen.

Zuerst kommt die Entscheidung

Wenn man das Ziel erreichen will, welches man sich gesetzt hat, dann ist der kritischste Teil zu ENTSCHEIDEN, es zu manifestieren. Es ist dabei völlig egal, ob man meint, dass es außerhalb der eigenen Kontrolle liegt, dies zu tun. Es ist egal, ob man schon sehen kann, wie man von A zu B kommt. Die meisten der benötigten Ressourcen tauchen erst auf NACHDEM man die Entscheidung getroffen hat, nicht vorher.

Wenn man diesen einfachen Schritt nicht versteht, dann wird man eine Menge Zeit verschwenden. Schritt 1 heißt sich entscheiden. Nicht zu grübeln oder abzuwägen oder herumzufragen und zu sehen, ob man es tun kann oder nicht. Wenn man ein eigenes Unternehmen gründen möchte, dann muss man entscheiden, es zu tun. Wenn man heiraten will und eine Familie gründen möchte, muss man das auch entscheiden, wenn der Partner bisher eine abstrakte Größe ist. Wenn man die Karriere wechseln will, muss man sich entscheiden, dies zu tun.

Ich finde es wirklich erstaunlich, dass die Menschen meinen, dass erst etwas anderes vor der Entscheidung eintreffen muss. Manche Menschen verschwenden Monate, um herauszufinden “Ist dieses Ziel erreichbar?” Und diese Vorgehensweise macht schon Sinn, wenn man sich auf einer bestimmten Bewusstseinsebene befindet. In Wirklichkeit schafft man aber nur eine Zeitverzögerung und manifestiert Beweise, die darauf sowohl hindeuten, dass das Ziel erreichbar, als auch darauf, dass nicht erreichbar ist. Wenn man zweifelt, wird man auch Zweifel in der Welt finden.

Hin und wieder habe ich Beweise gefunden, das nicht nur Menschen, sondern auch das Universum selbst einen Mangel an Entschlossenheit erkennen kann. Schon mal jemanden von seinem Ziel erzählen hören – und man kann einfach fühlen wie wischiwaschi und unsicher sie sind, dieses Ziel tatsächlich zu erreichen? Sie sagen Sachen wie:

“Ich versuche dies und das und dann schaue ich, wie es läuft. Hoffentlich funktioniert es.”

Ist das ein Beweis, dass eine klare Entscheidung getroffen worden ist? Nicht im entferntesten. Wird man dieser Person helfen? Wahrscheinlich nicht – wer will schon seine Zeit verschwenden mit jemanden, der nicht entschlossen ist?

Was passiert aber, wenn man die absolute Entschlossenheit des Gegenübers fühlt? Wird man ihnen helfen, wenn sie fragen? Es ist viel wahrscheinlicher, einer entschlossenen Person zu helfen, weil man fühlt, dass sie am Ende sowieso Erfolg haben werden und man selbst Teil dieses Erfolges sein will. Man fühlt sich sogar selbst energiegeladener und motivierter, wenn man zum Erfolg von Menschen beiträgt, die absolut entschlossen sind, ein Ziel zu erreichen, dass einem auch selbst liegt und das wirklich das höchste Gut erreichen will.

Wird dieser Prozess mit dem eigenen Geist funktionieren? Wenn das Bewusstsein unentschlossen ist, wird es dann alle seine inneren Ressourcen dem einen Ziel verschreiben? Wird das Unterbewusstsein einem all die Energie und Kreativität geben, die es geben kann oder wird es sie zurückhalten? Man kann sein eigenes Unterbewusstsein als einen multitasking-fähigen Computerprozessor betrachten. Welchen Prozentsatz der Ressourcen wird es einer Aufgabe widmen, von der man ihm gesagt hat

“Lass sie ein bisschen laufen und mal schauen ob es funktioniert, aber lass sie schnell fallen, wenn sie zu schwierig erscheint?”

Wenn man dem CPU nun aber einen Prozess gäbe, welcher markiert ist mit

“Lass das jetzt laufen?”

Die Bestellung beim Universum aufgeben

Das Universum selbst arbeitet nach dem selben Prinzip. Man kann es als den ultimativ-bewussten Geist betrachten. Wenn man eine klare, entschlossene Entscheidung getroffen hat, wird es die Schleusen des Universums öffnen und einem alle Ressourcen zukommen lassen, die man benötigt, manchmal auf Wegen, die mysteriös und unmöglich erscheinen.

Wenn man ein neues Ziel für sich selbst setzen will, sollte man damit anfangen, es wirklich zu setzen. Man sollte sich Zeit nehmen, sich darüber klar zu werden, was man wirklich will und es nicht einfach nur bekannt geben.

Man sagt zum Universum:

“Hier ist mein Ziel. Lass es eintreffen.”

Man darf das Universum nicht danach fragen, was man selbst will. Man muss es ausrufen. Nicht fragen. Diese Methode kommt einem Gebet nahe, aber man betet nicht FÜR etwas. Man betet, DASS man etwas will. Man sagt einfach

“Hier ist es. Lass es geschehen.”

Es ist wie eine Saat einzupflanzen. Man sagt nicht zur Erde:

“Hier ist die Saat. Kannst du sie bitte wachsen lassen?”

Man pflanzt die Saat einfach und sie wird wachsen als natürliche Konsequenz des Pflanzens und Pflegens. Es ist das Selbe mit den eigenen Absichten. Man pflanzt sie einfach. Es gibt keinen Grund, zu betteln.

Man muss beabsichtigen, sein Ziel zu manifestieren, indem man versucht, das Beste für alle zu erreichen. Das ist sehr wichtig, da Absichten, die aus Angst oder einem Gefühl des Mangels heraus entstehen, fehlschlagen werden. Man mag bekommen, was man möchte, aber einen bitteren Nachgeschmack dazu bekommen. Oder man bekommt vielleicht genau das Gegenteil von dem, was man wollte. Aber Absichten, die wahrlich zum eigenen Nutzen und dem der Anderen gemacht werden, werden dazu neigen, sich auf positive Art und Weise zu manifestieren.*

Auf die Bestellung warten

Nachdem ich meine Absicht bekannt gegeben habe, wartet man darauf, dass die entsprechenden Ressourcen und Synchronitäten eintreffen. Normalerweise beginnen sie sich nach 24-48 Stunden zu manifestieren, manchmal schneller. Manchmal scheinen diese Synchronitäten ein Ergebnis unbewusster Handlung zu sein. Ich beginne, Dinge zu bemerken, die schon die ganze Zeit da gewesen sein können, aber nun sehe ich sie in einem anderen Licht und sie werden zu Ressourcen für mich, die ich nie bemerkt habe bevor ich meine Absicht bekannt gab. Aber in vielen Fällen ist es unmöglich, solche Synchronitäten als das Ergebnis der eigenen unbewussten Handlung zu erklären, auch wenn man einen Schritt zurück geht und sie rein objektiv betrachtet. Manchmal erscheinen sie in solch ungewöhnlichen Lawinen, dass ich sie nur als das Ergebnis ultimativ-bewusster Handlung erklären kann. Auf einer Ebene ist sich das Universum selbst meiner Absicht bewusst und tut seinen Teil dazu, um beim Manifestieren zu helfen. Ich finde auch, je mehr ich die Synchronitäten einlade, desto einfacher kommen sie. Momentan erlebe ich durchschnittlich 10 pro Woche und ich denke, das liegt daran, dass ich viele verschiendene Absichten habe, Dinge zu manifestieren und so erreicht mich ein konstanter Fluss an Ressourcen.

Die mentale und physische Planung und Handlung kommt später. So organisiere ich die Ressourcen, die mich erreicht haben. Wenn ich einmal genügend Ressourcen habe, kann ich sehen, wie sie alle zusammen passen, um das Ziel zu erreichen. Aber wenn der Weg zu kompliziert oder schwierig erscheint und ich nicht mag, was ich sehe, dann gebe ich neue Absichten heraus und mache es so, wie ich es haben möchte. Ich sage:

“Lass es einfacher sein.”

Ich warte wieder auf die Synchronitäten und eine einfachere Herangehensweise wird klar. Um einen solch einfacheren Ansatz zu finden, muss ich eine persönliche Blockade in meinem Inneren überwinden. Ich muss auf einer Ebene wachsen, um den Vorteil einer einfacheren Lösung nutzen zu können. Oder vielleicht muss ich erst eine neue Fähigkeit erlernen. Während es also einfacher erscheinen mag, kann es gleichzeitig auf persönlicher Ebene schwerer sein. Wenn ich zum Beispiel die Absicht erkläre, mehr Menschen helfen zu wollen, muss ich Kommunikationsfähigkeiten entwickeln. Das macht es einfacher, das Ziel zu erreichen, aber es bedeutet mehr Arbeit davor.

Übung macht den Meister

Ich benötigte einige Jahre, diesem Ansatz zu trauen, bevor ich begonnen habe, ihn als meine Standardmethode zur Zielerreichung einzusetzen. Ich muss manchmal offen sein, Ziele auf unüblichen Wegen zu erreichen. Ich bekomme, was ich beabsichtige, aber nicht immer, wie erwartet. Wenn die Synchronitäten mir also Hinweise liefern, verstehe ich nicht immer, wie sie ein Teil des Weges zum Ziel sind. Aber ausnahmslos arbeitet hier eine Intelligenz für mich und wenn ich ihr traue, wird alles prima funktionieren. Normalerweise werde ich zuerst neue Informationen erhalten, so dass ich mein eigenes Bewusstsein und mein Wissen soweit erweitern kann, wie es benötigt wird, um das Ziel zu erreichen.

Wenn man zum Beispiel beschließt, dass das sein Ziel ist, reicher zu werden, wird man vielleicht in wenigen Tagen alle möglichen Synchronitäten sehen, die mit Spiritualität zusammenhängen. Dies mag scheinbar mit Reichtum nichts zu tun haben. Also meint man, es handle sich nur um einen Zufall und der Ansatz wird nicht funktionieren. Aber der Ansatz ist fehlerfrei und funktioniert.

Höchstwahrscheinlich, ist es ein Signal, dass man auf dem Weg zum Reichtum zunächst sein Bewusstsein verbessern muss. Dies ist besonders wahr, wenn die Absicht so formuliert war, dass sie zum Besten für alle beitragen sollte. Wenn man reich wird, bevor die eigene Energie und Bewusstheit eine bestimmte Ebene erreicht hat, dann mag größerer materieller Reichtum nur zu den persönlichen Probleme beitragen – das eigene Ziel kann sich noch nicht zum Besten für alle manifestieren. Aber wenn man zuerst lernt, seine Energie und sein Bewusstsein positiv zu nutzen, dann werden die größere Ressourcen diesen Reichtum liefern und es wird eine positive Manifestation geben, anstatt einer negativen.

In Wahrheit ist es ein einfacher und direkter Prozess. Aber unserer Geist ist so voll mit Treibgut und Ballast sozialer Konditionierung, dass wir es schwer haben, auf dieser Ebene zu denken. Wir binden uns sehr daran, dass sich unsere Ziele auf eine bestimmte Art manifestieren müssen, weil sie das so in TV Sendungen oder Filmen tun. Oder vielleicht haben das die Eltern oder Freunde so gemacht. Aber diese Bindung zu einem bestimmten “Wie” verwehrt es uns, unsere Ziele auf viel einfachere Art und Weise zu manifestieren. Wenn wir uns von dem “Wie” ein wenig trennen könnten und einfach lernten, die Manifestation auf ihre eigene perfekte Art und Weise eintreten zu lassen, würde es viel einfacher sein, Ziele zu erreichen.

Alle Gedanken sind Absichten

Oft sabotieren Menschen ihre eigenen Ziele, weil sie die Macht der Absicht nicht verstehen. Man sollte verstehen, dass JEDER Gedanke in Wahrheit eine Absicht ist. Jeder Gedanke. Somit manifestieren die meisten Menschen eine Durcheinander verschiedener Konflikte in ihrem Leben, weil ihre Gedanken Konflikten unterliegen. Sie stellen gleichzeitig ein Ziel auf und nehmen es wieder zurück.

“Ich will mein eigenes Unternehmen gründen.”

“Ich frage mich, ob es funktionieren wird.”

“Ich frage mich, ob ich Erfolg haben werde.”

“Vielleicht klappt es ja nicht.”

“Vielleicht hat John ja recht und das ist ein Fehler.”

“Nein, ich bin ziemlich sicher, dass es ganz prima laufen wird.”

Wenn man versucht, Ziele auf der Ebene Aktion–Reaktion zu erreichen, und man sich somit rein auf die Handlungsschritte konzentriert, während man auf der höheren Ebene von Absicht-Manifestation miteinander in Konflikt stehende Gedanken hat, dann sabotiert man sich selbst. Wenn man Diät macht und wie verrückt trainiert, während man die ganze Zeit denkt

“Ich bin dick. Es ist hoffnungslos. Es dauert zu lange,”

dann werden die Absichten auf der höheren Ebene von den Handlungen aufgehoben und negative oder inkongruente Ergebnisse werden dabei herauskommen.

Wenn man ein Ziel erreichen will, muss man den ganzen Blödsinn mit “hoffentlich”, “vielleicht” und “ich kann das nicht” aus dem Bewusstsein löschen. Man kann sich den Luxus eines negativen Gedankens nicht erlauben und somit eine Absicht manifestieren, die man nicht will. Dies benötigt natürlich Übung, aber es ist erforderlich, die Kunst des Lernens einzusetzen, um das Bewusstsein zu nutzen und zu erschaffen, was man möchte. Wenn man in seinen Gedanken kongruent ist, so werden sich die eigenen Ziele mit Leichtigkeit manifestieren. Wenn man jedoch inkongruent in seinen Gedanken ist, wird man Konflikte und Hindernisse manifestieren. Wie innen, so außen.

Wie kann es sein, dass man zu sowas fähig ist? Weil es in der eigenen Macht steht. Nicht an sich zu glauben, bedeutet nur, dass man seine eigene Kraft nutzt, um sie gegen sich selbst zu nutzen. Man sagt dann wie ein Gott:

“Lass mich machtlos sein”

und bemerkt es nicht einmal. Wenn man denkt, dass man schwach ist oder Schwäche beabsichtigt, manifestiert man Schwäche. Wenn man seine Macht nach außen projiziert und in die äußere Welt hinein, dann verliert man seine Macht.

Man braucht niemandes Erlaubnis, dies zu tun. Es ist eine natürliche menschliche Fähigkeit. Aber es benötigt Übung, das Bewusstsein auf eine Ebene hin zu entwickeln, auf der man es anwenden kann und besonders auf eine solche, auf der man lernt ihm zu trauen.

“Unmögliche” Ziele manifestieren

Was passiert, wenn man entscheidet, ein wirklich, wirklich großes Ziel zu manifestieren, eines das physisch unmöglich erscheint? Der Prozess wird immer noch funktionieren. Es werden nur viel mehr Schritte nötig sein und man wird vielleicht über Jahre hinweg durch die unterschiedlichsten Synchronitäten geleitet, bis man den Punkt erreicht, ab dem das endgültige Ziel sich manifestieren kann. Es mag länger dauern, als die menschliche Lebenszeit, wenn das Ziel so groß ist. Aber man wird sicher Fortschritte machen, wenn man diese Herangehensweise nutzt.

Was ist also das persönliche Ziel? Man sollte es einmal laut sagen und es zum Besten für alle sein lassen. Dann sagt man zum Universum:

“Lass es geschehen.”

Man wartet auf die Synchronitäten und unüblichen Zufälle. Man folgt ihnen, wohin sie einen auch führen wollen, auch wenn es zunächst merkwürdig erscheint. Man muss seinem Ziel erlauben, sich zu manifestieren.