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Steve Pavlina Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen Steve Pavlina - Persönlichkeitsentwicklung für intelligente Menschen

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Wo kommen Ziele her?

Woraus entstehen deine Ziele? Was bestimmt, ob du dir überhaupt Ziele setzt?

Ich glaube, die Antwort ist dein Kontext. Dein Kontext ist die Sammlung deiner Überzeugungen bezüglich der Realität. Es ist der Nährboden auf dem deine Gedanken wachsen.

Zum Beispiel, wenn du sehr materialistische Ziele hast und gut darin geworden bist, diese zu erreichen, dann hast du vermutlich einen sehr materialistischen Kontext. Deine Ansichten über die Realität sind im Materialismus verwurzelt.

Soweit ist das nur gesunder Menschenverstand, richtig? Du wirst dazu tendieren, die Dinge zu tun, die dir vernünftig erscheinen. Und die Frage, was vernünftig ist, wird von deinem Kontext beantwortet. Was dir vernünftig erscheint, hängt davon ab, welche Sicht du auf die Realität hast.

Du triffst nicht wirklich irgendwelche Entscheidungen auf Basis der Realität, oder? Du triffst Entscheidungen die auf deiner Interpretation der Realität basieren. Was deine Sinne wahrnehmen, deine Erinnerung, deine Gedanken und deine Überzeugungen legen deine Karte der Realität fest. Im Endeffekt basieren deine Entscheidungen auf dieser Karte.

Also wo kommt dieser Kontext her?

Zum Großteil erben wir ihn. Wir erlernen unseren Kontext, indem wir die Kontexte anderer Personen absorbieren. Wir sind durch unsere Erziehung, Bildung, Familie, Gesellschaft, Regierung, Medien, das Internet, usw. konditioniert. Die Leute, die wir treffen, die Bücher, die wir lesen, die Dinge, die wir im TV sehen – all das trägt zu unserem Kontext bei. Sie helfen uns dabei zu bestimmen, wie wir die Realität interpretieren. Auch diese Website trägt einen kleinen Teil dazu bei, deinen Kontext zu formen.

Was ist zum Beipiel die Ehe? Ist es eine legale Vereinbarung? Ein religiöses Sakrament? Eine Verbindung zwischen Seelenverwandten? Abhängig vom jeweiligen Paar? Wie du diese Frage beantwortest, wird von deinem Kontext abhängen. Frag verschiedene Personen und du wirst unterschiedliche Antworten bekommen.

Die meisten Menschen ändern ihren Kontext kaum noch, sobald sie erwachsen sind. Vielleicht setzt du dir Ziele und erreichst diese auch, aber es ist selten, dass du deinen Kontext generell in Frage stellst. Es ist wie mit dem Bauern, der jedes Jahr Getreide auf dem praktisch gleichen Nährboden anbaut – das gleiche Stück Land. Das erscheint natürlich und normal zu sein. Es ist einfach das, was man schon immer gemacht hat.

Du kannst in deinem Leben einige interessante Ergebnisse erzielen, wenn du einfach nur in deinem Kontext lebst. Aber wenn du lernst, wie du auch deinen Kontext manipulieren kannst, dann steht dir ein viel größeres Angebot an Erfahrungen zur Verfügung.

Jeder Kontext ist eine Linse, durch die du die Realität betrachtest und jede Linse wird gewisse Bereiche deines Lebens hervorheben und andere abschwächen. Das Problem ist, dass die meisten Menschen sich so an ihren aktuellen Kontext gewöhnt haben, das sie vergessen, dass sie überhaupt einen haben. Daher verwechseln sie ihren Kontext mit der Realität anstatt zu erkennen, dass es sich um Linse handelt. In den nächsten Wochen werde ich dir dabei helfen, deinen Kontext besser zu verstehen und dir ein paar Werkzeuge an die Hand geben, wie du diesen verändern kannst.

Manchmal katapultieren dich externe Ereignisse in einen neuen Kontext. Nach 9/11 erlebten viele Amerikaner eine Kontextverschiebung. Für andere hat sich hingegen wenig verändert. Hast du schon einmal absichtlich deinen Kontext gewechselt? Hast du schon einmal absichtlich deine Interpretation der Realität verändert – nur um mal zu sehen, wie es sich anfühlt? Hast du dir zum Beispiel schon mal gesagt:

“Ich werde dieses Jahr eine andere Religion ausprobieren?”

Kontextveränderungen sind etwas, was ich seit über einem Jahrzehnt praktiziere und später werde ich auch berichten, was ich dabei gelernt habe. Ich denke, dass wird dich interessieren.