43 Tipps für Wachstum und Inspiration

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Hier sind 43 einfache Tipps von Bruce Mau, um die eigene Persönlichkeitsentwicklung voranzutreiben und/oder sich kreativ inspirieren zu lassen.

  1. Erlaube Ereignissen dich zu verändern

    Du musst wachsen wollen. Wachstum geschieht dir nicht einfach. Du musst selbst dafür sorgen. Du musst es leben. Die Voraussetzungen für Wachstum sind: Offenheit, neue Dinge zu erleben und die Bereitschaft, sich von diesen verändern zu lassen.

  2. Vergiss “gut”

    Gut ist eine bekannte Größe. Über “gut sein” sind wir uns alle einig. Wachstum ist aber nicht notwendigerweise gut. Wachstum bedeutet, unbeleuchtete Höhlen zu erkunden, welche zu unseren Forschungen beitragen können, aber nicht müssen. So lange, wie man dabei bleibt, gut zu sein, werden wir nie wirklich wachsen.

  3. Der Weg ist das Ziel

    Wenn nur das Ziel den Prozess des Wachsens vorantreibt, kommen wir nur dahin, wo wir schon einmal waren. Wenn der Prozess das Resultat vorantreibt, wissen wir vielleicht nicht, wohin wir gehen, aber wir wissen, dass wir tatsächlich da sein wollen.

  4. Experimente lieben (wie ein hässliches Kind)

    Freude ist der Motor des Wachstum. Die Freiheit unsere Arbeit als wunderschöne Experimente, Schritte, Versuche und Fehler zu gestalten, muss ausgenutzt werden. Wir müssen uns die Freude erlauben, jeden Tag Fehler zu machen.

  5. In die Tiefe gehen

    Je tiefer wir gehen, desto mehr steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir etwas Wertvolles entdecken.

  6. Zufälle nutzen

    Die falsche Antwort ist die richtige Antwort, wenn wir nach einer anderen Frage suchen. Wir sollten falsche Antworten einfach als Teil des Prozesses betrachten und mitnehmen. Stell’ andere Fragen.

  7. Studium

    Ein Büro ist ein Ort um zu lernen. Nutze die Notwendigkeit der Produktion als eine Ausrede, um zu lernen. Es wird allen nutzen.

  8. Treiben lassen

    Wir sollten uns erlauben, ziellos umherzuwandern. Nachbarschaften erkunden. Ohne zu urteilen. Kritik aufschieben.

  9. Irgendwo anfangen

    John Cage sagt uns, dass die meisten Menschen in eine Form der Starre verfallen, weil sie meist nicht wissen, wo sie beginnen sollen.

    Sein Rat: Einfach irgendwo anfangen.

  10. Jeder ist ein Anführer

    Wachstum passiert. Immer wenn es passiert, sollten wir es zulassen. Wir sollten lernen, zu folgen, wenn es Sinn macht. Jeder kann führen.

  11. Ideen ernten

    Umsetzungen überdenken. Ideen brauchen eine dynamische, flüssige, großzügige Umgebung, um am Leben zu bleiben. Umsetzungen profitieren auf der anderen Seite von kritischer Härte. Wir sollten möglichst viele Ideen umsetzen.

  12. In Bewegung bleiben

    Der Markt und seine Abläufe tendieren dazu, Erfolg zu verstärken. Dagegen sollten wir uns sträuben. Misserfolg und Erkundungen sollten Teile unserer Praxis sein.

  13. Langsamer werden

    Wenn wir uns einmal althergebrachten Zeitrahmen widersetzen, eröffnen sich vielleicht überraschende Möglichkeiten.

  14. Nicht cool sein

    Coolness ist konservative Angst im schwarzen Anzug. Von Begrenzungen dieser Art sollten wir uns befreien.

  15. Dumme Fragen stellen

    Wachstum wird durch Verlangen und Unschuld getrieben. Antworten sollten bewertet werden, nicht die Fragen. Was wäre, wenn wir unser ganzes Leben lang so schnell lernen würden wie ein Kleinkind?

  16. Zusammenarbeiten

    Die Entfernung zwischen zwei Menschen, die zusammen arbeiten, wird mit Konflikten, Reibung, Heiterkeit, Freude und kreativem Potential gefüllt.

  17. Absichtlich freigelassen. Wir sollten uns Raum zugestehen – für die Ideen, die wir noch nicht hatten und für die Ideen der anderen.

  18. Lange Nächte

    Merkwürdige Dinge passieren, wenn wir es zu weit treiben, wenn wir zu lange aufbleiben, zu hart arbeiten und uns vom Rest der Welt abspalten.

  19. Die Metapher herausarbeiten

    Jedes Objekt besitzt die Kapazität für etwas anderes zu stehen, als es den Anschein hat. Das sollten wir herausfinden.

  20. Vorsicht vor Risiken

    Die Zeit ist genetisch. Heute ist das Kind von gestern und der Elternteil von morgen. Die Arbeit, die wir heute produzieren, bestimmt unsere Zukunft.

  21. Sich wiederholen

    Wenn wir es mögen, sollten wir es wieder tun. Wenn nicht, dann nicht.

  22. Eigene Werkzeuge schaffen

    Wir sollten unsere Werkzeuge kreuzen, so dass wir Einzigartiges erschaffen. Selbst ganz einfache Werkzeuge können uns auf völlig neue Wege beim Erkunden helfen. Wir erinnern uns: Werkzeuge können unsere Fähigkeiten verstärken, so dass auch ein kleines Werkzeug einen großen Unterschied machen kann.

  23. Auf den Schultern der anderen stehen

    Wir können schneller reisen, wenn wir die Errungenschaften unserer Vorgänger nutzen. Und die Aussicht ist dann auch gleich viel besser.

  24. Software vermeiden

    Das Problem mit der Software ist, dass sie jeder hat.

  25. Den Schreibtisch nicht aufräumen

    Vielleicht finden wir am Morgen etwas, das wir heute Abend nicht mehr sehen.

  26. Nicht an Wettbewerben teilnehmen

    Nicht machen. Es ist nicht gut für dich.

  27. Nur die linken Seiten lesen

    Marshall McLuhan hat das so gemacht. Indem wir den Umfang der Informationen reduzieren, lassen wir Raum für das, was er “unseren eigenen Dummkopf” nannte.

  28. Wortneuschöpfungen

    Erweitere dein Lexikon. Neue Umstände verlangen neue Denkweisen. Das Denken verlangt neue Ausdrucksweisen. Neue Ausdrücke erschaffen veränderte Umstände.

  29. Mit dem eigenen Kopf denken

    Vergiss Technik. Kreativität hängt nicht von Geräten ab.

  30. Organisation = Freiheit

    Wirkliche Design-Innovationen (oder auch Innovationen in anderen Bereichen) passieren im Kontext. Dieser Kontext ist normalerweise eine Form einer kooperativ geleiteten Firma. Zum Beispiel Frank Gehry kann seine Visionen für Bilbao nur deswegen umsetzen, weil sein Büro nicht sparen muss. Der Mythos, dass es auf der einen Seite die “Kreativen” und auf der anderen die “Anzugträger” gibt, ist, was Leonard Cohen ein “charmantes Artefakt aus der Vergangenheit” nennt.

  31. Kein Geld leihen

    Wieder handelt es sich um einen Rat von Frank Gehry. Indem wir die finanzielle Kontrolle behalten, behalten wir auch die kreative Kontrolle. Dabei handelt es sich nicht gerade um Raketenwissenschaften, aber es ist erstaunlich, wie schwer es ist, diese Disziplin aufrecht zu erhalten und wie vielen es nicht gelungen ist.

  32. Genau zuhören

    Jeder Mitarbeiter, der in unseren Dunstkreis tritt, bringt eine merkwürdigere und komplexere Welt mit sich, als wir uns vorstellen können. Indem wir uns die Details und die Subtilitäten ihrer Bedürfnisse, Wünschen oder Ambitionen anhören, nehmen wir ihre Welt in unsere auf. Keiner von beiden wird der selbe bleiben.

  33. Ausflüge unternehmen

    Die Bandweite der Welt ist größer als die unseres Fernsehers, des Internets oder selbst einer interaktiven, dynamischen, objekt-orientierten, Umgebung die mit Echtzeit-Computergrafik simuliert wird.

  34. Schneller Fehler machen

    Das ist nicht meine Idee – die habe ich mir ausgeliehen. Ich glaube, sie stammt von Andy Grove.

  35. Nachahmen

    Dabei müssen wir nicht schüchtern sein. Wir sollten so nah rankommen wie möglich. Man schafft es eh nie hundertprozentig und der Unterschied könnte dennoch bemerkenswert sein. Wir müssen uns nur Richard Hamilton und seine Version von Marcel Duchamps Großen Glas ansehen, um zu erkennen, wie ergiebig, diskreditiert und wenig genutzt die Imitation als Technik ist.

  36. Hetzen

    Wenn uns die Wörter gerade nicht einfallen, so wie es Ella passiert ist: einfach etwas anderes erfinden, aber keine Wörter.

  37. Ideen zerbrechen, langziehen, verbiegen, zerschlagen, anknacksen, falten

  38. Das andere Ufer erkunden

    Wir werden viel freier, wenn wir nicht versuchen, mit den Technikaffinen und Early Adopters mitzuhalten. Wir können die Führung nicht übernehmen, weil sie niedergetrampelt wurde. Wir können aber versuchen, die alte Technik zu nutzen, welche durch die Konjunktur überflüssig gemacht wurden, aber immer noch Potential besitzt.

  39. Kaffeepausen, Taxifahrten, Warteräume

    Wirkliches Wachstum passiert meist nicht da, wo wir es erwarten, in Zwischenzeiten – die Dr. Seuss “Wartephasen” nennt. Hans Ulrich Obrist organisierte einmal eine Kunstkonferenz mit der ganzen Infrastruktur eine Konferenz – den Partys, Gesprächen, Mittagessen, Ankünften auf dem Flughafen – aber ohne Konferenz. Scheinbar war sie wahnsinnig erfolgreich und regte viele spätere Zusammenkünfte an.

  40. Felder meiden

    Über Zäune springen. Disziplinäre Genzen und regulierende Regimes sind Versuche, das Wilde des kreativen Lebens zu kontrollieren. Oftmals handelt es sich um Versuche, die Mannigfaltigkeit, das Komplexe, den evolutionären Prozess zu kontrollieren.

  41. Lachen

    Die Leute, die unser Studio besuchen, sagen oft, dass wir viel lachen. Da wir uns dessen bewusst geworden sind, nutze ich es als ein Barometer dafür, wie wohl wir uns dabei fühlen, wenn wir uns anderen mitteilen.

  42. Erinnern

    Wachstum ist nur als Produkt der Geschichte möglich. Ohne Erinnerungen sind Innovationen höchstens Neuheiten. Die Geschichte gibt dem Wachstum eine Richtung. Aber eine Erinnerung ist nie perfekt. Jede Erinnerung ist ein schwaches oder zusammengesetztes Bild eines vorangegangenen Moments oder Ereignis. Dadurch wissen wir, dass es sich um Vergangenes und nicht Gegenwärtiges handelt. Das heißt, dass jede Erinnerung neu ist, ein Teilprodukt, welches von seiner Quelle abweicht und so ein eigenes Wachstumspotential beinhaltet.

  43. Macht für das Volk

    Spiel findet nur dann statt, wenn die Menschen spüren, dass sie ihr Leben kontrollieren. Wir können keine freien Mitarbeiter sein, wenn wir nicht frei sind.